Der Untergang des Abendlandes

Von Hans-Jürgen Geese (anderwelt)

Eines der meistgelesenen Geschichtsbücher des 20. Jahrhunderts kam im Jahre 1918 heraus, nachdem der Autor 1917, also inmitten des Ersten Weltkrieges, sein Werk abgeschlossen hatte. Zitat: “Der Titel bezeichnet eine welthistorische Phase vom Umfang mehrerer Jahrhunderte, in deren Anfang wir gegenwärtig stehen.” Der Autor: Oswald Spengler. Das Buch: “Der Untergang des Abendlandes.”

Spengler war überzeugt, dass sich in seinem Geist ein Gedanke entwickelt hatte, der nicht durch seine eigene Willenskraft aus ihm heraus entstanden war, sondern der unbewusst in der Zeit wirkte und sich lediglich in ihm Bahn gebrochen und ihn als Botschafter eines Schicksals ausersehen hatte. Was durchaus sein könnte. Denn Propheten gab es zu allen Zeiten. Allerdings müssen wir heute feststellen, dass diese erwähnte “welthistorische Phase” nicht “mehrere Jahrhunderte” brauchte, um zur Reife zu gelangen, sondern dass sie kaum mehr als 100 Jahre währte. Denn wer spüren will, der spürt doch heute, wer Augen hat, der sieht doch heute, dass der Untergang des Abendlandes wahrscheinlich in seine letzte Phase eingetreten ist. Die Zeichen drängen sich dem sensiblen Zeitgenossen geradezu auf. Ein gigantischer Bruch in der Geschichte steht uns bevor.

Das Buch war von Anbeginn weltweit ein Bestseller. Nie zuvor hatte jemand versucht, eine “morphologische Geschichtsbetrachtung” anzustellen, also eine Struktur im Ablauf der Jahrtausende menschlichen Wirkens, über verschiedene Kulturen, aufzuspüren. Sozusagen die unveränderlichen und unabdingbaren Gesetze Gottes bei der Schöpfung von Geschichte. Wobei die Beschränkung seines Schaffens bereits von Spengler selbst im Vorwort der Neubearbeitung 1922 angestellt wurde: “Ein Denker ist ein Mensch, dem es bestimmt war, durch das eigene Schauen und Verstehen die Zeit symbolisch darzustellen.” Womit er seine eigene Lebenszeit meinte. Eine Zeit des Krieges. Eine Zeit der Verherrlichung des Krieges: “Ich habe nur den Wunsch beizufügen, dass dies Buch neben den militärischen Leistungen Deutschlands nicht ganz unwürdig dastehen möge.” Mit Demokratie hatte der gelehrte Mann wahrlich nichts im Sinn. Er war vielmehr auf der Suche nach Cäsaren, nach angeblich historischen Führungsgestalten der Völker, die von – in seinen Augen – edlem Größenwahn befallen waren.

Den Willigen führt das Schicksal, den Unwilligen zerrt es dahin“

Ich habe dieses Buch nie gemocht, denn der gute Oswald Spengler irrte meiner Meinung nach massiv. Spengler spricht nämlich am Schluss klar und fälschlich folgendermaßen hinsichtlich unseres zu erwartenden Schicksals in angehender Zeit: “Es handelt sich in der Geschichte um das Leben und immer nur um das Leben, die Rasse, den Triumph des Willens zur Macht, und nicht um den Sieg von Wahrheiten, Erfindungen oder Geld.” Sie sehen schon, der Mann war ein Fan von Nietzsche. Dabei hat sich das Schicksal doch gerade andersherum entwickelt. Geld regiert die Welt. Was dem hehren Gelehrten zuwider war. Also ein großer Fehler da im großen Denken. Allerdings haben mir schon immer die allerletzten Sätze seines Werkes gefallen: “Eine Aufgabe, welche die Notwendigkeit der Geschichte gestellt hat, wird gelöst, mit dem einzelnen oder gegen ihn.” Und zur Bekräftigung dieses Kerngedankens seines imposanten Gedankenhimmels schließt er mit einer Weisheit auf Latein: “Ducunt fata volentem, nolentem trahung”(“Den Willigen führt das Schicksal, den Unwilligen zerrt es dahin”). Das ist doch was!

