Die Gelbwesten Revolution – Prophezeiungen & Vorhersagen

Seit nunmehr 11 Wochen in Folge gehen die Gelbwesten in Frankreich zu Zehntausenden auf die Straße und längst geht es nicht mehr nur um höhere Spritpreise und Steuern, die der zündende Funke für den Beginn der Proteste waren, sondern gegen eine Politik, die stets nur die eigenen und die Interessen einer kleinen Elite von Reichen bedient, während immer größere Teile der Bevölkerung zunehmend verarmen und deren Löhne mit steigenden Mieten und Lebenshaltungskosten nicht mehr Schritt halten. Link zum Orginalvideo der gezeigten Ausschnitte: Youtube Kanal: AdcaZz Titel: „DANS LA GUERRE DES GILETS AUX CHAMPS ÉLYSÉES“ https://www.youtube.com/watch?v=euYtL…

In den System-Medien wird über das Video „DANS LA GUERRE DES GILETS AUX CHAMPS ÉLYSÉES“ nicht berichtet. Man muss doch das Wahlvolk nicht unnötig beunruhigen. Sind ja sowieso alles nur Chaoten und Nazis? Zumindest wollen die kriminellen Polit-Darsteller und deren Staatsmedien dies verkaufen, um ihre Macht zu erhalten. wer den besten Relotius macht, gewinnt auch schon mal einen Preis.

„Preise sind wie Hämorrhoiden, früher oder später bekommt jedes Arschloch einen“.(Billy Wilder)

Sind die Gelb-Westen nur eine Bewegung von Unzufriedenen, oder ist es bereits die Vorstufe eines Bürgerkriegs? Was geht da wirklich ab in Frankreich? Von den System-Medien werden wir es nie erfahren.

Die Gelbwesten Revolution – Prophezeiungen & Vorhersagen
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26 Kommentare

  1. Krasses Video. Das ist mal ne richtige Revolution! Bin gegen Gewalt, aber nur sowas wirkt. Sie zerschrotten ja auch nur Banken, Barrikaden, Porsches und Polizeifahrzeuge. Nicht so ne angemeldete Kuschel-Demo wie bei uns. Trillerpfeifen und Schildchen finden ja anscheinend kein Gehör. Also muß leider sowas her. Macht „Mächtigen“ Eindruck.

    Sollten sie wirklich den Eifelturm fällen?
    So wie die Gelben abgehen könnte das tatsächlich keine Prophezeihung bleiben! Gibt ja Akkuflexen.
    Oh hauerhauerhauerha…Helm auf!

    • Nein, ich finde es nicht richtig, das Eigentum anderer in ihrer Wut zu zerstören. Sie sollten den Elysee Palast stürmen. Das wäre die richtige Adresse!

        • Jürgen, was würde passieren, wenn sie zu Tausenden den Elysee-Palast stürmen ? Will Macron alle erschießen? Denn dann würde Europa brennen und die Herrschaften wären nirgends mehr sicher. Die Gelbwesten sind zu zerstreut, gebündelt und taktisch würden sie mehr erreichen.

          • Angsthase,

            ich habe es ja schon einmal geschrieben. Nach meiner Meinung, sind die Gelbwesten orchestriert um gegen die internationale Politik Frankreichs anzugehen. Wofür Macron natürlich auch steht.

            Wäre es eine rein innerstaatliche Problematik, dann würde sie von diversen Gewerkschaften angeführt, wie bisher auch. Es würde gestreikt werden.

            Die GW treffen sich aber immer Samstags, mehr oder weniger organisiert, wenn auch zahlreich … Es ist aber keine Struktur erkennbar. Es gibt keine Ansprech- oder Verhandlungspartner. Selbst nach 11 Wochen noch nicht!

            Ich glaube nicht, daß es geplant ist, den Palast zu stürmen.

      • Angsthase, ich habe in dem Video nichts von beschädigen "unseres" Eigentums gesehen, sondern nur von dem der Kapitalisten. Keine Plünderungen oder brennende Fackeln in irgendwelche Auto´s werfen wie im Hamburger Antifa-Stil. Mag mich auch verkuckt haben? Selbstverständlich ist das nicht gutzuheißen!

        • Zulu,

          muß man überhaupt, vermummt, so einen Zirkus veranstalten, im Rahmen einer Demonstration? Sicherlich, die Ausschnitte in dem Video sind Ausschnitte, der größte Teil wird einfach nur friedlich demonstrieren!

          Es soll Leute geben, die sparen sich ihren gebrauchten Porsche vom Mund ab, wie andere vielleicht einen der ersten Bullies. Und der geht dann in Flammen auf. Und erreicht ist dabei gar nichts, außer Schaden.

          Und wer ist Kapitalist? Nur der, der sich ein etwas teureres Auto leisten kann?

          Wäre es nicht viel zielgerichteter, friedlich die Bannmeile zu blockieren? Das Parlament an der Arbeit zu hindern; den ganzen Laden lahmzulagen?

          Würde die Staatsmacht es wagen, absolut gewaltfreie Massen, wie anzugehen? Es ist doch auch eine psychologische Auseinandersetzung! Wenn solche Chaoten unterwegs sind, wer oder was wollte eine Regierung daran hindern, dagegen vorzugehen?

          Präsenz ja, aber sie darf nicht von den Demonstrierenden ausgehen. (Ghandi)

          • Jürgen, wenn man sieht wie die einst friedlichen Demonstranten verstümmelt werden (es gab ja auch schon Koma-Patienten & tote Oma´s) dann ist wohl bald mal vorbei mit friedlichem Schildchen tragen, oder? Ich kann die Wut schon teilweise nachvollziehen. Außerdem haben die Franzosen ein völlig anderes Demo-Temperament als wir. Das war schon immer so. Da wird mal eben der ganze Vorstand eines Energie-Konzerns gekidnappt, neben Gasbuddeln gekettet, das Tor zugemacht. So. Und NUN wird verhandelt!

