Deutschland forciert Umstellung der zivilen Wirtschaft auf Kriegsindustrie

Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) und Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) haben klargestellt, dass sie bis weit in die 2030er Jahre hinein hochmoderne Waffensysteme entwickeln, produzieren lassen – und beschaffen wollen. Zu diesem Zweck wollen sie beispielsweise die Automobilindustrie auf Rüstung umstellen.

Quelle: transition-news

«Aufrüstung um jeden Preis» lautet das Motto in Deutschland und der EU-Kommission, die vor allem von Deutschen dominiert wird. Schon im September hatten wir darauf hingewiesen, dass die Wirtschaft in Deutschland derzeit umgebaut wird: von zivil zu militärisch in Richtung Kriegstüchtigkeit. Damals hatten wir über eine neue Initiative informiert, die sich bemüht, die Standorte solcher Aktivitäten online sichtbar zu machen, um vor Ort Widerstand organisieren zu können.

Angesichts der deutschen Geschichte sind solche Entwicklungen beunruhigend – und sie sollten bei den Regierungschefs anderer europäischer Länder die Alarmglocken läuten lassen. Die Kriegstreiberei deutscher Politiker wird durch ihre Worte untermauert, wobei es keine Rolle spielt, ob sie aus dem sozialdemokratischen oder christdemokratischen Lager kommen. Das Kabinett von Friedrich Merz (CDU) ist hinsichtlich dieser Aufrüstungspläne auf Linie.

Belegt wird diese Haltung durch ein Video, das der Finanzjournalist Ernst Wolff auf X geteilt hat. Darin propagieren Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) und Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) ihre Absichten, die zivile Industrie auf Rüstung umzustellen. In diesem Sinne erklärte Pistorius in einem ARD-Beitrag:

«Die Trennung zwischen Rüstungs- und ziviler Industrie macht keinen Sinn. Klar ist: Die Rüstungsindustrie wird in den kommenden Jahren deutlich mehr produzieren. Wir haben die Aufträge schon mit dem Sondervermögen von 100 Milliarden Euro massiv erhöht und wir werden auch bis weit in die 2030er Jahre hinein hochmoderne Waffensysteme entwickeln und produzieren lassen – und beschaffen. Und wir müssen in der Lage sein, die Produktionslinien in kürzester Zeit hochzufahren. Das gilt für Massenfertigung von Drohnen und Munition, aber eben auch für Hochwert- und Hochtechnologieprodukte. Wie wollen und müssen die Produktionskapazitäten erhöhen.»

Reiche blies in die gleiche Kriegsfanfare:

«Wir haben gelernt, wo es schon heute technologische Überschneidungen gibt, wo industrielle Stärken, die wir im Land haben, zusammengeführt werden können mit den Bedarfen der klassischen Rüstungsindustrie. Die Automobilindustrie, um ein Beispiel zu nennen, verfügt über Kompetenzen, die derzeit im Verteidigungsbereich dringend gebraucht werden. Leichtbau, moderne Antriebstechnologien, Sensorik, Software, hochpräzise Qualitätssicherung – all das lässt sich gezielt auf militärische Anwendungen übertragen.»

Überzeugen Sie sich selbst. Zum Abspielen des Videos einfach auf das Bild klicken:

Wolff kommentiert diese Aussagen so: «Die Minister Pistorius (SPD) und Reiche (CDU) – zynische Wegbereiter einer Kriegswirtschaft – hätten auch in Deutschlands dunkelsten Zeiten Regierungsämter ausüben können.»

Quelle:

Transition News: Neue Initiative will Militarisierung in Deutschland verhindern – 27. September 2025

X: Ernst Wolff – 3. Dezember 2025

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