Der neue Goldrausch

von Gerhard Spannbauer (krisenvorsorge)

In den letzten zwei Jahren ist der Goldpreis abgestürzt. Viele Anleger haben panisch verkauft. Ein Fehler, wie sich jetzt herausstellt, denn der Goldpreis wird wieder steigen. „Schuld“ daran sind die Chinesen.

Ich predige es in meinen Vorträgen und Publikationen immer und immer wieder: Betrachten Sie Gold und Silber nicht als Renditeobjekte, sondern als langfristige Krisenabsicherung. Dennoch spielt der Goldpreis eine Rolle.

Verkaufen Sie kein Gold

Seit dem Allzeithoch von 1.900 US-Dollar im Jahr 2011 ist der Goldpreis um mehr als 35 Prozent abgestürzt. Viele Anleger haben panisch verkauft. Ein Fehler. Nicht nur in Hinsicht auf Verlustrealisierung, sondern auch dahingehend, dass damit leichtfertig ein Schutz gegen Inflation und Euro-Crash aufgegeben wurde. Verkaufen Sie deshalb kein Gold, sondern halten Sie es in Ihrem Portfolio.

Die Nachfrage wächst

In letzter Zeit hat sich der Preis pro Feinunze Gold wieder stabilisiert. Ein weiterer Anstieg ist zu erwarten. Die Nachfrage nach dem gelben Edelmetall hat sich im 2. Quartal 2013 im Vergleich zum Vorjahresquartal exorbitant erhöht. Hier einige Zahlen des World Gold Council:

China: + 85%

Indien: + 75%

USA: +38%

Europa: +11%

Welt: +53%

Sie sehen daran, dass Anleger auf dem ganzen Planeten Gold wieder vertrauen. Für mich ist das angesichts der desaströsen Lage der Volkswirtschaften und den globalen Schulden- und Gelddruckorgien kein Wunder.

Chinas Goldgier

Gold ist Gold und damit basta! Das haben auch die Chinesen erkannt, die drauf und dran sind Indien als größten Nachfrager zu verdrängen. Die Chinesen kaufen wie verrückt. Daran erkennen Sie, dass es dem Land nicht gut geht, egal, was man Ihnen in der Mainstreampresse auftischt.

Hier die Fakten:

  • Eine gigantische Immobilienpreisblase hat sich gebildet
  • Die Leerstandsquote der Wohnungen wird immer größer
  • Die Inflation ist mit über 5 Prozent sehr hoch
  • Das Wirtschaftswachstum stößt an seine Grenzen
  • Staatliche Konjunkturprogramme verpuffen
  • Das Schattenbankensystem steht vor dem Kollaps
  • Um innere Unruhen zu vermeiden, werden die Löhne teils exorbitant erhöht
  • China ist dadurch kein Billiglohnland mehr
  • Ausländische Investoren ziehen ab
  • Staatliche Kapitalverkehrskontrollen verhindern, dass die Chinesen ihr Geld im Ausland anlegen
  • Der chinesische Aktienmarkt gilt aufgrund seiner Unbeständigkeit nicht als sicher

Das alles bewegt die chinesische Mittelschicht dazu, sich nach neuen Anlagemöglichkeiten umzusehen. Und die hat sie jetzt in Goldbarren, Wertpapiere mit physischer Goldhinterlegung, Goldmünzen und Goldschmuck gefunden.

Die chinesische Zentralbank hat zudem ein Eigeninteresse und erhöht ihre Goldkäufe. Auch die Förderung des Edelmetalls wird unterstützt. 2012 hat China Australien bereits als größter Goldproduzent abgelöst.

Der Goldpreis wird steigen

All das sind gute Parameter für einen steigenden Goldpreis. Ich erwarte die Unze bis zum Jahresende bei rund 1.600 US-Dollar. Aber davon abgesehen: Gold ist die Krisenwährung schlechthin. Sie hat sich seit Jahrtausenden bewährt. Gold ist ein Muss in jedem Portfolio.

Aber verkaufen Sie es bitte nicht gleich wieder, wenn der offizielle Preis abstürzt. Erstens ist das dann eine gute Gelegenheit zum Zukauf und zweitens gibt es keine andere langfristige und sichere Möglichkeit, sein Vermögen vor Kaufkraftverlust zu schützen, als mit der Anlage in Gold.

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