Letztendlich geht es also um die Frage, ob das Leben vorherbestimmt ist oder nicht. Und welche Rolle Sie, verehrte Leserin, verehrter Leser, darin spielen sollen. Oder vielleicht doch nicht? Nein, Spengler meinte hier lediglich ausgewachsene, größenwahnsinnige Potentaten. Eben nicht Sie und mich. Dabei sollten doch gerade Sie und ich vor allem diese Frage auf unser eigenes Leben anwenden. Denn, mal angenommen, diese Sache mit dem Schicksal sollte wirklich zutreffen, dann müsste doch sogar die Ameise davon betroffen sein. Alles muss im Detail ineinanderfassen, abgestimmt sein auf den festgelegten Ausgang. Und dann wären Sie und ich doch wohl gut beraten, uns auf diese Frage stets emsig einzulassen und dem Gott oder den Göttern des Schicksals per Treueeid zu vergewissern, dass wir willig bereit sind, zu tun, was wir tun sollen. Meine persönliche Erfahrung weist aus, dass dies fürwahr eine weise Empfehlung für den Lebensweg darstellt. Es ist doch wohl angenehmer, von dem Schicksal brav geführt zu werden, als durch peinigendes Leiden letztendlich solange weich geprügelt zu werden, bis wir endlich zustimmen, die Wahrheit zu schauen und auf dem uns zugewiesenen Lebensweg zu wandeln.

Das war es auch schon. Das ist eigentlich alles, was Spengler uns auf sage und schreibe 1195 Seiten mitteilen wollte. Er hätte es auch kürzer sagen können. Aber es schickt sich nun einmal für einen Gelehrten nicht, mit 100 Seiten vorlieb zu nehmen und unverblümt Tacheles zu schreiben. Ach ja, er war klug genug, sich nicht konkret über die Zukunft auszulassen. Selbst 1917 war es bereits für einen aufgeweckten Geist sichtbar, dass die Zukunft mit all den neuen Technologien nicht nur anders, sondern radikal anders als die Vergangenheit sein würde. Und schon gar nicht konnte er auch nur im Entferntesten erahnen, dass die Menschen auf die Idee verfallen würden, sich vom lieben Gott abzuwenden und einen neuen Mechanismus für ihr Schicksal einzurichten, der dem lieben Gott Konkurrenz machen sollte, entsprechend dem Motto: “Dem werden wir es mal zeigen.”

Die Raserei der Zeit

Oswald Spengler starb am 8. Mai 1936. Stellen Sie sich einmal vor, der Mann würde morgen auferstehen, und Sie würden ihn durch Deutschland führen. Da könnte er dann den Fortschritt seiner Vorhersagen selbst begutachten. Meine Vermutung lautet, dass der liebe Gott sich schon etwas dabei gedacht hat, dass dergleichen nun einmal nicht geschehen kann. Wir sind wirklich Kinder unserer Zeit. Was Sie auch daran erkennen, dass alte Menschen irgendwann einmal feststellen, dass sie nicht mehr in die aktuelle Zeit hineinpassen und ihren Tod geradezu herbeisehnen. Was vor allem in solch einer schnelllebigen Zeit wie heute sicherlich recht häufig passiert. Weil es eine völlig sinnlose Raserei ist.

Es hat wohl noch nie im Laufe der Geschichte eine schnellebigere Zeit gegeben als heute. Noch vor kurzem war die Faxmaschine eine bestaunte Innovation, die Unglaubliches leistete, so unglaublich, dass wir damals im Büro skeptisch den Empfänger anriefen, um sicher zu gehen, dass der Vertrag auch wirklich eingetroffen war. Wir trauten dem Ding einfach nicht über den Weg. Und heute?

Nicht wenige kluge Leute behaupten, dass die Zeit nicht nur schnell, sondern viel zu schnell läuft, so schnell, dass der Mensch nicht mehr nachkommt, so schnell, dass der Mensch sich nicht mehr anpassen kann, aber doch durch Druck “aufgefordert” oder gezwungen wird, sich anzupassen. Man könnte sogar durchaus die These aufstellen, dass der Mensch mit seinem Menschsein mittlerweile auf der Strecke geblieben ist. Der Mensch dreht durch. Was wohl von bestimmten Kräften in der Gesellschaft genauso gelenkt ist. Immer schneller und schneller und noch schneller. Die teuflische Beschleunigung soll absichtlich zum Kollaps führen. Und dieser Kollaps, ein flapsig Wort, führt eben genau in diesen “Untergang des Abendlandes” von Oswald Spengler. Allerdings eben ohne Gott. Es ist ein von dunklen Mächten absichtlich und hinterhältig geplanter und – durch ansteigende Plagen – mit Gewalt provozierter Kollaps. Von wegen Schicksal! Menschenwerk!





