Milliardenbeträge erhält die Ukraine in diesem und dem nächsten Jahr von westlichen Staaten. Darauf macht der US-Finanzanalyst Martin Armstrong aufmerksam. Seiner Ansicht nach glauben westliche Regierungschefs immer noch, dass die Ukraine den Krieg gewinnen kann.
Quelle: transition-news
Norwegen stellt der Ukraine im Jahr 2026 zusätzlich sieben Milliarden «Dollar» zur Verfügung, «was erstaunlichen 1,23 % des BIP entspricht». Darauf weist der US-Finanzanalyst Martin Armstrong in einem aktuellen Blogbeitrag hin.
Der norwegische Verteidigungsminister Tore O. Sandvik habe kürzlich den ukrainischen Premierminister Denys Shmyhal eingeladen, zum ersten Mal an der Sitzung der Joint Expeditionary Force (JEF) teilzunehmen. Dabei handelt es sich nach eigenen Angaben um eine Militärkoalition von zehn baltischen und nordeuropäischen Staaten sowie der Niederlande unter Führung Großbritanniens, die vor mehr als zehn Jahren gebildet wurde.
Norwegen baut Beziehungen zur Rüstungsindustrie der Ukraine auf und positioniert sich als wichtiger Akteur im Rahmen der EU und der NATO, stellt Armstrong fest. Norwegen gab demnach der Ukraine bereits im April 2025 grünes Licht für den Freihandel zwischen beiden Ländern.
Die norwegische Regierung hat seit Beginn des Krieges im Jahr 2022 bereits 15 Milliarden Dollar in die Ukraine investiert. «Zwischen Regierungen gibt es keine Wohltätigkeit», betont der US-Finanzanalyst.
«Alle europäischen Staats- und Regierungschefs glauben, dass die Ukraine eine Chance hat, diesen Krieg zu gewinnen, wobei die Spitzenpolitiker davon ausgehen, dass ihnen dies Zugang zu den Reichtümern Russlands verschaffen wird.»
«Die Regierungen sind irreparabel kaputt», kommentiert Armstrong. In Brüssel herrsche die Überzeugung, dass ein Zahlungsausfall der ukrainischen Staatsschulden durch einen Überfall auf Russland und die Ausnutzung des andauernden Krieges vermieden werden könnte.
Das langfristige Nansen-Hilfsprogramm Norwegens sehe vor, der Ukraine im Zeitraum 2023 bis 2030 insgesamt 275 Milliarden Kronen (etwa 27 Milliarden Dollar) zur Verfügung zu stellen. Oslo glaube, dass es die Ukraine durch grüne Initiativen wiederaufbauen könne.
Die norwegische Regierung arbeite mit der Nordic Environmental Finance Corporation (Nefco) zusammen, um der Ukraine 25,5 Millionen Euro für grüne Infrastrukturprojekte zur Verfügung zu stellen. Nefco ist laut Armstrong bereits seit 20 Jahren in der Ukraine tätig und hat seit 2022 400 Millionen Euro für oder durch die Ukraine mobilisieren können.
«Die europäischen Volkswirtschaften setzen alles auf die Ukraine», schreibt der Finanzanalyst. Das geschehe unter anderem durch Joint Ventures innerhalb der Ukraine, Rüstungsproduktion, die von einem langwierigen Krieg abhänge, und schnell wachsende Wiederaufbaufonds.
Deutschland habe in der letzten Woche Kiew zusätzliche 3,45 Milliarden Dollar angeboten. Die NATO habe ebenfalls ein massives 60-Milliarden-Dollar-Paket für die Ukraine angekündigt, was der Hälfte des Verteidigungsbudgets der Ukraine für das kommende Jahr entspricht. Der größte Teil dieser Mittel solle 2026 in die Ukraine fließen.
Armstrong rechnet im kommenden Jahr mit einem großen «globalen Ereignis», das er aber nicht genauer benannte. Eines ist sicher: Mit Hilfe der westlichen Milliarden wird der Krieg in der Ukraine fortgesetzt und alle echten und vorgetäuschten Friedensbemühungen konterkariert.
Quelle:
ArmstrongEconomics: Norway to Send $7 Billion to Ukraine – Everyone is Sending Funds Ahead of 2026 – 6. November 2025
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