
von Hans-Günter Appel (ansage)
Das Abschalten von intakten Kern- und Kohlekraftwerken bedeutet einen immensen Verlust an Volksvermögen zu Lasten der Steuerzahler. Die grünen Demonstrationen gegen die Kernkraftwerke und später gegen die Kohle- und Gaskraftwerke zeugen von erschreckenden Defiziten naturwissenschaftlicher Kenntnissen der Teilnehmer und beteiligten Politiker. Diese haben ganz offensichtlich keine Vorstellung, wie sehr verfügbare preiswerte Energie unser Leben, unseren Alltag und unsere Zivilisation erst möglich macht. Jeder von uns nutzt Energie, die der Arbeitskraft von mehr als 10 Menschen entspricht. Ohne diese Energie würden wir in der Steinzeit leben – mit einer Lebenserwartung von etwa 30 Jahren.
Deutschland hat nach dem letzten Krieg eine zuverlässige Stromversorgung aufgebaut. Das Rückgrat waren Kohlekraftwerke in Verbrauchernähe. Früh hat Deutschland die Forschung und Entwicklung zur Stromerzeugung aus Kernkraft aufgenommen. 1961 ging das erste Kernkraftwerk ans Netz. In den nächsten 28 Jahren übernahmen 19 Kernkraftwerksblöcke ein Drittel der Stromversorgung in Deutschland. Der preiswerte und verlässliche Atomstrom trug wesentlich zum wirtschaftlichen Aufstieg bei. Kohle- und Kernkraftwerke waren sichere und preiswerte Stromerzeuger.
Proteste mit falschen Argumenten gegen Kernkraftwerke
In den letzten zwei Jahrzehnten vor 2000 kam es dann zu immer stärkeren Protesten der grünen Bewegung gegen den Bau und Betrieb von Kernkraftwerken. Mit falschen Behauptungen, wurden dabei gezielt Ängste in der Bevölkerung geschürt. Die Gefahr durch havarierte Kernkraftwerke wurde mit der von Atomsprengköpfen gleichgesetzt. In einer absurden Fehleinschätzung der realen Wahrscheinlichkeiten und Risiken wurde ausgemalt, wie ein GAU (größter anzunehmender Unfall – die Kernschmelze) über Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte große Gebiete unbewohnbar machen, die austretende Strahlung hundertausende Menschen töten und die Zahl von Fehlgeburten und Missbildungen über Generationen erhöhen würde.
Dies alles ist nicht eingetreten. Mehr noch: Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki haben mit ihrer unheimlichen Sprengkraft zwar viele Menschen getötet, doch langfristige Folgen durch Kernstrahlung auf die Natur sind nicht bekannt. Die Überlebenden dieser Bombenabwürfe und deren Nachkommen wiesen keine vermehrten Fehlgeburten und Missbildungen. Das Gleiche gilt auch für die Menschen, die in der Umgebung von Tschernobyl und Fukushima während der dortigen Reaktor-Unfälle lebten. In Tschernobyl gab es – laut Wikipedia – etwa 50 Tote durch den eigentlichen Reaktorunfall, alle gehörten zum Betriebspersonal oder zu den Rettungskräften. Die meisten davon starben an zu hohen Strahlendosen. War sind verschiedene NGOs der Ansicht, dass die Spätfolgen des Unfalls über eine Million Todesfälle verursachten; doch sowohl die UN als auch sach- und fachkundige Organisationen wie das Tschernobyl-Forum und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bezeichnen solche Angaben als übertrieben und fordern detaillierte Dokumentationen. Viele Medien haben solche NGO-Verlautbarungen als Schreckensnachrichten verbreitet, ohne auf Zweifel hinzuweisen.
Kohle sollte Kernkraft ersetzen
Die Proteste und Demonstrationen mit Unterstützung der grünen linkslastigen Medien hatten Erfolg: Regierung und Bundestag beschlossen, die Kernkraftwerke stillzulegen. Damals war wenigstens allen Beteiligten noch eines bewusst: Für eine sichere und bezahlbare Stromversorgung braucht Deutschland regelbare Kraftwerke mit einer ausreichenden Momentan-Reserve. Die Kernkraftwerke sollten daher durch Kohlekraftwerke ersetzt werden. In Wilhelmshaven wurde der Bau von drei weiteren Kraftwerken zusätzlich zu dem bereits vorhandenen Uniper-Kraftwerk mit Importkohle als Brennstoff geplant.