Mephistopheles lässt nicht locker

Ursprünglich sollte die Technologie dem Menschen dienen. Nicht umgekehrt. Die Technologie sollte zum Segen der Menschen aufgebaut werden. Die Technologie sollte den Menschen befreien und ihm endlich erlauben, sein wahres, edles, göttliches Menschentum zu entwickeln. Der Mensch als Mensch im Mittelpunkt. Nicht Technologie um der Technologie willen. Doch die Technologie geriet irgendwann leider außer Rand und Band. Jetzt versklavt sie gar die Menschen. Gott aus dem Handy. Cyborgs demnächst, je nach Vorliebe, bestellt bei Amazon. Wenn das der Oswald Spengler gewusst hätte. Er konnte es nicht wissen. Und so schreitet der Untergang des Abendlandes voran, aber doch anders als gedacht.

Keine Eroberung mehr mit Riesenheeren. Es ist vielmehr ein Erobern mit Einschlafpillen. Es ist ein Erobern mit Mitteln der Manipulation. Mit Technologien. Ohne Gewalt. Wir Menschen lassen das mit uns machen, wir lassen uns antreiben, wir lassen uns kontrollieren und dirigieren von mehr und mehr technischen Klabautereien, von technischen Spielereien, von Zaubertricks, die doch eigentlich gar keinen wesentlichen Beitrag zum Wohle der Menschheit leisten. Oftmals nicht einmal mehr das, sondern sie schaden der Menschheit sogar.

Und immer wieder Babylon

Was soll denn dieser Klamauk über die Weltraumflüge, bei denen ein paar superreiche Menschen Purzelbäume im All schlagen? Bevor wir alle zum Mond fliegen: Warum kümmern wir uns nicht erst einmal um die Säuglingssterblichkeit in der Dritten Welt oder entsorgen das Hungerproblem? Das wäre alles heute technisch machbar. Es ist wirklich machbar, wenn wir nur wollten. Das wird aber nicht geschehen, weil die Mächtigen in ihrer Egomanie daraus keinen Vorteil für sich ziehen. Unser aller Glückseligkeit ist denen vollkommen egal. Letztendlich herrschen sie und ihresgleichen, weil sie das meiste Geld haben. Und daher die Macht. Nicht weil da – laut Oswald Spengler – “magische Seelen” am Wirken sind oder “historische Pseudomorphosen” in den Ablauf von Geschichte eingreifen. Pustekuchen. Geld regiert die Welt. So simpel. Der arme Oswald hat sich all die Mühe gemacht mit diesem dicken, klugen, ach so eindrucksvollen Buch. Über 1.000 Seiten. Und wofür? Ich weiß es nicht. Früher, in der Schule, erhielten wir solche Arbeiten mit dem Vermerk zurück: “Thema verfehlt”.

Das wahre Leben

Aber das ist nun doch wirklich ein wenig überzogen. Und die These hinter dem prächtigen Titel stimmt doch. Na also. Dann bleibt uns nur noch, jetzt Geschichte vom Kopf auf die Füße zu stellen, hineinzugreifen ins pralle, wahre Leben und in Dimensionen zu denken und zu handeln, die unserem ursprünglichen Schicksal der kleinen Wesen auf Erden mit großen Träumen angepasst erscheinen. Und wo wir kleinen Wesen auch wirklich “Weltgeschichte” bewegen, also unseren kleinen Beitrag leisten können. Denn wir kleinen Wesen haben einen entscheidenden Vorteil dem Herrn Spengler gegenüber: Wir kennen das wahre Leben. Wohingegen der Herr Oswald Spengler ein reiner Theoretiker war, der schöngeistig daherschwafeln konnte und großartige Wolkenschlösser zu bauen wusste, die in geistigen Stratosphären eindrucksvoll dahinschwebten.