            Vermummt sind sie, weil sie sich gegen das Gas schützen müßen? Außerdem sind das auch deren Frontkämpfer. Solche Verrückten findet man auch bei uns. Demo-Touristen…da können sie sich richtig austoben! Wie am 1. Mai. Kannte mal solche Typen vom Skateboarden. Das Ziel ist es sich eine Schlacht mit den "Drecks-Bullen" zu liefern. Um etwas anderes geht es dabei gar nicht. Hauptsache Dampf ablassen.

            Naja gut, wiegesagt, ich bin gegen Gewalt und Zerstörung. Aber mit Lichterketten und Händchenhalten wird das nix, sieht man doch. Da werden selbst Kindern Gummigeschoße ins Gesicht geknallt, oder bei uns damals, das 15jährige Mädchen, was einem Polizisten eine Blume bringen wollte, und aus nächster Nähe volles Rohr CS-Gas ins Gesicht gesprüht bekam! Irgendwann ist auch mal gut! Dann muß man eben zu solchen Mitteln greifen? Ich weiß es nicht.

            Auch Ghandi hätten sie -im Schneidersitz sitzend- mit nem Wasserwerfer von der Straße geblasen, davon bin ich aber überzeugt.

            PS: Samstags parke ich grundsätzlich nie in Paris. 😛

            • Zulu, maybe bin ich da etwas idealistisch unterwegs, nur, sich Schlachten zu liefern, das kann es doch nicht sein? Egal, bei welchem "Temperament"!

              Bei uns macht, auf diese Weise, die "Antifa" alles kaputt! Zurück fällt das dann auf die, die wirklich etwas erreichen wollen. Sie werden in´s Unrecht gesetzt und das war es dann …

              Aber gut; die Kapp´ isch jetzt eh verschnitten! Zumindest in Frankreich.

              Das "Bitte sagen" nicht ausreicht, ist auch mir klar. Aber mit dem Vorsatz der Eskalation loszumarschieren, das kann es nicht sein!

              • "Das "Bitte sagen" nicht ausreicht, ist auch mir klar. Aber mit dem Vorsatz der Eskalation loszumarschieren, das kann es nicht sein!"

                Eben. Darum bleibt ja auch alles wie ist. 🙂

                Frieden & Wohlstand gibt es nicht geschenkt. In der Demokratie ist man sogar verpflichtet aktiv etwas dafür zu tun! Sonst funktioniert sie nicht.

                Um Kriege zu gewinnen muß man Schlachten schlagen. In einer Schlacht für diese Ziele gibt es leider manchmal auch Tote. Ließ Dir den Sturm auf die Bastille durch, der Anfang der Französischen Revolution. Es waren genau exakt die gleichen Gründe wie heute, warum die Menschen damals FRIEDLICH aufbegehrten. Das Militär schoß auf die Demonstranten. Um das Ende der Feudalherrschaft zu erzwingen, schoßen sie notgedrungen irgendwann zurück! Die Geschichte endete bekanntlich mit der erfolgreichen Köpfung Ludwig´s XVI. Denke mal, diese Geschichte ist tief im Nationalstolz der Franzosen verankert.

                Gemeinsam schaffen wir alles, auch wenn´s wehtut.

                So hat die Wehrmacht sicher auch ihre Siege errungen. Der einzelne Soldat ist praktisch nichts wert, nur die Idee, an die wir alle glauben. Anders geht es doch gar nicht, oder? Darum wird ja auch so emsig geteilt & geherrscht.

                "Laß die bloß nicht zusammen eine Meinung haben!", denkt sich jeder König.
                Sonst wendet er Gewalt an.

                • " Das Militär schoß auf die Demonstranten. Um das Ende der Feudalherrschaft zu erzwingen, schossen sie notgedrungen irgendwann zurück! "

                  Dann sind wir uns ja einig!  😉

                  • Schön:) Denn laß uns ma gut sein für heute, Jürgen. Waren heute mit der Familie am Strand und sind Lenk-Drachen geflogen. Erwarte schon sehnsüchtig den Muskelkater von morgen früh, haha! Muß ins Bett.

                    Guats Nächtle indecision

        • Zulu, in den anderen Videos jeden Samstag hat man schon gesehen, dass sie einen kleinen Smart angezündet haben,der einfach am Straßenrand geparkt war. Auch die ganzen anderen Beschädigungen, wie kaputte Bushaltestellen, abgefackelte Imbisbuden usw. sind zu sehen.

          • Angsthase, in anderen Video´s? Das ist jetzt aber unfair. Ich sprach von dem hier. Bei einer echten Revolution brennen nunmal Sachen statt wie bei einer Demo. Vielleicht ist der Übergang hier gerade fließend? Am Anfang der Bewegung hat ja auch nichts gebrannt. Kann es auch sein, daß eine verirrte Polizei-Granate den Smart getroffen hat? Oder waren es mal wieder diese eingeschleusten Provokateure, welche die Stimmung zusätzlich anheizen sollen? Wenn friedliche Menschen mitbekommen, daß ihre Auto´s abgefackelt werden, gegen wen werden sich wenden? Gegen die Eigenen. Für mich von hier aus nicht überprüfbar; alles nur Spekulation.

  2. Interessant finde ich, daß hier Prophezeiungen und Seher bemüht werden! Sollen damit die Gelbwesten aufgewertet werden? Beizeiten in einen historischen Kontext gestellt werden? Daß durch sie geschehen muß, was vorangekündigt ist?
    Nostradamus und Co. werden doch sonst auch geflissentlich ignoriert!

