Der Schuss ins eigene Knie: Das Ende des Wohlstands in Europa

Der Wohlstand in Europa – und vor allem in Deutschland – ist das Ergebnis billiger Energie. Der wirtschaftliche Erfolg Deutschlands wäre ohne billige Energieträger unmöglich gewesen, aber die will die Politik nun nicht mehr haben.


Quelle: anti-spiegel

Man muss es so deutlich sagen: Ohne billige Energie wäre der deutsche Wohlstand unmöglich gewesen. Die Kerne des deutschen Wohlstandes waren Industrieprodukte wie Autos, Maschinenbau, chemische Industrie und andere. Wenn ich vor einigen Jahren die These aufgestellt hätte, dass all das nur aufgrund billiger Energie möglich war, dann hätte man mir geantwortet, dass das Unsinn sei, schließlich wurde immer gesagt, dass der wirtschaftliche Erfolg Deutschlands auf der Produktivität der deutschen Industrie beruht.

Der Schlüssel ist billige Energie

Heute sehen wir, dass das der wahre Unsinn ist, denn auch die hohe Produktivität war nur dank billiger Energie möglich. Die Energiekosten in Europa und Deutschland gehörten zu den niedrigsten weltweit, was den europäischen Wohlstand erst möglich gemacht hat.

Klar, für private Verbraucher in Deutschland ist Energie schon lange nicht mehr billig, aber das ist eine Folge der Politik, die auf die Energiekosten Steuern (beim Benzin) oder alle möglichen anderen Abgaben (zum Beispiel bei den Strompreisen) aufgeschlagen hat. Aber die Kosten für die Energieträger selbst, vor allem beim Strom, waren auch in Deutschland im weltweiten Vergleich unter den niedrigsten.

Der Grund ist das russische Gas, das erstens günstig gefördert wird, zweitens mit Pipelines transportiert wird, was der kostengünstigste Weg ist, und drittens waren es die langfristigen Verträge mit russischen Anbietern, in denen de facto eine Art Rabatt eingerechnet war, denn die langfristigen Verträge brachten den Russen die nötige Planungssicherheit für die Erschließung neuer Gasfelder, die Milliardeninvestitionen erfordern.

Eigene Fehler

Zuerst hat man in Deutschland und Europa auf den Irrweg der „grünen“ Energien gesetzt, der 2021 seine Schwächen gezeigt hat, als im Sommer der Wind für die Windkraftanlagen ausgeblieben ist, was zu der Gaskrise ab Oktober 2021 geführt hat, weil das Gas, das eigentlich für den Winter in die Speicher gepumpt werden sollte, im Sommer zur Stromerzeugung verfeuert wurde, um den fehlenden Wind zu ersetzen.

Daraus hat man in der EU und in Deutschland aber nichts gelernt. Stattdessen rufen die EU-Kommission und die Bundesregierung nach einem beschleunigten Ausbau der alternativen Energien, um das Problem zu lösen, dass der Ausbau der alternativen Energien gebracht hat. Auf solche Ideen muss man erstmal kommen!

Neue Probleme

Bekanntlich will man in Brüssel und Berlin nun möglichst schnell auf das billige russische Gas verzichten. Damit wird endgültig und unwiderruflich das Ende des Wohlstandes eingeleitet, denn Russland findet andere Abnehmer für sein Gas in Asien. Indien und China freuen sich über neue russische Pipelines. Dadurch werden diese Länder wirtschaftlich noch stärker, während Europa dann teureres Flüssiggas auf dem Weltmarkt kaufen und dabei mit anderen Interessenten in einen Bieterwettstreit um die Lieferungen von Flüssiggas einsteigt.

Wie unberechenbar diese Wette auf Flüssiggas ist, hat gerade ein Feuer in einer der größten US-Anlagen zur Herstellung von Flüssigerdgas (LNG) für den Export gezeigt. Am 8. Juni kam es um 11.40 Uhr lokaler Zeit in Quintana, etwa 112 Kilometer südlich von Houston, zu einer Explosion. Die Anlage, in der fast 20 Prozent der gesamten US-LNG-Exporte abgewickelt werden, wird für mindestens drei Wochen außer Betrieb sein, der weltweite Gaspreis ist sofort gestiegen. An der holländischen Börse, an der das Gas in der EU gehandelt wird, stieg der Preis am Folgetag um fast 13 Prozent.