Ich gestehe, das ist ein wenig zu respektlos gesagt. Der Mann hatte fürwahr ein hartes Schicksal in der wirklichen Welt. Es ist erstaunlich, dass er überhaupt dieses Buch geschrieben hat. Denn er schlug sich als recht armer Mann so durchs Leben. Bis er auf diesen einen großen Gedanken stieß, vielmehr, bis dieser große Gedanke ihn fand. Dieser Gedanke, der nach dem Ende des Krieges in die Zeit passte wie die berühmte Faust auf das Auge, der den Deutschen in schwierigen Zeiten Trost zusprach und ihr Versagen in eine größere Weltenmaschinerie einordnete, für die sie nun wirklich keine Verantwortung übernehmen konnten. Und so warteten sie auf den Weltenerlöser, von dem Spengler träumte. Der kam dann auch, jedoch nicht für Spengler, der zwar Hitler traf, aber der enttäuscht war von dem Mann. Und sonst? Es bleibt eigentlich nur noch eine Erstaunlichkeit zu vermelden: Spengler sah den Untergang des Deutschen Reiches innerhalb von zehn Jahren voraus (korrekt!) und starb doch tatsächlich an einem 8. Mai (Tag der deutschen Kapitulation) im Jahre 1936. Ich würde die These aufstellen, dass das Leben dieses Mannes interessanter ist als sein Buch.

Das Schicksal ist heute unter menschlicher Kontrolle

Solche sinngebenden Bücher wie “Der Untergang des Abendlandes” werden heute auch noch geschrieben. Aber nicht mehr von ahnungslosen, idealistischen Gelehrten, die im bitterkalten Stübchen, von Geistern geplagt, die Seiten vollschmieren. Denn die Geschichtsschreibung ist heute sozusagen professionalisiert. Die Geschichtsschreibung existiert nicht mehr um ihrer selbst willen. Sie erfüllt heute einen ganz konkreten Zweck. Sie ist ein Werkzeug in der Hand von hinterhältigen Gesellen. Wie gesagt, niemand verlässt sich mehr auf den lieben Gott. Nichts geschieht mehr “zufällig” oder von unsichtbaren Händen geleitet. Die Hände sind sehr sichtbar. Schließlich wird der Geschichtsverlauf heute von riesigen Netzwerken intelligenter Menschen geplant und gemanagt wie ein Unternehmen. Wie ein Weltunternehmen. Siehe 9/11, siehe Corona. Da wird in Strategien gedacht und gemacht, da werden detaillierte Aktionspläne erstellt, da werden Ressourcen zugeteilt und am Ende, werden vor allem Soll und Haben verglichen. Die wurschteln nicht so einfach vor sich hin. Geschichtsentwicklung heute braucht eine wohl verwaltete Infrastruktur und ein vorher bestimmtes Ziel.

Es wird Sie interessieren zu erfahren, dass auch Sie zu dieser Infrastruktur gehören. Seit letzter Woche sogar offiziell. Letzte Woche gab es nämlich große Aufregung im US-Parlament, als einer der Oberklugscheißer der Demokratischen Partei doch tatsächlich ohne Scham von “human infrastructure” sprach. Was für eine Demütigung für unsere Spezies. Und auf einmal plappern die auf allen Kanälen mit den gleichen Worten. Da können Sie mal sehen, was aus dem Ebenbild Gottes geworden ist. Da können Sie mal sehen, was aus dem Fingerzeig Gottes oder dem Mantel Gottes geworden ist, von dem der olle Bismarck so schwärmte und den er damals noch gerade mal so packen konnte. Heute sind solche Märchen nicht mehr gefragt. Es geht nüchtern und sehr konkret zur Sache. Ergebnisse in Heller und Pfennig sind alles, was zählt. Wie sonst soll man das alles messen und managen und kontrollieren und den Fortschritt auf Erden erfassen? Die Herrscher dieser Welt werden Sie daher demnächst sicherlich darüber informieren, was für einen Wert Sie darstellen für diese Sklavenhalter, und Sie werden erfahren, ob Sie sich überhaupt noch als Mensch rentieren. Ein Grauen, ein Alptraum erwartet uns. Wenn der Oswald Spengler gewusst hätte, in was für einem Wolkenkuckucksheim er damals lebte.