Doch nur eines wurde gebaut. Weitere Projekte waren über ganz Deutschland verteilt. Die Abschaltung der intakten Kernkraftwerke war die erste große Aktion der Grünen zur Vernichtung von Volksvermögen. Die Betreiber mussten entschädigt werden, um Insolvenzen zu vermeiden, die die Stromversorgung gefährdet hätten. Die Staatskasse und damit der Steuerzahler mussten die Verluste tragen. Der Wertverlust waren viele Milliarden Euro im zweistelligen Bereich.
Abschalten der Kohlekraftwerke macht Strom noch teurer
Doch kaum war man sich über den Ersatz der Kernkraftwerke durch Kohlekraftwerke einig, forderten die grünen Politiker, auch die Kohleverbrennung einzustellen. Das durch die Verbrennung entstehende Kohlenstoffdioxid (CO2) würde durch Absorption von Infrarot-Strahlung die Erde kritisch erwärmen, Naturkatastrophen vermehren und verstärken und so die Erde unbewohnbar machen. Die Verbrennung von Kohle, Erdgas und Erdöl müsse daher gestoppt werden. Die Energieversorgung sollte ausschließlich durch die Nutzung von Wind und Sonne erreicht werden. Mit diesen falschen oder unvollständigen Argumenten wurde das Kohleaustiegsgesetz erlassen – mit detaillierten Angaben zu den Abschaltterminen. Geregelt wurden die Entschädigungen für die freigesetzten Mitarbeiter der Kraftwerke und für die Kaufkraftverluste in der Region.
Die Aufgabe der Kohlekraftwerke ist der nächste große Verlust an Volksvermögen, den wiederum der Steuerbürger tragen muss. Der Widersinn dieser Politik zeigt sich am Kraftwerk Moorburg bei Hamburg: Dieses wurde als Ersatz für die Kernkraftwerke gebaut und nach wenigen Betriebsjahren im fast neuen Zustand, wieder abgeschaltet – obwohl es eine der saubersten, sparsamsten und effizienten Kraftwerke seiner Art weltweit war. Zwischenzeitlich wurde es gesprengt. Die vorsätzliche Zerstörung wichtiger Anlagen macht ein Wiederanfahren unmöglich. Hier wurde – und wird – weiteres Volksvermögen vernichtet.
Mit der grünen “Energiewende” weiter in die Rezession
Und die weitere Vernichtung ist bereits geplant: Statt sicherem und preiswertem Kohlestrom soll teurer Strom aus noch zu bauenden Gaskraftwerken das Stromnetz stabilisieren. Denn inzwischen ist es auch den grünen Ideologen klar geworden, dass eine Stromversorgung mit ständig schwankenden Wind- und Solarstrom nicht möglich ist. Es handelt sich bei den “Erneuerbaren” um Fakepower. Mal gibt es zu viel Strom, der unter Zuzahlung, also weit unter den Gestehungskosten, entsorgt werden muss, mal gibt es zu wenig, dann drohen Stromabschaltungen von Betrieben oder Stadtteilen. Diese Planungen wird weiter verfolgt, obwohl dadurch die CO2-Emissionen bei der Verstromung nur geringfügig vermindert werden. Wird verflüssigtes Erdgas (LNG) verwendet, sind die CO2-Emissionen sogar höher als bei der Stromerzeugung mit Kohle, weil zum Verflüssigen des Gases viel Energie verloren geht. Die geplanten Gaskraftwerke sind unsinnige Investitionen von 60 Milliarden Euro, die den Strompreis weiter in die Höhe treiben.
Die grüne “Energiewende”, der inzwischen fast alle Parteien in Deutschland das Wort reden, muss und wird Deutschland zwingend weiter in die Deindustrialisierung führen. Grüne Politik erschöpft sich weitgehend in Verboten; die “Energiewende” gehört dazu. Sie verteuert Energie, den Schlüssel zum Wohlstand. Nur verlässliche und preiswerte Energie kann die deutsche Wirtschaft stabilisieren und sichern. Energie von Sonne und Wind ist weder verlässlich noch preiswert. Das bieten nur die Energieträger Kohle, Erdgas, Erdöl und Kernkraft. Diese gilt es zu nutzen; sie aus ideologischen Gründen abzulehnen, führt zur Vernichtung von Industrie und Volksvermögen.
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Weiter so! Diese grünen Dummköpfe sollten noch einmal zur Schule gehen, um einiges über Strom dazuzulernen! Aber wer sich die Vertreter der Grünen und Linken im Parlament anschaut, erhält eine Lehre über Angemessenheit der politischen Arbeit – und Etikette! Hinzu kommt das unsägliche Verhalten während politischer Diskussionen….