Damit aber nicht genug, denn auch Spanien, das sich bisher weitgehend aus den europäischen Gasproblemen raushalten konnte, weil es aus Nordafrika beliefert wird, hat nun Probleme. Das ist besonders ärgerlich, weil manche Politiker in der EU gehofft haben, Spanien könnte die Probleme in Europa mit seinem afrikanischen Gas zumindest ein wenig lindern.

Der Kern des Problems ist das Gebiet Westsahara, um das sich Marokko und Algerien streiten. Spanien hat in der Frage bisher Algerien unterstützt, diesen Kurs aber vor wenigen Tagen geändert und sich auf die Seite Marokkos gestellt.

Darüber war man in Algerien so verärgert, dass man umgehend einen 20 Jahre alten Freundschaftsvertrag mit Spanien gekündigt und einen Handelskrieg mit Spanien ausgerufen hat. Dazu gehört, dass Algerien die Lieferverträge für Gas nach Spanien kündigt. Natürlich muss auch Algerien sein Gas verkaufen, aber der Preis wird für Spanien stark steigen. An der holländischen Börse sind die Gaspreise daraufhin noch einmal um 12 Prozent gestiegen.

Eine Zusammenfassung

Ich werde jetzt noch einmal die Gründe für die Energiekrise in Europa zusammenfassen und auch noch einmal auf die Folgen der Politik der EU für den Wohlstand der Menschen in der EU – und damit auch in Deutschland – eingehen. Dazu greife ich auf Inhalte anderer Artikel zurück, die ich in letzter Zeit dazu geschrieben habe.

Aufgrund der aktuellen Entwicklungen und auch der schwerwiegenden und wahrscheinlich unumkehrbaren Folgen der Politik der EU-Kommission, halte ich es für wichtig, all das nochmal in einem einzigen Artikel zusammenzufassen. Sollten Sie Teile davon schon gelesen haben, springen Sie einfach zur nächsten Überschrift weiter.

Die Gründe für die Energiekrise in Europa

Über die Gründe für die Energiekrise in Europa habe ich oft berichtet, aber zum Verständnis fasse ich sie hier noch einmal kurz zusammen.

Erstens: Der Winter 2020/2021 war kalt, weshalb viel Gas verbraucht wurde. Pipelines und Tanker reichen nicht aus, um im Winter genug Gas nach Europa zu bringen, weshalb die Gasspeicher normalerweise im Sommer aufgefüllt werden. Das ist in diesem Jahr ausgeblieben und während die Gasspeicher normalerweise zu Beginn der Heizsaison zu fast 100 Prozent gefüllt sind, waren es in diesem Jahr nur knapp 75 Prozent.

Zweitens: Die Energiewende hat zu einem zu großen Anteil von Windenergie am Strommix geführt. Da der Sommer 2021 aber außergewöhnlich windstill war, fehlte die Windkraft und es wurde unter anderem Gas zur Stromerzeugung genutzt, das eigentlich in die Speicher hätte geleitet werden müssen.

Drittens: Der Wunsch vieler europäischer Politiker, russisches Gas durch vor allem amerikanisches Flüssiggas zu ersetzen, hat dazu geführt, dass in Europa nun Gas fehlt. Der Grund: In Asien waren die Gaspreise im letzten Sommer noch höher als in Europa und die fest eingeplanten amerikanischen Tanker sind nach Asien gefahren, anstatt nach Europa.

Viertens: Die Reform des Gasmarktes der letzten EU-Kommission hat den Handel mit Gas an den Börsen freigegeben. Dadurch wurde Gas zu einem Spekulationsobjekt. Während Gazprom sein Gas gemäß langfristiger Verträge für 230 bis 300 Dollar nach Europa liefert, ist es für die Importeure ein gutes Geschäft, das Gas an der Börse für 1.000 und mehr Euro weiterzuverkaufen und diese Spekulationsgewinne in Höhe von mehreren hundert Prozent in die eigene Tasche zu stecken.