  3. LIVE: Gelbwesten protestieren vierzehnte Woche in Folge in Paris (Video)

    Hunderte Polizisten schützen die ReGIERenden. Ist denen eigentlich bewußt, wer ihnen ihr Gehalt bezahlt? Von dem Geld, das dem Steuerzahler gestohlen wurde. Warum schnappen sich die nicht endlich mal die richtigen Diebe?

    Klar, das Zerstören von Autos usw. geht gar nicht. Aber mit welchem Recht zerstören die Gewählten ganze Gesellschaften, indem sie sie ausplündern?

    • Gegen die Zerstörung spricht entschieden, daß damit zu 99,9% nichts erreicht wird.  Der Staat und seine Beamten sind so übermächtig daß so ein Happening-Event keine politische Wirkung zeigt, vor allem bei den friedliebenden Bürgern Abscheu erregt.  Eine andere Sache wäre, wenn die Not so groß wäre, daß gewaltige Menschenmassen etwa das Kanzleramt stürmen würden.  Aber noch hoffen doch alle auf eine gute Altersrente von Frau Merkel!

      Mir scheint, in der Französischen Revolution seid Ihr nicht allzugut bewandert.  Der König hat meiner Kenntnis nach nie auf die Bevölkerung schießen lassen, auch nicht beim Bastille-Aufstand, bei dem nach meiner Erinnerung nur ca. 12 Diebe befreit wurden.  Ludwig XVI. mußte sterben, samt seiner Frau und beide Kinder, weil er aus Menschenliebe zu große Bedenken hatte, die Schweizer Garde gegen das Volk antreten zu lassen.  In seinem Testament hat er dann seine Gutmütigkeit noch sehr bedauert!

      • " Mir scheint, in der Französischen Revolution seid Ihr nicht allzugut bewandert."

        Das wird wohl so sein!

        Erscheint mir, in diesem Falle, aber eine läßliche Sünde … 😉

      • Jürgen II, das habe ich auch nicht gesagt (Schießbefehl des Königs). Macron gibt ja auch keinen Schießbefehl, dafür hat er seine Schergen. Wenn dann kam er von Marie Antoinette. Sicher bin ich kein Historiker & Experte, aber an der Bastille gab es mind. 90 Tote, und bei Gefechten mit der Schweizer Garde hunderte. Die Bastille haben die Revoluzzer ja nur gestürmt um an mehr Waffen zu kommen. Und die dort stationierten Truppen haben sie mit Gewehrfeuer daran zu hindern versucht.

        Die Gewalt ging also wohl eher von den wütenden Bürgern um LaFayette aus, woraus später die Nationalgarde wurde. LudwigXVI mußte sterben, weil sie ihn weghaben wollten, und mit ihm die ganze Monarchie, weßhalb auch Preußen und Österreich alarmiert worden waren.

        So im Groben richtig? Da ist ja noch viel mehr passiert in den 10 Jahren! Aber will hier nun wirklich kein Geschichtsrefferat draus machen. Es ging ja nur darum, daß totalitäre Herrscher an ihren Stühlen kleben werden bis das Volk sie verjagt. Aber vorher werden sie sich verteidigen, notfalls mit Staatsgewalt. Keiner geht freiwillig; siehe uns Murksel.

         

        • Nachtrag: Mir ist gerade ein völlig anderer Zusammenhang klar geworden, was es mit der Französischen- und Russischen Revolution auf sich hatte. Das waren die ersten Putsche & Regierungsumstürze, orchestriert von den Finanzjuden um ihr Zentralbankensystem auf dem Kontinent zu etablieren, so wie sie es bis heute mit jedem Land machen! Bis auf 4 Länder auf der Welt haben sie ja schon alle geschafft.

          Dazu mußte die europäische Monarchie erst einmal weg. Das passt zu Deiner Aussage Jürgen II, daß LudwigXVI sein Volk nicht beschießen lassen wollte.

          Auflösung der Nationalstaaten in ihrer alten (friedlichen) Form. Schließlich waren unsere Adligen alle verwandt und haben durch Heirat untereinander somit den Frieden in Europa bewart gehabt. Manchmal ist man aber auch zu blind…

          Heute denken die europäischen Bürger wieder zu national, darum Migrantenflut, Terroranschläge & Gummigeschoße. Alles disziplinarische Maßnahmen der Finanzmafia. Jene, die über allem zu stehen scheinen.

          Bin mal gespannt: Salvini hat angekündigt, die italienische ZB schließen zu wollen. Weg von den Betrügern! sagt er. Uh Oh…da legt er sich aber mit mächtigen Gegnern an. Nun, Putin, Xi, Maduro sind ja ähnlich zukunftsorientiert unterwegs. Ein paar gute Freunde zu haben ist sicher nicht verkehrt bei so einer Unternehmung.

          • Lieber Zulu, ich habe mir heute morgen die Mühe gemacht, um für Dich eine verläßliche Information zum Sturm auf die Bastille zu veröffentlichen.  Nicht ganz einfach von Fraktur in 1837!  Die USA greifen prinzipiell nur schwache an wie Hitler und Maduro.  Letzterer kann nur überleben, wenn er etwas härter und weniger gurtmütig  ist als Ludwig XVI.  Mit der Französischen Revolution hat die alt bekannte Geheimloge ihren ersten großen Coup gelandet, deswegen muß Ludwig XVI. seit über 200 Jahren in den Medien so schlecht wegkommen.  Napoleon wurde dann später von den Illuminaten hochgespült.

