„Der Zug ist abgefahren und niemand kann ihn aufhalten“

Paul Craig Roberts (antikrieg)

Dies sind die Worte von Serbiens Präsident Aleksander Vucic. Er sollte es wissen. Er ist mittendrin im Geschehen. Er glaubt, dass sich Europa in „nicht mehr als drei oder vier Monaten“, wenn überhaupt, im Krieg mit Russland befinden wird.

Präsident Vucic sagt: „Niemand versucht, den Krieg zu verhindern. Niemand spricht von Frieden. Frieden ist fast ein verbotenes Wort“.

Der ungarische Regierungschef Viktor Orban vertritt eine ähnliche Ansicht wie der slowakische Präsident Robert Fico, der kürzlich ein Attentat überlebte.

In Westeuropa, Großbritannien und Washington sprechen alle von einem größeren Krieg mit Langstreckenraketen, die für Angriffe tief in Russland eingesetzt werden. Solche Angriffe können das besiegte ukrainische Militär nicht wiederbeleben. Ihr Zweck scheint zu sein, Russland zu einem Vergeltungsschlag zu provozieren, den Washington zur Ausweitung des Krieges nutzen kann.

Präsident Vucic hat Recht. Der Westen unternimmt keine Anstrengungen – im Gegenteil, er vermeidet alle Anstrengungen, die gefährliche Situation zu entschärfen. Stattdessen gießt der Westen mit Langstreckenraketenangriffen und mit der Entsendung französischer Truppen in die Ukraine Öl ins Feuer.

Es war von Anfang an völlig klar, dass Putins begrenzter, langwieriger Krieg es dem Westen ermöglichte, sich immer mehr in den Konflikt einzumischen, so dass der Konflikt jetzt wirklich zwischen dem Westen und Russland ausgetragen wird. Wie Präsident Vucic sagt, geht es jetzt um das Prestige des Westens, und der Westen kann nicht zulassen, dass Russland die Oberhand gewinnt.

Es scheint, dass Putin endlich erkannt hat, dass der Krieg nicht mehr auf den Donbass beschränkt bleibt, sondern zu einer größeren Bedrohung geworden ist, über deren Bedingungen Russland nicht verhandeln kann.

Jetzt, da Putin in die Ecke gedrängt wird und die Aussicht besteht, dass die NATO-Raketen tief in Russland eindringen, ist die Erwartung von Präsident Vucic, dass ein Krieg unmittelbar bevorsteht, verständlich. So wie sich die Dinge entwickeln, hängt die Vermeidung eines Krieges davon ab, wie viele Provokationen der Kreml akzeptieren wird und wie lange. Putin muss die Ukraine schnell aus dem Krieg herausholen, bevor sich die Ukraine mit NATO-Militärs füllt.

Die Amtszeit von Zelenski ist abgelaufen, was ihn illegitim macht. Die russischen Streitkräfte sollten Kiew schnell einnehmen und eine neue Regierung einsetzen, die mit der Ukraine als neutralem Land und der Wiedervereinigung des Donbass mit Russland einverstanden ist.

Ich weiß nicht, ob Putin noch Zeit hat, einen größeren Krieg zu vermeiden, indem er den aktuellen Konflikt schnell gewinnt, oder ob er mit zu geringem Einsatz gekämpft hat und nicht über die nötige Truppenstärke verfügt, um Kiew einzunehmen und das Land zu kontrollieren.

Wenn Putin sein Ziel zu eng gesteckt hat und zu sparsam mit seinen Mitteln umgegangen ist, hat er sich einen größeren Krieg eingehandelt.

 

Hier finden Sie das Interview Alle Zeichen stehen auf einen grossen Krieg: Serbiens Präsident Vucic über die düstere Gegenwart (auf englisch mit deutschen Untertiteln), das Präsident Vucic am 8. Juni Roger Köppel von der WELTWOCHE gegeben hat.

erschienen am 13. Juni 2014 auf > Paul Craig Roberts‘ Website > Artikel

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„Der Zug ist abgefahren und niemand kann ihn aufhalten“
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10 Kommentare

  1. „Der Hauptfeind Serbiens und Kroatiens sind das Jugoslawentum und die Ex-Kommunisten. Es ist falsch zu behaupten, die Serben und Kroaten würden sich seit jeher hassen. Ihr gegenseitiger Haß begann erst mit der Entstehung des Zwangsstaates Jugoslawien im Jahre 1919 und dann nochmals nach der Wiedergeburt des zweiten Jugoslawien 1945“ — Tomislav Sunić

    „Der Hauptfeind ist der Liberalismus!“, tomsunic.com, Deutsche Stimme 2/2013

  2. „Einem diplomatischen Disput vorhergehend äußerte der kroatische Ministerpräsident Andrej Plenković, daß Kroatien und Serbien „nicht gleich“ seien. Der serbische Außenminister Ivica Dačić antwortete daraufhin, daß der Unterschied darin bestehe, daß Serbien im Zweiten Weltkrieg nicht an der Seite Hitlers stand und keinen „Holo*****“ durchgeführt hat.“