Der Mann schaffte sich seine eigene Welt, in der er sich wie in einem Hollywood-Film austoben konnte. Mit Realität hatte der nichts am Hut. Nicht mit der Realität, wie wir sie heute verstehen. Der Spengler wollte keine Bilanzen aufmotzen. Der wollte einfach nur vor sich hin träumen. Einfach so. Warum auch nicht? Und recht, recht hatte er letztendlich trotzdem. Der Titel des Buches lügt nicht. Hier ist der Beweis:





Der Untergang des Abendlandes am Beispiel USA

Die Vereinigten Staaten von Amerika, September 2021 – Der Untergang des Abendlandes, demonstriert in sieben Episoden aus den USA:

  1. Über die Grenze zu Mexiko kommen täglich Tausende von Menschen ungehindert in die USA. Mindestens zwei Millionen bis Jahresende. Niemand hält sie auf. Die Regierung unternimmt absolut nichts, um den Strom zu stoppen.
  2. Krankenschwestern werden entlassen, weil sie sich nicht impfen lassen. Die Elite der US- Armee, Navy Seals und andere werden entlassen, weil sie sich nicht impfen lassen. Die Warnung von Offizieren: Sollte der Impfstoff schließlich ernsthafte Nebenwirkungen auslösen, könnte die ganze US-Armee lahmgelegt sein. Aber die Flüchtlinge werden nicht getestet, tragen oft keine Maske, sind ungeimpft und können frei herumlaufen.
  3. Joe Biden hat ein Budget eingereicht, das Billionen von Dollar aufwendet, um u.a. den angeblich von Menschen geschaffenen Klimawandel zu bekämpfen. Was das Geld tatsächlich bewirken soll, ist offen. Sicher ist, dass all die Billionen bestimmte Leute sehr reich machen werden. Man kann Klimawandel nicht erkaufen. Das ist absurd. Jedoch, der total verblödete und total korrumpierte Kongress wird das alles abnicken.
  1. In einer Präsentation im Abgeordnetenhaus sprach der Vortragende der Regierung von “menschlicher Infrastruktur”. Das ist die neue Sprachregelung, um klarzustellen, dass der Mensch in der Zukunft in den USA wie ein Ding behandelt wird. Der Mensch als Mensch wird damit abgeschafft.
  2. Der größte Staat der USA, Kalifornien, versinkt in Skandalen, versinkt in Schuldenbergen, in den Unfähigkeiten der Politiker, in Mord und Totschlag. In den großen Städten vegetieren Zehntausende in Zelten auf den Straßen, spritzen sich Drogen und krepieren in aller Öffentlichkeit. Und der Gouverneur dieses Trümmerlandes wird per Wahl im Amt bestätigt.
  3. Auf den Universitäten wird die Impfpflicht eingeführt – und fast alle kuschen. Die sogenannte geistige Elite dieses angeblich von Gott auserwählten Landes kapituliert vor einem Grippevirus, berauscht sich an Hysterie und Unterwerfung. Der gesunde Menschenverstand ist tot.
  4. Die Demokratie existiert nur noch auf dem Papier. Der Rechtsstaat existiert nur noch auf dem Papier. Parteien bilden keine Alternativen mehr zur Regierung, sondern sind alle mit der Regierung verkuppelt. Das System hat sich selbst schachmatt gesetzt. Man kann auch sagen: Es hat sich selbst ad adsurdum geführt. Es war einmal ein Land mit Namen Amerika. Einst Leuchtturm der Freiheit. Heute ein Land von Sklaven.

Buckhead City, Atlanta

Im Norden der Stadt Atlanta, der Hauptstadt des Bundeslandes Georgia, gibt es einen Stadtteil mit Namen Buckhead, in dem aufmüpfige Bürger schlicht und einfach die Schnauze voll haben von den schreienden Unfähigkeiten der Stadtverwaltung und deshalb beschlossen, ihre eigene Stadt, “Buckhead City”, zu gründen. Nach dem Motto: “Wenn ihr Politiker nicht wollt oder könnt, dann machen wir das eben selbst.”

Trotz offensichtlicher Verfehlungen der Stadtverwaltung, die eine Zunahme von Mord in Buckhead um 133 % im Vergleich zu 2019, die eine Zunahme von Schießereien um 164 % und anderer Verbrechen doch mit Entsetzen zur Kenntnis nehmen müsste und in einer Krisensitzung umgehend Abhilfe schaffen müsste, passiert nichts. Die Politiker ignorieren einfach die Probleme, ignorieren die Realität und verwalten wie gewohnt weiter vor sich hin. Außer Spesen nichts gewesen. Und arrogant bis in die Haarspitzen.