            Karl Friedrich Beckers Weltgeschichte, 7. Ausgabe, 12. Teil, Berlin 1837, S. 65 – 69

            8. Volksaufstand in Paris, Eroberung der Bastille und Rückberufung Necker.
            (1789.)

            http://gruenguertel.kremser.info/?page_id=8125

            http://gruenguertel.kremser.info/wp-content/uploads/Bastille_Becker_1837.pdf

            Als sich die Kunde von Neckers Entlassung am 12. Juli, an einem Sonntage, wo das Volk müßig war, verbreitete, erreichte die schon vorhandene Gährung einen fürchterlichen Grad. Auch die guten Bürger waren unwillig und über die Absichten des Hofes besorgt; die Orleans’sche Partei aber wollte den Vorgang ergreifen, um ihr Haupt an die Spitze des Staats zu bringen. Der Pöbel zog, vom Palais Royal aus, in der Stadt herum, die Büsten Neckers und des Herzogs von Orleans tragend, und beiden ein unaufhörliches Lebehoch rufend. Die Gegenmaßregeln waren die gewöhnlichen der Ratlosigkeit. Die Truppen wurden auf mehreren Punkten der Umgegend planlos aufgestellt, und die Befehlshaber erwarteten Befehle. Eine schwache Abteilung eines deutschen Reiterregiments ward unter Anführung des Prinzen Lambesc  ausgeschickt, die Ruhe herzustellen; da sie aber kein Gewaltmittel anwenden sollte, vermehrte sie nur den Übermut des Pöbels, der gar bald die in die Luft geknallten Pistolenschüsse verlachte. Am Ende wurde, wie bei solchen Gelegenheiten gewöhnlich, gegen Unschuldige losgebrochen und einige Spaziergänger mit Mißhandlungen auseinander getrieben. Dies ward unter großen Übertreibungen in das Palais Royal berichtet. Der Prinz hieß es, habe auf Weiber und Kinder•schießen lassen, und einem armen Greise, der am Wege gelegen und ihn kniefällig um Erbarmen gefleht, eigenhändig den Kopf gespalten. Da springt Camille Desmoulins, ein junger Advokat, auf einen Tisch, und spricht heftig zu dem versammelten Volke von den Gräueln der Tyrannei und von der Schmach der Unterdrückung. In der einen Hand hält er eine Pistole, in der andern einen bloßen Degen, mit dem er unter dem Geschrei: „Zu den Waffen, zu den Waffen“ durch die Luft haut. Die umstehende Masse stimmt ein, und als der Redner eine grüne Kokarde als Parteizeichen auf seinen Hut steckt, fällt alles über die Bäume her, um sich mit Blättern und grünen Zweigen zu bezeichnen. In diesem Augenblicke kommt der Herzog von Orleans von einer Spazierfahrt zurück, und da ein Haufe sich Hilfe flehend an seinen Wagen drängt, gibt er die Antwort: „Kinder, Ihr müßt Euch bewaffnen!“ Noch an demselben Abende wurden die Werkstätten aller Waffenschmiede geplündert. Auf dem Rathause waren die Wahlmänner von Paris versammelt, die sich aus eigner Macht zu einer volksvertretenden Behörde gestaltet und den Magistrat verdrängt hatten. Diese ließen sich bestimmen, Befehl zur Bewaffnung des Volks zu geben, und vorläufig einen Saal mit alten Waffen öffnen zu lassen. In der Nacht strömte Raubgesindel von allen Seiten herbei, um Beute zu machen; dazu gesellten sich mehr als zwanzigtausend Tagelöhner, größtenteils Fremde , die von der Regierung, wegen fehlender Geldmittel, aus den Steinbrüchen des Montmartre entlassen worden waren.  Am Morgen des 12ten ertönten von fünf Uhr an die Sturmglocken; die Mauthäuser und Barrieren standen in Flammen, und mehrere Warenläger wurden geplündert.

            In dieser Auflösung aller Bande der bürgerlichen Ordnung wird von den Wahlmännern die Errichtung einer Bürgermiliz von acht und vierzigtausend Mann nach den, zum Behuf der Wahlen, gemachten Abteilungen beschlossen, und die Bürger eilen, sich einschreiben zu lassen. Statt der grünen Kokarde, die als Farbe des Prinzen von Artois  gehässig erscheint, wird eine aus blau, rot und weiß, der Farben der Stadt Paris, zusammengesetzte Kokarde aufgesteckt, und ein Marquis de la Salle zum Kommandanten der Bürgerschaft ernannt. Vorläufig übt eine ungeheure Volksmasse, die auf dem Greveplatze vor dem Rathause sich drängt und unaufhörlich nach Waffen ruft, die höchste Gewalt aus, und von ihr empfängt der Ausschuß der Wahlherren im Innern des Rathauses Befehle. Flesseles, eines der ersten Magistratsglieder, der sich an die Spitze dieses Ausschusses gestellt hat, sucht die wirkliche Bewaffnung dieser tobenden Menge zu hintertreiben, indem er an mehreren Punkten der Stadt nach Waffen suchen läßt, die angeblich daselbst versteckt seien sollen, macht sich aber durch diese Täuschung, die nicht lange verborgen bleiben kann, als einen geheimen Volksfeind verdächtig.