Der Absturz der Realeinkommen

Der Wohlstand in Deutschland und anderen EU-Staaten schmilzt wie ein Schneeball in der Sonne. Ende Mai hat die EU eine Maßnahme beschlossen, die diesen Trend noch einmal stark verschärfen wird.

Das Realeinkommen wird wie folgt definiert:

„Das Realeinkommen ist ein Indikator, welcher die Kaufkraft unter Berücksichtigung der Inflation darstellt. Es beschreibt folglich die Menge an Gütern, die man mit dem Nominaleinkommen käuflich am Markt erwerben kann.“+

Im Klartext beschreibt das Realeinkommen die Kaufkraft. Wenn die Realeinkommen steigen, können die Menschen sich mehr leisten, wenn sie fallen, werden die Menschen ärmer, auch wenn ihre Gehälter auf dem Papier steigen, sie sich wegen der steigenden Inflation jedoch weniger leisten können.

Die Realeinkommen sind in Deutschland seit 2020 stark gesunken. Die Covid-Maßnahmen haben dazu geführt, dass die Realeinkommen im zweiten Quartal 2020 um 4,7 Prozent eingebrochen sind. Das ist ein absoluter Rekord, denn der bis dahin höchste Rückgang der Realeinkommen in Deutschland seit dem Jahr 2000 fand als Folge der Finanzkrise 2008 statt: Im 2. Quartal 2009 sind die Realeinkommen um 0,9 Prozent gesunken.

Was wir seit 2020 erleben, hat es seit dem Krieg noch nie gegeben und die Politik tut de facto nichts dagegen, sondern trifft weiterhin Entscheidungen, die den Prozess sogar noch beschleunigen. Im letzten Quartal sind die Realeinkommen in Deutschland um 1,8 Prozent gefallen, das ist nach den 4,7 Prozent im zweiten Quartal 2020 und nach einem Rückgang um 2 Prozent im ersten Quartal 2021 der dritthöchste Wert seit dem Jahr 2000.

Was wir derzeit erleben, ist eine massenhafte Verarmung breiter Schichten der Bevölkerung, wie die Tafeln bestätigen. Immer mehr Menschen in Deutschland sind in den letzten Jahren auf die Tafeln angewiesen, wenn sie nicht hungern wollen. Die Lage ist also, auch wenn das noch nicht alle Menschen in Deutschland spüren, ausgesprochen dramatisch.

Die Verarmung ist hausgemacht

In den Medien wird formuliert, dass die Covid-Pandemie für die Verarmung in den Jahren 2020 und 2021 verantwortlich war. Das ist jedoch nicht wahr, denn der Grund für die massiven Rückgänge der Realeinkommen war nicht Covid-19, der Grund waren die von den Regierungen verhängten Maßnahmen, mit denen Covid-19 bekämpft werden sollte. Nicht das Virus war schuld, sondern die massenhaften Firmenschließungen im Zuge der Lockdown-Maßnahmen.

Es waren die Maßnahmen der Regierungen, die die Verarmung verursacht haben, aber aus irgendeinem Grund wollen die Medien das nicht so formulieren. Inzwischen zeigen auch Untersuchungen der WHO, dass die Maßnahmen keinen messbaren Erfolg gehabt haben, denn in Ländern wie Schweden, wo es kaum Einschränkungen gab, ist das große Massensterben ausgeblieben. Dafür sind die Länder, die auf radikale Maßnahmen verzichtet haben – in Europa kann man Schweden, Weißrussland und Russland als Beispiele nennen – wirtschaftlich wesentlich besser durch die Pandemie gekommen.

Jetzt, wo die Pandemie weitgehend überstanden ist, sollte es mit der Wirtschaft eigentlich wieder aufwärts gehen, aber die EU und ihre Mitgliedsstaaten treffen weiterhin Entscheidungen, die die Verarmung fortsetzen und sogar beschleunigen werden. Das erleben die Menschen in Deutschland schon seit Monaten beim Anstieg der Gaspreise und damit den Kosten für Strom und Heizung. Diese Entwicklung begann schon 2021 und ich habe seit Sommer 2021 darüber berichtet, dass die EU dieses Problem selbst geschaffen hat.

