Der Kongress singt

Psychologen grüßen Michael Ballweg

Autor: Uli Gellermann (rationalgalerie)

„Corona – Inszenierung einer Krise“ war der Titel des Kongress der Neuen Gesellschaft für Psychologie. Im tiefen Berliner Neukölln waren Mitglieder und Freunde der Gesellschaft zu einem brisanten Thema zusammengekommen, um sich im streitbaren Dialog der Analyse des Corona-Regimes zu nähern. Zur Vorgeschichte des Kongress gehört, dass die Debatte der Neuen Gesellschaft für Psychologie zeitweilig einem Krach ähnlicher war als einem Dialog. Den Psychologen ging es ähnlich wie der gesamten Gesellschaft: Man verlor in der Diskussion Freunde und zuweilen die Fassung. Auch insofern war jetzt die einhellige Verabschiedung einer Solidaritätsadresse an den inhaftierten Michael Ballweg ein kleiner Sieg der Demokratiebewegung.

Bisher keine Anklageschrift gegen Michael Ballweg

Eine Anklageschrift liegt den Anwälten von Michael Ballweg, der seit mehr als einer Woche in der Justizvollzugsanstalt in Stuttgart-Stammheim einsitzt, immer noch nicht vor. Stattdessen hat man ihm nach einem Corona-Test Quarantäne befohlen: Zu unklaren Tatvorwürfen, einer unbegründeten Hausdurchsuchung und ein durch nichts begründeter Vorwurf der Fluchtgefahr wird ihm, wie in der Hygiene-Diktatur üblich, das persönliche Gespräch mit seinen Anwälten aus ‚Gesundheitsgründen‘ verweigert. Dieser Fall von Isolationshaft ist in der Justizgeschichte einmalig.

Die Solidaritätsadresse der Psychologen

„Lieber Michael Ballweg, Du bist im Gefängnis als Symbol der Demokratiebewegung. Wir sind mit Dir solidarisch!“, erklärte der Psychologie-Kongress per Akklamation am 9. Juli 2022. Dieser Akt der Solidarität war praktischer Ausfluss einer Debatte, die über den „Corona-Neusprech“, die „Kybernetische Wende“ oder das „Seelische Überleben im Zeitalter der Psychopathie“ eine solide wissenschaftliche Grundlage zur praktischen Bewältigung der schweren gesellschaftlichen Krise der Bundesrepublik lieferte.

Kongress-Reader schon auf dem Markt

Die Fülle der analytischen Beiträge zur aktuell schwierigen Lage der Bundesrepublik und ihrer Einwohner floss in einen Kongress-Reader ein, der eine kluge Momentaufnahme der intellektuellen Debatte rund um das Corona-Regime dokumentiert. Der Reader, bei SODENKAMP & LENZ zu beziehen (https://demokratischerwiderstand.de/buch-bestellung/4/corona-inszenierung-einer-krise) bietet jede Menge Stoff zu Vertiefung des Themas und zur Fortführung der Diskussion.

Neue Oppositionskultur

Während sich einstige Köpfe der kulturellen Alternative wie Wader, Mey oder Wecker den Herrschenden andienen, entwickelt die Demokratiebewegung eine neue Oppositionskultur, die auf dem Kongress mit bewegenden Beispielen zu Hören war: Die „Freiheitsvokalisten“ präsentierten bekanntes Liedgut mit neuen Texten und der Gitarrist Yann Song King trainierte mit seinen Satiren die Lachmuskeln und vor allem die grauen Zellen. So sang der Kongress ein Loblied auf die Freiheit und pfiff auf ein Regime, dessen diktatorische Ambitionen auch aus Gründen der geistigen Gesundheit abzulehnen sind.

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