            Endlich, am Morgen des 14. Juli, gelang es einem der nach Waffen herumziehenden Volkshaufen, im Hotel der Invaliden sich eines Vorrats von dreißigtausend Flinten zu bemächtigen. Wenige Schritte davon, auf dem Marsfelde, standen mehrere Regimenter Schweizer aufmarschiert, und sahen ruhig zu, weil ihr Befehlshaber Besenval, Neckers Landsmann, keine Anweisung hatte, und auf eigne Verantwortung keine Gewalt brauchen wollte. Von den Regimentern, die vor der Stadt gelagert standen, kamen die Soldaten truppweise herein, und verbrüderten sich mit dem Volke; die Garde aber ging, unter Aufsteckung der Pariser Kokarde, förmlich zu ihm über. Unterdes zog die Masse, die sich im Invalidenhause mit Waffen versehen hatte, gegen die Bastille. Diese alte, im vierzehnten Jahrhundert gegen die Engländer angelegte, dann zur Bezähmung der Hauptstadt und zum Gefängnis für Staatsverbrecher benutzte Festung, hatte unter der Regierung des gütigen Ludwig XVI. längst aufgehört, ein Kerker schuldloser Schlachtopfer zu sein; aber diese vormalige Bestimmung der Bastille lebte noch in der Erinnerung, und nachdem die Kunde von den geringen Verteidigungsmitteln – die ganze Besatzuiig bestand aus 115 Mann Invaliden und Schweizern — und die soeben erprobte Untätigkeit des Militärs die Furcht, die sonst zügelte, gehoben hatte, wandte sich der aufgeregte Haufe gegen die ehemalige Zwingstätte tyrannischer Herrschaft. Das Nächste, was die Befehlshaber der um Paris versammelten Truppen hätten tun sollen, Besetzung der Bastille durch einige Bataillons sicherer Truppen, war nicht geschehen. Dennoch wäre der Pöbel, bei der großen Festigkeit des Platzes, wohl zurückgewiesen worden, hätte den Gouverneur Launay nicht ebenso, wie die übrigen Kriegsbefehlshaber Unentschlossenheit ratlos gemacht. Er wollte sich schon bei der ersten Aufforderung ergeben, und wurde hiervon nur mit Mühe durch einen Schweizeroffizier von der Flue abgebracht. Unterdes waren die Ketten der ersten Brücke ungehindert zerhauen worden; erst, als sich die Masse in den Hof gegen die innere Zugbrücke drängte, um auch diese mit Gewalt niederzulassen, gaben die Invaliden Feuer, weil von der Flue drohte, seine Schweizer auf sie schießen zu lassen. Die Stürmenden prallten zurück; aber eine Friedensgesandtschaft vom Rathause bewirkte Einhalt, und der Haufe sammelte sich von neuem. Die Abgeordneten verlangten, ins Innere eingelassen zu werden. Launay vermutete eine Kriegslist, und ließ, da sich Leute an der Brücke zu tun machten, abermals schießen. Nun schreit alles Verrat; die Gesandtschaft zieht ab; die Masse nimmt fürchterlich zu; Gewehre werden abgeschossen, Kanonen herangeschleppt, das Haus des Gouverneurs und mehrere Gebäude des erstens Hofes in Brand gesteckt. Launay erklärt, es bleibe nichts übrig, als das Pulvermagazin anzuzünden. Da gibt die Besatzung Ergebungszeichen, und auf eine mit Bleistift geschriebene Kapitulation, welche von der Flue durch eine Schießscharte steckt und einer des Haufens auf einem Brette über den Graben holt, wird um fünf Uhr nachmittags die Brücke niedergelassen. Alsbald stürzt der wütende Pöbel hinein, ohne von der Kapitulation hören zu wollen. Die meisten Schweizer zwar entgingen dem Tode dadurch, daß sie über ihre Uniformen weiße Kittel zogen, und so für Eingekerkerte galten; aber die Invaliden, die Offiziere und der Gouverneur wurden nach dem Rathause gerissen, und der letztere schon unterwegs, der Major, der Aide-Major, der Lieutenant der Invaliden, auf dem Greveplatze ermordet, eben daselbst mehrere der Gemeinen an dem Laternenpfahle gehängt. Der Sitzungssaal des Ausschusses war voll bewaffneter Menschen. Freudenlieder, und dumpfe, abgebrochene Rufe nach Blut und Rache mischten sich schrecklich ineinander. Plötzlich nennen mehrere Stimmen den Vorsteher des Ausschusses, Flesseles, einen Verräter. „Ein volksfeindlicher Brief von ihm sei in der Tasche des Gouverneurs gefunden worden. Er solle zu seiner Rechtfertigung nach dem Palais Royal geführt werden.“ Der Unglückliche erklärt sich bereit, Und geht mitten durch die Menge die Treppe hinunter; aber•auf dem Platze fällt er durch einen Pistolenschuß; sein Kopf wird auf eine Stange gesteckt und, mit dem des Bastille-Gouverneurs und den abgehackten Gliedern der anderen Ermordeten, in den Straßen herumgetragen. Dieser•scheußliche Zug von Männern, Weibern, Kinder und Soldaten, der die erbeuteten Kanonen und die Gefangenen mit sich schleppt, wird überall von einer ungeheuren, zuschauenden Menge mit Jubel und Händeklatschen empfangen. Aus den Fenstern werfen Frauen Bänder, Blumen und Kränze herab, um die Urheber und Helden des ersten Tages der Französischen Freiheit zu begrüßen. Nacht und Regen machen diesen Auftritten ein Ende; aber auf ein Gerücht, daß die Truppen durch die Barrieren dringen, die Stadt anzünden und die Bewohner ermorden, ertönt die Sturmglocke von Neuem, die Nationalgarde – diesen Namen hat die Bürgermiliz sich beigelegt – greift zu den Waffen, die Straßen werden verrammelt, und die Steine des aufgerissenen Pflasters zur Zerschmetterung der Stürmenden in die obersten Stockwerke der Häuser getragen. Und doch verließ eben in dieser Nacht die auf dem Marsfelde versammelte Armee, auf königlichen Befehl, ihr Lager, und zog sich, mit Zurücklassung ihrer Zelte und Feldgeräte, eilfertig gegen Versailles.