Die Bürgermeisterin von Atlanta, die Farbige Keisha Lance Bottoms, war übrigens eine der Kandidatinnen für den Posten der Vizepräsidentin unter Joe Biden. Das reicht eigentlich schon aus, um zu beschreiben, mit was für einer Person wir es hier zu tun haben. Schein über Sein, Inkompetenz, Korruption und Glamour um die eigene Person. Sie erfüllt alle Anforderungen eines modernen Politikers.

Die gute Frau Bottoms ist allem Anschein nach völlig überfordert. Sie zelebriert mehr ihr Amt, als dass sie die Ärmel hochkrempelt und richtige Probleme für richtige Menschen löst. Diese Beschreibung könnte man schon als eine Beschreibung für den Prototypen vom modernen Politiker in vielen Städten Amerikas heute benutzen. Inkompetenz wohin man schaut. Die Straßen in den Städten weisen riesige Schlaglöcher auf, die Infrastruktur insgesamt fällt auseinander, die Stromversorgung bricht zusammen, der Zusammenhalt der Gemeinden wird durch absichtlich provozierte Polarisierungen innerhalb der Gemeinschaften zerstört. Was sollen die Bürger also anderes machen, als die Verwaltung in ihre eigenen Hände zu nehmen?

Das Schicksal in die eigenen Hände nehmen

Also beauftragten die guten Bürger von Buckhead einen Spezialisten mit seinem Team von der Universität, doch mal zu recherchieren, ob Buckhead als eigene Stadt überleben könnte. Und siehe da, es ergab sich, dass unter einer straffen, kompetenten Verwaltung die Bürger von Buckhead sich nicht nur eine gut bezahlte Polizei leisten könnten und alle anderen Leistungen, die in einer Stadt notwendig sind, es ergäbe sich am Ende des Jahres sogar ein beachtlicher Überschuss im Budget. Und das alles unter direkter Kontrolle der Bürger selbst. Der Aufschrei war groß. Wie können die es wagen? Dummerweise hatten die weisen Bürger von Buckhead auch noch an die Mitbürger in der Nachbarschaft gedacht. Denn die Bürger von Buckhead sind bereit, ihren Anteil an den Verwaltungsaufgaben zu leisten, die sie auch in Zukunft in der Stadt Atlanta in Anspruch nehmen würden (wie auch zum Beispiel den Service einiger Schulen). Na also!

Nächstes Jahr wird abgestimmt. Es ist in den USA übrigens gar nicht so selten, dass die Bürger die Dinge in die eigenen Hände nehmen, sich trennen und eine separate Gemeinde einrichten. Schließlich waren es die Bürger selbst, die vor etwa 250 Jahren ein ganzes Land gründeten und sich bis heute gewisse Grundrechte nicht haben nehmen lassen, vor allem dann nicht, wenn es um Rechte im eigentlichen Leben in den Gemeinden geht. Was der Biden da schwätzt, ist denen zum großen Teil egal. Aber nicht, was in ihrer Gemeinde passiert. Ich frage Sie: Ist das irgendwie kompliziert? Das ist doch Demokratie so wie sie sein sollte.

Die Frage ist natürlich, ob die Kraft in den Gemeinden – wie in Buckhead – ausreichen wird, um die Vereinigten Staaten von Amerika vor dem materiellen und moralischen Bankrott zu retten. Es wird noch viel schlimmer kommen müssen, bis genug Leute aufwachen und die Mistgabeln aus der Scheune holen.

Hans-Jürgen Geese zeigt uns mit seinen Analysen vom anderen Ende der Welt, wie in kleineren, überschaubaren Ländern Probleme und Entwicklungen wie unter dem Brennglas sichtbar werden. Man kann dort schon jetzt sehen, wohin der Weg auch bei uns führen soll. In diesem Sinn kann ich Ihnen nur empfehlen, sich mit dem Werk des Herrn Geese zu beschäftigen: „Ausverkauf vom Traum Neuseeland“ Er beginnt damit, wie in Neuseeland bereits 1984 das Modell gefahren worden ist, nach dem dann nach 1990 Deutschland und Europa in den Turbokapitalismus getrieben worden ist. Mich jedenfalls hat dieses Werk so beeindruckt, dass ich es ohne Zögern in den AnderweltVerlag aufgenommen habe. Bestellen Sie Ihr Exemplar direkt beim Verlag hier oder erwerben Sie es in Ihrer Buchhandlung.

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