Die „Qualitätsmedien“ haben das Thema erst ab Oktober 2021 entdeckt, als die Menschen es zu spüren begannen. Warum die steigenden Gaspreise ein von der EU hausgemachtes Problem sind, habe ich sehr oft beschrieben, um das nicht zu wiederholen, können Sie es hier nachlesen, falls es für Sie neu ist.

Das „Ölembargo“

Ende Mai hat die EU sich nach fast einem Monat Streit auf ein Ölembargo gegen Russland geeinigt, wobei man das kaum als solches bezeichnen kann. Die Kernpunkte sind, dass die EU kein Öl aus Russland mehr importieren wird, das mit Öltankern geliefert wird. Und das auch erst ab Jahresende.

Diese Maßnahme wird dazu führen, dass die EU-Staaten bis dahin wohl sogar mehr Öl aus Russland importieren, um Reserven anzulegen. Russland kann sich also über eine höhere Nachfrage und höhere Preise freuen.

Bis Ende des Jahres wird es daher zu Verwerfungen auf den internationalen Ölmärkten kommen, denn die EU muss sich unter Zeitdruck neue Lieferanten suchen, um das russische Öl zu ersetzen. Auch Russland wird sich neue Abnehmer suchen müssen, aber das dürfte einfacher werden, als die Suche nach neuen Anbietern. Da die EU unter Zeitdruck ist, wird sie zwangsläufig gezwungen sein, höhere Preise zu bieten, worüber Russland sich freuen kann, steigende Preise auf den Weltmärkten werden dazu führen, dass Russland sein Öl an seine neuen Abnehmer auch für mehr Geld verkaufen kann.

Die Dummheit der EU-Kommission

Es war die EU-Kommission, die das Ölembargo um jeden Preis durchdrücken wollte, aber in der EU gibt es Staaten, die kein Ölembargo wollten, das bekannteste Beispiel ist Ungarn. Da die EU solche Entscheidungen einstimmig treffen muss, konnte Ungarn für sich Ausnahmen fordern und hat das auch getan. Ungarn (und Tschechien und die Slowakei) haben keine Häfen und sind deshalb auf das russische Pipeline-Öl angewiesen. Daher betrifft das „Ölembargo“ der EU nur Öl, das mit Tankern geliefert wird. Russisches Öl aus Pipelines kann weiterhin importiert werden. Ungarn hat sich also durchgesetzt.

Aber es kommt noch besser: Wenn es der EU nicht gelingt, das mit Tankern gelieferte Öl aus Russland bis Jahresende vollständig zu ersetzen, dürfte Ungarn zu einem Verkäufer von russischem Öl werden, denn es kann bei Bedarf mehr Öl über die russische Pipeline importieren, als es selbst verbraucht. Da das russische Pipeline-Öl auch noch günstiger sein dürfte, als unter Zeitdruck bestelltes, mit Tankern geliefertes Öl, würde ich darauf wetten, dass wir zum Jahresende und zu Beginn 2023 erleben werden, wie Russland mehr anstatt weniger Öl durch die Pipelines nach Europa pumpt.

Was die EU-Kommission nun durchgedrückt hat und als „Ölembargo“ bezeichnet, wird Russland aller Wahrscheinlichkeit mehr Geld in die Kasse spülen, als es bisher an seinem Öl verdient hat, denn die Ölpreise werden steigen. Hinzu kommt, dass durch die Pipelines trotzdem weiterhin russisches Öl nach Europa kommen wird. Das nenne ich mal ein wirksames Embargo!

Der Streit in der EU geht sogar so weit, dass Länder wie Griechenland oder Zypern durchsetzen konnten, dass ihre Tanker weiter russisches Öl transportieren dürfen, zum Beispiel, um es in Indien oder anderen Ländern zu verkaufen. Das nenne ich mal ein Ölembargo gegen Russland! Oder ist das eher ein Embargo der EU gegen sich selbst?

Europäische Tanker fahren das russische Öl bald eben nicht mehr in die EU, sondern nach Asien, wo die Länder aufgrund der zu erwartenden Verwerfungen auf dem internationalen Ölmarkt sogar mehr dafür bezahlen dürften, als die EU-Staaten bisher bezahlt haben. Da wird Putin sich sicherlich mächtig drüber ärgern.

