Der Krieg gegen das Bargeld: Die nächste Phase

von James Rickards (theblogcat)

https://dailyreckoning.com/war-on-cash-the-next-phase/

Bei so vielen Nachrichten über einen wirtschaftlichen Neuanfang, eine Grenzkrise, massive Staatsausgaben und explodierende Defizite ist es leicht, den laufenden Krieg gegen das Bargeld zu übersehen.

Das ist ein Fehler, denn das hat ernsthafte Auswirkungen nicht nur auf euer Geld, sondern auch auf eure Privatsphäre und die persönliche Freiheit, wie ihr heute sehen werdet.

Bargeld hindert die Zentralbanken daran, Negativzinsen einzuführen, denn wenn sie das täten, würden die Menschen ihr Bargeld aus dem Bankensystem abziehen.

Wenn man sein Bargeld in eine Matratze stopft, verdient man nichts daran; das ist wahr. Aber zumindest verliert man nichts dabei. (Anm.d.Ü.: Außer durch die Inflation)

Sobald alles Geld digital ist, wird man nicht mehr die Möglichkeit haben, sein Bargeld abzuheben und negative Zinsen zu vermeiden. Man wird in einem digitalen Gatter gefangen sein, aus dem es keinen Ausweg gibt.

Was ist mit dem Verschieben des Geldes in Kryptowährungen wie Bitcoin?

 

Die Regierungen werden ihr Monopol über das Geld nicht aufgeben

Lasst uns zunächst verstehen, dass Regierungen ein Monopol auf die Geldschöpfung genießen und sie sind nicht im Begriff, dieses Monopol an digitale Währungen wie Bitcoin abzugeben.

Libertäre Befürworter von Kryptowährungen feiern deren dezentralisierte Natur und das Fehlen von staatlicher Kontrolle. Dennoch ist ihr Glaube an die Nachhaltigkeit von mächtigen Systemen außerhalb der staatlichen Kontrolle naiv.

Blockchain existiert nicht im Äther (trotz des Namens einer Kryptowährung – Anm.d.Ü.: Etherum), und es befindet sich nicht auf dem Mars.

Blockchain hängt von kritischer Infrastruktur ab, einschließlich Servern, Telekommunikationsnetzwerken, dem Bankensystem und dem Stromnetz, die alle der staatlichen Kontrolle unterliegen.

Aber Regierungen wissen, dass sie die Technologieplattformen, auf denen Kryptowährungen basieren, nicht stoppen können. Die Technologie ist zu weit fortgeschritten, um jetzt noch zurück zu gehen.

Deshalb wollen die Zentralregierungen die Distributed-Ledger-Technologie, die hinter den Kryptowährungen steht, nicht abschaffen. Sie haben geduldig beobachtet, wie sich die Technologie entwickelt und wächst – damit sie sie letztendlich kontrollieren können.

Wer das Geld kontrolliert, kontrolliert die politische Macht, die Wirtschaft und das Leben der Menschen.

Auftritt der digitalen Zentralbankwährung, bekannt als CBDC…





Nicht so wie Kryptos

CBCDs verwenden die gleiche zugrunde liegende Distributed-Ledger-Technologie, wie sie auch Kryptowährungen verwenden. Aber sie unterscheiden sich von Kryptowährungen wie Bitcoin, obwohl die Unterschiede von der Kryptogemeinde oft übersehen werden.

Anders als Kryptos sind CBCDs keine neuen Währungen. Sie werden immer noch Dollar, Euro, Yen oder Yuan sein, so wie sie es heute sind. Aber diese Währungen werden nur digital sein; es wird kein Papiergeld oder Bargeld erlaubt sein. Nur das Format und die Zahlungswege werden sich ändern.

Guthaben können in digitalen Wallets oder digitalen Tresoren gehalten werden, ohne dass traditionelle Banken genutzt werden müssen. Eine Blockchain wird nicht benötigt; das CBDC-Ledger kann in verschlüsselter Form von der Zentralbank selbst geführt werden, ohne dass Bankkonten oder Geldmarktfonds erforderlich sind.

Ihr größter Reiz ist die Bequemlichkeit und das Fehlen von Gebühren für Kreditkartentransaktionen. Zahlungen können mit einem iPhone oder einem anderen Gerät durchgeführt werden, ohne dass Kreditkarten oder teure Überweisungen erforderlich sind.

Wer braucht schon Bankkonten, Schecks, Kontoauszüge, Einzahlungsbelege und die anderen klobigen Merkmale einer Bankbeziehung, wenn man mit der Fed komplett digital arbeiten kann?

Ein individuelles Fed-Konto auf Ihrem Mobiltelefon könnte auch die 2,5 % Gebühren eliminieren, die Händler von Einzelhändlern für die Abwicklung von Kreditkartentransaktionen verlangen. Der Zahlungsverkehr würde generell schneller, billiger, einfacher und sicherer als heute.