    Točno je da nismo isti, Srbija nije bila uz Hitlera, vijesti.hrt.hr, 01.05.2018

  3. Aleksandar Vučić ist der Präsident eines kleinen Landes, Serbien, der gute Einsichten hat, diese aber auch nicht aussprechen darf, weil er zwischen den geopolitischen Blöcken hin und her jonglieren muß. Herr Köppel hat zwar immer das richtige gesagt und gefragt, aber seine Fragen würden die mächtigen Politiker nicht beantworten und der kleine Vučić erst recht nicht. So fragte er Vučić , warum alle Massenmedien alle immer mehr in dieselbe Kriegspopsaune stoßen. Der Grund ist natürlich ganz einfach: Es sind alle einheitlich orchestrierte jüdische Massenmedien. Da diese jedoch die Welt beherrschen, darf man dies nicht sagen, vor allen weil sie alle vom Prinzip so verlogen sind und dies leugnen würden. Ein einzelner Wahrheitsmitteiler hat natürlich bei der Massen der Dummköpfe keine Chance gegen ein Heer von Lügnern, die alle stramm auf Linie sind und wie der Rundfunk sich aus 10 Milliarden Euro GEZ-Steuer jährlich alimentiert. Schon nach der Röhrensprengung war Vučić sehr vorsichtig. Er sagte seinen Militärs: Wie wissen wohl, wer das gemacht hat, sagte aber nicht wer, weil es sowieso ein offenes Geheimnis war. Da der „Westen“ nur von Krieg und Sieg gegen Rußland schwafelt, schlußfolgert Vučić messerscharf, daß Frieden keine Chance hat und der Tanz auf dem Pulverfaß demnächst zum Krieg führen muß.

    Vučić schwant auch, daß die Aufteilung Jugoslawiens durch die Nato, um zwei muslimische Staaten (Bosnien und Kossovo) in Europa als muslimisches Trittbrett zu schaffen, auch für Rußland vorgesehen ist. Zwanzig kleine russische Nachfolgestaaten sollen entstehen, alle gegeneinander aufgehetzt, um dem anglo-zionistischen Westen den Rebbach zu sichern. Putin hat bisher für Rußland divide et impera verhindert!

    Vučić sieht deutlich, daß es eine Frage der Gesichtswahrung des „Westens“ ist, nicht zu verlieren, zumal die Deutungshoheit über die mehr als 500.000 getöteten ukrainischen Soldaten dem Westen nur verbleibt, wenn er gewinnt. Aber auch Putin kann nicht riskieren zu verlieren, damit Rußland nicht in 20 kleine Nachfolgestaaten zerfällt.
    Interessanerweise sprach Vučić von den 300 Jahren „westlicher“ Herrschaft, womit er nur die freimaurerisch-jüdisch kosmopolitische Zusammenarbeit seit der Französischen Revolution meinen kann, die in ihren Menschenrechten vor allen Dingen auch die Rechte der Juden betonte, die nunmehr zu Staatsbürgern wurden, nachdem sie zuvor immer als Ausländer angesehen wurden, was Hitler wieder erreichen wollte.

    Als Vučić von Köppel zum eventuellen Demokratiedefizit der Russen angesprochen wurde, fragte er, warum die (mündigen) Deutschen in ihrer „Demokratie“ die russischen Sender abgestellt bekamen.

    Natürlich sieht Vučić doppelte Moral, wenn die Grenzen der Ukraine unantastbar sind, die Nato aber einfach den Serben einen Landstrich (Kossovo) wegnahm.

    Als Köppel ihn dann fragte, was wohl aus der EU wird, und was sagt er zu dem erstarkenden Islam und dem Migrationsdruck. Da konnte der arme Vučić nur antworten, daß er uns das beste wünscht. Immerhin wußte er bei der Religionsfrage den Unterschied zwischen agnostisch und atheistisch.

    Als Präsident eines kleinen Landes gibt er sich große Mühe seine Serben voranzubringen und hat für alle Fälle diverse Vorräte angelegt: Mehl, Zucker usw. Dies hat unsere schwachköpfige Regierung bestimmt nicht gemacht. Warten wir mal ab, ob und wann dies irae kommt.

  4. Uiuiui, Pistolius, da hast Du Dich aber verschätzt mit Deinem kriegstüchtig werden bis 2029. Manchmal denke ich wirklich, dass der „Westen“ mal eine ordentliche Backpfeife bekommt. Vielleicht hat Putin ein Ass im Ärmel, wer weiß das schon. Aber ein Nato-Land wird er ganz sicher nicht angreifen. Wäre ich Bundeskanzler von Deutschland, hätte ich mich schon längst für neutral erklärt und mich aus dem von den USA provozierten Krieg in der Ukraine herausgehalten. Ganz egal ob das dem Besatzer schmeckt oder nicht. Irgendwann muß halt mal Butter bei die Fische. Ich hoffe, die deutsche Bevölkerung reagiert auf das unsägliche Kriegsgetrommel dieser Unterwürfigen in Berlin nach dem Motto: Stell dir vor es ist Krieg und keiner geht hin.
    Ich will druschba mit Russland und keine Raketen in meinem Garten. Punkt!

    • „Wäre ich Bundeskanzler von Deutschland, hätte ich …“

      Nun, wenn ich an Robert Fico denke, dann kann ich mir nicht vorstellen, daß dies eine gute Idee wäre, denn dann würde das große Halali zur Hasenjagt geblasen.

  5. Ich habe dieses Video mit halber Geschwindigkeit und ohne Ton genau verfolgt, um über das Gesagte besser nachdenken zu können.

    Da der Krieg von Washington gewollt ist, sehe ich keine Möglichkeit mehr ihn zu verhindern.

    Auch Hitler hatte bis zuletzt versucht, den Krieg zu verhindern, aber was kann man schon erreichen, wenn die andere Seite partout nicht will.

    Ich hoffe, dass Putin mehr Erfolg bei seinen Bemühungen hat, den ganz großen Konflikt zu verhindern, allerdings schwindet die Hoffnung dafür immer mehr.

    Insgesamt ein sehr gutes Interview, das auch meinen bescheidenen Hochizont etwas erweitert hat, mich aber doch Recht ratlos zurück gelassen hat …

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