Die Rechnung zahlen Sie!

Dafür hat die EU-Kommission es erreicht, dass der Ölpreis weiter steigen wird, was zwangsläufig zu einem weiteren Anstieg der Inflation in Europa führen wird, die ohnehin schon immer neue Rekorde bricht. Der Ölpreis bedeutet nämlich nicht nur steigende Benzinpreise, sondern damit steigen die Preise für alles.

Wenn Benzin und Diesel teurer werden, steigen die Preise für alles, denn die Waren, die sie Geschäften kaufen, werden unter anderem mit LKW transportiert und das wird teurer. Hinzu kommt, dass die nun weiter steigenden Energiepreise dafür sorgen, dass auch die Produktion aller Waren teurer wird, denn nichts kann ohne Energie produziert werden.

Daher ist es so sicher wie das berühmte „Amen in der Kirche“, dass die Inflation weiter steigen (oder zumindest sehr hoch bleiben) wird und dass dadurch die Realeinkommen weiter sinken werden. Mit anderen Worten: Sie und Ihre Freunde und Nachbarn zahlen zusammen mit allen anderen Verbrauchern die Rechnung für die irrsinnige Politik der EU-Kommission und die Verarmung wird weiter zunehmen.

Zu der von den Grünen ausgegebenen Parole „frieren gegen Putin“ werden wohl noch Parolen wie „hungern gegen Putin“ oder „verarmen gegen Putin“ hinzukommen. Ein Kommentator des russischen Fernsehens hat die EU-Politik gerade erst mit folgenden Worten kommentiert:

„Um Moskau zu ärgern, werden wir uns die Ohren abfrieren, die Welt in den Hunger zwingen, um… Ja, um was zu tun? Das ist nicht wirklich klar.“

Benzinknappheit im Sommer?

Der Spiegel hat den Chef der internationalen Energieagentur interviewt, der davor warnt, dass es im Sommer zu einem Engpass bei Benzin, Diesel und Kerosin geben könnte. Wir reden also nicht nur von höheren Preisen, sondern sogar von der Gefahr, dass europäische Tankstellen in der Urlaubssaison im Sommer zu wenig Benzin haben könnten. Und das sagt nicht die böse russische Propaganda, das sagt die internationale Energieagentur.

In Russland schüttelt man nur noch den Kopf, denn was die EU-Kommission macht, ist fast schon wirtschaftlicher Selbstmord. Erst hat sie die Wirtschaft mit den Covid-Maßnahmen abgeschossen und nun, wo die Wirtschaft sich erholen könnte, gibt sie der Wirtschaft mit ihren Energiemaßnahmen und Russland-Sanktionen den Kopfschuss.

Schuld ist laut den Medien aber wieder nicht die EU-Kommission. Zuerst war Covid schuld, obwohl es die Covid-Maßnahmen waren, die die Wirtschaft abgeschossen haben. Nun ist angeblich Putin schuld an der Misere, obwohl es in Wahrheit die vollkommen planlosen Russland-Sanktionen sind, die die Probleme schaffen, unter denen die Menschen in Europa immer mehr leiden.

Wem tut das mehr weh?

Natürlich schaffen die Sanktionen Probleme für Russland, keine Frage. Aber ich lebe in Russland und im Alltag merkt man fast nichts von den Sanktionen. Zwar sind im März viele Preise kurzfristig angestiegen, als der Rubel eingebrochen ist, aber inzwischen hat der Rubel sich nicht nur erholt, er ist so sehr gegenüber dem Euro gestiegen, dass der Rubel in diesem Jahr bisher die stärkste Währung der Welt ist. Entsprechend geht die Inflation in Russland inzwischen wieder zurück.

Wie passt das zu den Prognosen westlicher Experten von Anfang März, die westlichen Sanktionen würden Russlands Wirtschaft schnell zerschlagen, den Rubel komplett entwerten und Russland in den Staatsbankrott treiben?