            Dort hielt auf die Kunde von den ersten, in Paris ausgebrochenen Unruhen die Nationalversammlung Tag und Nacht ununterbrochene Sitzung. Ehe noch die Nachricht von Einnahme der Bastille eingelaufen war, schickte sie zweimal Botschaften an den König, und ließ ihn dringend um Rückziehung der•Truppen ersuchen. „Die Anwesenheit derselben sei die Ursache des Aufstandes. Die Bewachung der Hauptstadt müsse der Bürgermiliz anvertraut werden. Necker und die mit ihm abgegangenen Minister nähmen die Hochachtung und das Vertrauen der Nation mit sich, und die neuen Minister, wie alle anderen Ratgeber Seiner Majestät, von welchem Range sie auch sein möchten, würden persönlich für alles gegenwärtige und zukünftige Unheil verantwortlich gemacht.“ Aber beide Mal erhielt sie unbestimmte und ausweichende Antworten. Damals ward der Herzog von Orleans von seinen Anhängern aufgefordert, sich in den versammelten Staatsrat zu begeben, und dem Könige seine Vermittelung unter•der Bedingung anzubieten, daß er ihn zum Statthalter des Königreichs ernenne. Aber er konnte keinen Entschluß fassen, und gab sich bei dieser Gelegenheit als einen ganz untauglichen Gehilfen zur•Ausführung großer Dinge zu erkennen. Statt in den Rat des Königs zu treten, blieb er draußen an der Tür stehen, und als, nach beendigter Sitzung, Breteuil herauskam, wußte er in der Verwirrung nichts vorzubringen als die Bitte, Breteuil möge sich beim Könige verwenden, daß er nach England gehen dürfe, wenn die Angelegenheiten eine schlimme Wendung nehmen sollten.

            Ludwig selbst ward anfangs von den Personen seiner Umgebung in der gröbsten Täuschung gehalten. Hatten einige derselben anfangs vielleicht einen kleinen Aufstand nicht ungern gesehen, so versetzte sie jetzt ein vollkommener Aufruhr in die größte Bcsorgnis über die Festigkeit des gutmütigen Monarchen, dem Verhütung des Bürgermordes  als die erste seiner Fürstenpflichten erschien. Daher wurde alles aufgeboten, ihn zu beruhigen, es wurde ihm Pariser Theater- und Courszettel vorgelegt, die Breteuil in Versailles hatte drucken lassen. Als aber die Kanonenschüsse, die zu Paris fielen, bis in Versailles gehört wurden, und die Wahrheit sich nicht länger verbergen ließ, gab auch der König dem Verlangen der Nationalversammlung nach, und  erteilte den Befehl, der die auf dem Marsfelde stehenden Truppen zurückrief.

            • Jürgen II, da hast Du Dir aber echt wieder Mühe gemacht, danke!

              Weißt Du, ein Gutes hatte diese ganze Revolutions-Diskussion hier: Es zeigt einmal wieder deutlich, mit welch falschem Geschichtsbild man so teilweise durch die Welt läuft! Also, spreche jetzt für mich. Seit der Schule habe ich mich nie weiter mit Französische Revolution beschäftigt. Schon gar nicht in diesem Zusammenhang. Wozu? Das ist Vergangenheit. Neenee! Das ist noch gar nicht so lange her und hat sehr wohl etwas mit der Welt von heute zu tun! Das weiß ich mittlerweile auch. Nur, ich muß alles neu lernen, verstehst Du.

              Uns wurde erzählt, die Bauern haben den König fortgejagt, ergriffen und schließlich geköpft. Für ein besseres Leben. Findet man natürlich gut! Immer für die Kleinen. Naja, und dann kam ja auch ein Kleiner…ein kleiner Imperialist. Was der im Sinn hatte, seine Motivationen und Hintergründe sollte ich mir jetzt auch lieber noch mal aus einem völlig neuen Blickwinkel anschauen.

              Ist schon traurig. So werden wir erzogen und getrimmt und merkens nicht mal. Schüler glauben es! Ein Lehrer ist schließlich eine Respektsperson. Doch vermutlich wußte der Lehrer es selbst nicht besser? So wie die Kinder, die heute für´s Klima durchdrehen; im Geiste beschnitten von ihren grünen "Gärtnern". Daher kommen ja auch botanische Begriffe wie Kindergarten. Kleine Pflänzchen heranziehen. Anschließend beschulen/zurechtstutzen. Dann "universal" (UNI) veredeln. Schon hat man einen Zombie, haha! Nun ja, so ungefähr. Zum Glück war ich nie oft da.

              Gut, danke Dir. Wie immer sehr aufschlußreich. 🙂

              LG Zulu

               

               

               

               

              • 17.02.2019

                Wir sind so verflechtet in ein Lügengebilde, daß wir unmöglich klar in die Zukunft sehen können, weil wir so absolut unklar in die Vergangenheit sehen.  Wir sind Fischen in einem Aquarium vergleichbar, die meinen ihre Welt sei die einzige richtige und wahre.  Und in dieser falschen Ansicht werden wir bestätigt, auch bei unschuldigsten Berichten im Fernsehen.  Andrea Grießmann stößt auf die bösen "Nazis" in Kreta, Tamina Kallert auf einen jüdschen Friedhof, den seltsamerweise die bösen "Nazis" nicht zerstört haben und Harald Lesch erläutert, Nürnberg sei besonders schwer von den Alliierten zerstört wurde, weil Hitler dort seine Reichsparteitage abgehalten habe.  

                Und im Herrn der Ringe Nr. 3 spornt Aragorn sein Heer zur Entscheidungsschlacht an mit den Worten:  "Männer des Westens …", was bedeuten soll: der gute Westen kämpft gegen so böse Unholde wie Sauron, Hitler oder Putin und ihre Orks.

                Jeden Abend kommt Hitler mit einer neuen Einsicht zu Wort, weil Hitler jeden Tag erneut bekämpft werden muß.  Dabei könnte man sich diese Propagandaaktion ersparen, wenn man nicht unbedingt Tabus pflegen wollte, sondern ihn einmal selbst zu Wort kommen lassen würde ohne theatralische Videos.  