Die Federal Reserve hat mit Wissenschaftlern am Massachusetts Institute of Technology zusammengearbeitet, um eine Dollarform von CBDC zu entwickeln.

 

Großbanken aufgepasst

Die Einführung des neuen digitalen Dollars mag noch ein paar Jahre entfernt sein, aber die Auswirkungen sind enorm. Es steht mehr auf dem Spiel als nur die Bequemlichkeit der Kunden.

Die Eisenbahnen waren von 1870 bis 1930 einer der größten Wirtschaftszweige, waren aber in den 1970er Jahren weitgehend bankrott. General Motors wurde mehr als einmal von der US-Regierung vor dem Bankrott gerettet.

General Electric war einst ein Industriegigant und ist heute nur noch eine Hülle von dem, was es einmal war. Die Aktienkurse von Ölfirmen haben durch die Drohungen des Green New Deal eine Tracht Prügel bezogen. Die Dinge ändern sich.

Heute dominieren Banken und andere Finanzinstitute neben dem Tech-Sektor die Börsenbewertungen. CBDCs könnten auf die Banken zukommen.

Eine Reaktion auf die vorgeschlagene Änderung hat bereits begonnen. Große Banken befürchten, dass sie komplett aus dem Zahlungssystem ausgeschlossen werden. Auch MasterCard und VISA sind besorgt, dass ihre Zahlungsverkehrskanäle überflüssig gemacht werden.

Billionen von Dollar an Vermögen in Form von Aktienkursen der Finanzinstitute JPMorgan, Citi, MasterCard und VISA könnten vernichtet werden, wenn sich die neue digitale Zahlungstechnologie durchsetzt.





Auf Wiedersehen, Privatsphäre

Sie haben vielleicht nicht viel Mitleid mit JPMorgan, Citi, MasterCard und VISA, aber was glauben Sie, was mit dem Aktienmarkt passieren würde, wenn sie zusammenbrechen?

Das ist nicht die einzige mögliche Auswirkung von CBCDs. Es gibt auch eine dunkle Seite. Wenn es kein Bargeld gibt, gibt es auch keine Anonymität.

Die Regierungen werden jederzeit euren Aufenthaltsort und eure Gewohnheiten kennen, indem sie einfach die Verwendung von Geldmitteln durch das CBDC-Zahlungssystem verfolgen.

Dies ist bis zu einem gewissen Grad bereits durch die Verfolgung von Kreditkartentransaktionen möglich, aber das CBDC-System wird die staatliche Überwachung noch durchdringender machen.

China ist Vorreiter bei den CBDCs. Und diese Art der Überwachung ist die eigentliche treibende Kraft hinter der chinesischen CBDC.

China nutzt bereits Gesichtserkennungssoftware, Handy-GPS-Tracking und den Kauf von Flug- oder Bahntickets, um seine Bürger zu überwachen. Diese Überwachung kann genutzt werden, um staatsfeindliche Aktivitäten aufzuspüren und um Dissidenten oder jeden, der sich nicht strikt an die Anweisungen der Regierung hält, zu verhaften.

 

Globale Kontrolle

Jetzt will China seine CBDC-Regeln zum globalen Standard machen.

Selbst wenn die USA und Europa nicht zustimmen, ist es wahrscheinlich, dass viele asiatische und afrikanische Länder im Austausch für Hilfe aus China zustimmen werden. Diese Hilfe kann zum Beispiel in Form von Zugang zu den knappen COVID-Impfstoffen erfolgen.

Sobald Chinas totalitäre Überwachungssoftware perfektioniert ist, können sie sie zum Standard für einen Großteil der Welt machen und eine aufdringliche 24/7-Überwachung durch jeden Diktator und autokratischen Führer der Welt ermöglichen.

Zweifellos würde China den Zugang zu denselben Überwachungsinformationen arrangieren, die es auch seinen Klientenstaaten zur Verfügung stellt. Das Endspiel würde George Orwells dystopischem Roman 1984 sehr ähneln.

Wenn es kein Bargeld mehr gibt, gibt es nur noch einen Weg, der digitalen Überwachung des Vermögens zu entkommen – physisches Gold.

 

Mit freundlichen Grüßen,

Jim Rickards

 

für The Daily Reckoning

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Alles nur eine Frage der Zeit, bis das China-Überwachungssystem in Europa angekommen ist. Die Corona-Hysterie und der Impfwahn ist nur ein Baustein als Mittel zum Zweck. Durch die Massenimpfungen erhalten die Gesundheitsbehörden jede Menge medizinische Daten der Geimpften. Die Pharma-Industrie mag davon sicherlich auch profitieren. In der Politik und bei der Lobby kommt es nun einmal nicht selten vor, dass die eine Hand die Andere wäscht.

Wen interessiert es schon, wenn es im nächsten Jahrzehnt kein Bargeld mehr gibt? Bereits heute werden Beträge von z.B. zwei Euro per Karte bezahlt. :mrgreen: Dummheit kennt eben keine Grenzen!

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