In Russland kostet Benzin umgerechnet 80 Cent, in Rubel ist der Preis unverändert geblieben. Die Regale in den Supermärkten in Russland sind voll, zu keiner Zeit gab es Mangel an irgendwelchen Lebensmitteln (oder an Sonnenblumenöl etc.). Die russische Bevölkerung spürt die Sanktionen kaum und um die Preissteigerungen aufzufangen, die es im März gegeben hat, hat die russische Regierung beschlossen, die Sozialleistungen zum 1. Juni zu erhöhen. Darunter ist übrigens auch eine Rentenerhöhung um 10 Prozent. Wann gab es das zuletzt in Deutschland oder anderen europäischen Ländern?

Und sollten Sie glauben, dass die Renten in Russland nicht zum Leben reichen, dann sitzen Sie noch alten Vorurteilen auf. Rentner in Russland können sich inzwischen ungefähr das gleiche leisten, wie Rentner in Europa, weil es für sie alle möglichen Ermäßigungen gibt, sie also wesentlich geringere Kosten haben, als europäische Rentner. Darüber habe schon ausführlich berichtet, wenn das für Sie neu ist, lesen Sie es hier nach.

Ich kann es nicht anders bezeichnen: Die EU schießt sich gerade selbst ins Knie, oder wie Putin es im Zusammenhang mit amerikanischen Sanktionen vor einiger Zeit formuliert hat: „Sie schießen sich nicht nur ins Knie, sondern etwas höher.“

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Der Schuss ins eigene Knie: Das Ende des Wohlstands in Europa
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6 Kommentare

  1. Ich finde das Bunkern von Heizöl u.a. gefährlich. Reicht da ein kleines Schwefelhölzchen und man kann sich dann an dem Feuer wärmen.

  2. Wurde jahrzehntelang gegen die Atomkraftnutzung demonstriert. Ob das wirklich gelungen ist? Ist da wo ein Schaden an einem Atomkraftwerk, wird das sicher nicht in allen Medien gebracht…….Alternative Energien soll es ja geben, nur will man weiter die nicht nutzen. Geht überall um Profit und das große Problem Überbevölkerung…….Wettermanipulation……ja, wenn man dann auf der Erde immer Temperaturen hat, bei denen man keine Atomkraft, kein Erdöl, Erdgas, fossile Brennstoffe nicht benötigt. Mist gibt es genug auf der Erde, könnte der schon wie bei Fernwärme genutzt wird, Energie liefern…..Dieses Problem Energie wird sich ohne ganz was Neues nie lösen lassen. Energiefresser werden wohl langsam reduziert werden müssen. Ewig wird man die Erde nicht ausbeuten können……..

  3. Das nenne ich mal eine geglückte Politik! Ich bilde mir ein, einen Feind zu haben, der gar nicht mein Feind sein will und mich auch nicht schädigt. Um ihn aber schwer zu schädigen, mache ich gleich Selbstmord, damit er von mir keine Leistungen mehr beziehen kann! Ist das nicht ein schöner Tod für das moralisch Gute gestorben zu sein? Da werden doch die allermeisten meiner Mitmenschen große Befriedigung dabei empfinden!

    An der derzeitigen Inflation gewinnt mehr am meisten? Das Finanzamt durch die Mehrwertsteuer!

    Morgen bekomme ich in Baden-Württemberg Heizöl geliefert. Der Beginn des Ölembargos zu Ende des Jahres hat mich bewogen, keine Risiken einzugehen, weil diese ja doch nur auf die kleinen Leute, zu denen ich zähle, abgewälzt werden.

    Der Preis stieg vom 22. April 2021 von 0,57 Euro pro Liter auf jetzt 1,26 pro Liter, also eine Erhöhung von 121 %. 1,26/0,57 = 2,210. Also zahle ich auch 121% mehr Mehrwertsteuer als voriges Jahr!

    Ich hätte gleich am 24. Feburar Heizöl bestellen müssen, war aber nicht hier und außerdem immer so träge, erst dann zu bestellen, wenn der Winter vorbei ist. „Angsthase“ hatte zufällig Glück, sich kurz zuvor vollständig mit Heizöl einzudecken.

    Mir reicht es jetzt wieder für drei Jahre. Auch wenn der Strom nur am halben Tag geliefert werden sollte, kann ich doch das Einfrieren der Wasserleitungen verhindern.