                Die tägliche Anti-Hitler-Progaganda läuft weiter auf der Vorlage von Rauschning, Hermann: "Gespräche mit Hitler", deren Besonderheit jedoch darin besteht, daß Rauschning Hitler nie persönlich getroffen hat, seine Gespräche also frei erfunden sind.

                https://www.zvab.com/servlet/SearchResults?sts=t&cm_sp=SearchF-_-home-_-Results&an=rauschning&tn=Gespr%E4che+mit+Hitler&kn=&isbn=

                Heute abend:  Tagesschau24, 20:15,   Widerstand gegen Hitler, der Diplomat Duckwitz.
                18.02.:  Phoenix, 20:15, Schatten über München, Der Aufstieg  Adolf Hitlers
                19.02.:  Phoenix 18:30, Wiederholung vom Vortag, Welt:  20:15 Spezialkommandos im Zweiten Welrkrieg, SAS gegen Rommel
                21.02.: Phoenix, 20:15, Hitlergruß und nasse Hose
                23.02.:  n-tv, 20:15, Hitlers Aufstieg und Untergang, der Opportunist, der Schauspieler, 6 Teile
                24.02.:  ZDFInfo, 20:15, Countdown zum Untergang, Täuschung September – Dezember 1937, Erpressung Januar – April 1938 usw.  
                usw.

                Wie wärs, wenn die Herrschaften einmal Stellung nehmen würden zu den Aussagen in Hitlers Reden:

                http://gruenguertel.kremser.info/wp-content/uploads/HitlerReden_1941_1942.pdf

                 15. Juli 1941, fünf Monate vor Kriegserklärung:
                „Schieß-Befehl“ Roosevelts an die amerikanische Flotte auf deutsche Kriegsschiffe.

                1. November 1941:
                Dementi der Reichsregierung in einer Note an alle Neutralen über die Lügen des amerikanischen Staatspräsidenten Roosevelt von deutschen Angriffsplänen auf Mittel- und Südamerika sowie der geplanten Beseitigung aller Religionen.

                Hitler am 11. Dezember 1941 über die unentwegte Alarmierung der amerikanischen Bevölkerung vor überraschenden Angriffen der Deutschen, die keinen einzigen Flugzeugträger besaßen, durch Roosevelt:

                "Vom Juli 1940 steigern sich die Maßnahmen Roosevelts immer mehr, um, sei es durch den Eintritt amerikanischer Staatsangehöriger in die britische Luftwaffe oder durch die Ausbildung von englischem Flugpersonal in den Vereinigten Staaten, den Weg zum Kriege selbst zu finden. Und schon im August 1940 erfolgt die gemeinsame Aufstellung eines militärischen Programms für die Vereinigten Staaten und Kanada. Um aber nun die Bildung eines amerikanisch-kanadischen Verteidigungskomitees wenigstens den größten Dummköpfen plausibel erscheinen zu lassen, erfindet er von Zeit zu Zeit Krisen, in denen er tut, als ob Amerika von einem Überfall bedroht sei, was er seinem – schon wirklich erbarmungswürdigen – Anhang dadurch suggeriert, daß er plötzlich Reisen abbricht, in höchster Eile nach Washington zurückfährt, um solcherart die Gefährlichkeit der Situation zu unterstreichen."

          • 17.02.2019

            Noch einmal für Zulu: König Ludwig XVI. und seine Verteufelung durch den öffentlich-rechtlichen Rundfunk:

            https://www.wissenschaft.de/magazin/weitere-themen/die-vier-tode-ludwigs-xvi/

            "Mit Ludwig XVI. bestieg 1774 ein Monarch den französischen Thron, der zwar Gut- und Sanftmütigkeit besaß, dem aber wesentliche Tugenden eines Staatsoberhaupts in krisengeschüttelten Zeiten fehlten, wie Kraft, Mut und politische Klugheit. Am 21. Januar 1793 setzte ein denkbar knapper Mehrheitsentscheid der Mitglieder des Nationalkonvents seinem Leben ein Ende.

            Ludwig XVI. starb, nachdem er bis zum Schluß seine Unschuld in einem rechtswidrigen Gerichtsverfahren beteuert hatte, auf dem Revolutionsplatz (heute Place de la Concorde) in Paris unter der Guillotine. Bevor seine letzten Worte auf einen Wink des Scharfrichters Sanson im Trommelwirbel des Exekutionstribunals erstickten, zeigte er gleichwohl Entschlossenheit. Mit dem Tod vor Augen, versuchte er ein letztes Mal, zu seinem Volk zu sprechen: „Franzosen, ich sterbe unschuldig, ich verzeihe den Urhebern meines Todes, und wünsche, daß mein Blut nicht auf Frankreich zurückfalle.“ Die öffentliche Hinrichtung Ludwigs XIV. war ein einmaliger Vorgang in der europäischen Geschichte."

            http://www.epoche-napoleon.net/de/quellen/1792/12/25/testament-louis-xvi.html

            Testament Louis XVI.
            vom 25.12.1792.

            "Im Namen der allerheiligsten Dreieinigkeit, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Heute am fünfundzwanzigsten Tag des Dezembers tausendsiebenhundertzweiundneunzig erkläre ich, Ludwig XVI. meines Namens, König von Frankreich, der ich von denen, die meine Untertanen waren, seit über vier Monaten mit meiner Familie im Turm des Templé in Paris eingesperrt und jedweder Verbindung, seit dem elften dieses Monats selbst mit meiner Familie, beraubt bin; der ich über dies in einen Prozeß verstrickt bin, dessen Ausgang infolge der menschlichen Leidenschaften unmöglich vorhergesehen werden kann und für den man in keinem bestehenden Gesetz irgend Vorwand oder Handhabe findet; der ich nur Gott zum Zeugen meiner Gedanken habe und keinen außer Ihm, an den ich mich wenden könnte, erkläre ich hier vor seinem Angesicht meinen letzten Willen und meine Gesinnung.

            Ich vermache meine Seele Gott, meinem Schöpfer; ich bitte Ihn, sie in seiner Barmherzigkeit anzunehmen, sie nicht nach Verdienst zu richten, sondern nach dem unseres Herrn Jesu Christi, der sich Gott, Seinem Vater, für uns Menschen zum Opfer dargebracht hat, so unwürdig wir dessen sind, und ich zuvörderst."

            "Alle die, welche ich vielleicht durch Unachtsamkeit beleidigt haben kann (denn ich erinnere mich nicht, jemanden wissentlich beleidigt zu haben), oder die, denen ich ein schlechtes Beispiel oder Ärgernis gegeben haben kann, bitte ich, mir das Böse zu vergeben, das ich ihnen nach ihrem Glauben getan haben kann.

            Ich bitte alle barmherzigen Seelen, ihre Gebete mit den meinigen zu vereinigen, um von Gott die Vergebung meiner Sünden zu erlangen.

            Ich vergebe von ganzem Herzen denen, die sich zu meinen Feinden gemacht haben, ohne dass ich ihnen irgendeinen Grund dazu gegeben hätte; und ich bitte Gott, ihnen zu vergeben und ebenso denen, die durch falschen oder schlecht verstandenen Eifer mir viel Übles getan haben.

            Ich empfehle Gott meine Frau und meine Kinder, meine Schwester, meine Tanten, meine Brüder und alle die, die mir durch die Bande des Blutes oder auf irgendeine andere Art, welche es auch sei, verbunden sind."

            In seinem Testament gedenkt er besonders seiner Kinder, die aber alle ein unglückliches Schicksal hatten.  Es zeigt wieder, daß ein gutes Herz auch die ganze eigene Familie auslöschen kann!

            http://www.navigator-allgemeinwissen.de/die-wichtigsten-fragen-und-antworten-zur-weltgeschichte/fruehe-neuzeit-1450-1789/frankreich-1450-1789/marie-antoinette/1529-wie-viele-kinder-gingen-aus-der-ehe-zwischen-marie-antoinette-und-ludwig-xvi-hervor.html

            "Wie viele Kinder gingen aus der Ehe zwischen Marie Antoinette und Ludwig XVI. hervor?

            Insgesamt vier. Nur eines davon überlebte die Französische Revolution. Selbst wenn man mit der Absetzung von Ludwig XVI. und Marie Antoinette sympathisiert, ist die Geschichte ihrer Kinder sehr tragisch.

            Nach langen Jahren der Kinderlosigkeit kam im Dezember 1778 Marie Thérèse Charlotte zur Welt. Danach folgten im Oktober 1781 Louis Joseph Xavier François, im März 1785 Louis-Charles und im Juli 1786 Sophie-Beatrix.
            Schicksal der Kinder

            Das jüngste Kind starb zuerst. Sophie-Beatrix wurde nur 11 Monate alt.

            Das zweite Kind und zugleich der erste Sohn, Louis Joseph Xavier François, starb kurz vor Ausbruch der französischen Revolution im Alter von sieben Jahren an Rachitis.

            Am traurigsten ist das Schicksal von Louis-Charles, dem zweiten Sohn. Auch er wurde nur zehn Jahre alt. Er starb 1795 im Gefängnis, in dem er auch nach der Hinrichtung seiner Eltern bleiben musste. Die letzten Jahre wurde er dort mehr oder minder allein gelassen. Ein neunjähriger Junge, ohne Eltern, allein im Gefängnis. Gestorben ist Louis-Charles wahrscheinlich an Tuberkulose. Er wird von einigen Chronisten als Ludwig der XVII. geführt, obwohl er nie regierte.

            Nur das erste Kind erreichte das Erwachsenenalter.

            Die erste Tochter, Marie Thérèse Charlotte, geriet während der französischen Revolution in Gefangenschaft, wurde aber nicht hingerichtet und 1795 im Austausch für Kriegsgefangene an Österreich übergeben."

            https://de.wikipedia.org/wiki/Louis_Charles_de_Bourbon

            "Louis Charles wurde als zweiter Sohn Ludwigs XVI. und dessen Gemahlin Marie Antoinette geboren. Nach dem Tod seines älteren Bruders 1789 wurde er Dauphin (Kronprinz).

            Louis Charles wurde im Vorfeld des Prozesses gegen seine Mutter gefoltert, um Aussagen zu erzwingen, die belegen sollten, dass Marie Antoinette ihren Sohn zu sexueller Unzucht gezwungen habe.

            Nach der Hinrichtung seiner Eltern im Jahr 1793 wurde der Schuster Antoine Simon, ein Jakobiner, beauftragt, ihn zu einem „guten Bürger“ zu erziehen. Nachdem Simon am selben Tag wie Maximilien de Robespierre und andere Jakobiner am 28. Juli 1794 ebenfalls auf der Guillotine hingerichtet worden war, lebte das Kind im Temple-Gefängnis auf sich allein gestellt weiter und starb im Juni 1795 im Alter von zehn Jahren. Die Ursache seines frühen Todes ist nicht mit Sicherheit bekannt; es wird eine Tuberkuloseerkrankung vermutet."

  4. Nun hast Du ja das Referat geschrieben, Jürgen II! 🙂
    Aber es ist interessant mit der Wahrheitsfindung. Wohl ähnlich Platon´s Höhlengleichnis…ja.

    Lag ich ich doch nicht ganz falsch, jedenfalls mit der Rolle Marie Antoinette´s, oder?
    Salopp gesagt: Ludwig war eher ein Dussel und sie die treibende Kraft.

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