    • 121%! Was kommt eigentlich 2025, wenn sie Neubau von Gas-, Öl- und Kaminheizungen verbieten wollen? Bliebe ja nur Strom…und der kommt bekanntlich aus der Steckdose?

      Meine Gastherme ist 4 Jahre alt und steht jetzt draußen im Regen neben neun weiteren.
      Nach Optimierung und ständigem Anbieterwechsel so wenig Verbrauch/Kosten wie noch nie wurde sie gestern rückgebaut und weggeschmissen. Vorerst bleibt es kalt. Erst wenn die anderen Wohnungen fertig sind geht die neue Pellet-Zentralanlage (hoffentlich^^) in Betrieb.

      Für Dich zur Freude, JII: Werde in der Umgebung schon mal nach brennbaren Zaunpfählen Ausschau halten falls Nachschub aus den Windrad-Schutzgebieten knapp wird. Haben unsere Großeltern nach dem Krieg auch ausgebuddelt und verheizt. 😉 Zusätzlich hat Opa als Tüftler aus alten Fässern Holzvergaser gebaut (effektivere & rußfreie Verbrennung) und in der Siedlung eingetauscht. Wasser und Wärme/Energie sind nunmal lebenswichtig.
      Nur wie herstellen?

      Machen heute u.A. mit Magnet- und Wassermotoren rum. Energie ist immer vorhanden!
      Ist nur die Frage wer sie für sich beansprucht. Wem gehört eigentlich der Ozean oder die Sonne? Die Luft…oder die Kraft wenn ein Apfel nach Unten fällt und Blubberblasen aufsteigen? Kälte und Wärme –> Expansion und Kompression? Gezeiten? Hat Rockefeller da etwa geschlafen? Wenn fossile BS´s „Sauriertech“ ist & Okö völlig Un-Öko…was kommt dann?

      DJT besitzt neben einem MIT-Studium in Quantenphysik auch die Pläne seines Onkels, Amerika´s bester Wissenschaftler und Kumpel vom Tesla. Die wurden damals verfolgt genau wie alle Erfinder der jüngeren Geschichte. Nicht gesagt es gäbe keine „Alternativen“ in den Archiven, von denen wir kommerziell gar keine Ahnung haben, es sie jedoch längst gab oder gibt.

      Beispiel Anti-Schwerkraft Antrieb TR-3B: „It uses highly pressured mercury accelerated by nuclear energy to produce a plasma that creates a field of anti-gravity around the ship.“ Bonus: Kein Luftwiderstand, lautlos und unsichtbar für Radar durch das Feld.

      Wer hat´s gebaut?
      Rundflugzeug, Feuerball, Diskus, Haunebu, Hauneburg-Gerät, Glocke, V7, Vril, Kugelblitz, Andromeda-Gerät, Flugkreisel, Kugelwaffe, Jenseitsflugmaschine, Reichsflugscheibe, Repulsine…

      Wer hat´s geklaut?
      Man sagt die NAZI´s waren ihrer Zeit vorraus, doch man hat ähnliche Dinge wie elektrischen Strom aus Quecksilber, Bagdad-Batterie, Elektrolyse, Glühbirnen und Resonanz-Energie-Antennen aus der Antike ausgegraben (Indiana Jones: Immer gegen die NAZI-Räuber!). Angeblich auch Portale/Teleporter (Stargate, CERN). Tausende Jahre alt! War alles schonmal da. Wer lässt zu, daß dieser „Rückschritt“ nicht genutzt wird nur um seinen Eigenprofit zu steigern? Wieso investiert Rocky nicht darin? WARUM??? A.H. tat es mit Faszination.

      Ist es verboten? Von wem? Vom Papa? Teufelswerk? Hmm. Wenn Jesus über´s Wasser lief und das heute jeder könnte wäre gewiss schlechter Leumund. Doch Queen und Pope sind jetzt selbst Fossile, Trump baut die Republik. Könnte gut sein, daß wir demnächst spannende Dinge neben dem QFS sehen werden. Paar Türme stehen ja schon, auch in D-Land.
      TU Graz meine ich auch.

    • Ich hatte kein Glück, als ich noch relativ günstig meine Heizöltanks vollgeknallt habe, sondern ich habe die Situation im Auge behalten. 🙂

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