Der Kampf um das deutsche Staatsgold – Holt unser Gold heim

„… sie kam leider nicht per Pressemeldung der Bundesbank Ende 2013, wie sich das gehört hätte, sondern sie kam in der Weihnachtsausgabe der Bild-Zeitung. Sie stand unter der ostentativen Überschrift, oder suggestiven – heute nur gute Nachrichten. Die Bildzeitung hat also nur gute Nachrichten verbreitet. Und auf der Titelseite stand: Deutsche Goldreserven kommen nach Hause.“

Klasse, Herr Boehringer. Bei dieser Aussage mussten selbst Sie schmunzeln (s. Video unten).

Zudem haben Sie in Ihrem Buch diese Weihnachtsausgabe auf Seite 278 bildlich dokumentiert, wie drei Seiten vorher: „BILD beim Goldschatz der Deutschen in New York“. Alles nur eine gut inszenierte Show, wie Sie es bereits in Ihrem Buch dargestellt haben.

Eine Überprüfung der deutschen Goldbestände in New York und London liegt mehrere Jahrzehnte zurück. Gab es die überhaupt jemals? Viel wichtiger aber erscheint die Frage, ob das deutsche Gold, das damals von den westlichen Besatzungsmächten „konfisziert“ wurde, noch in Form der Originalbarren vorhanden ist. Weder sämtliche Bundesregierungen, noch die Deutsche Bundesbank ist diese Antwort bislang schuldig geblieben. Und dies wird auch weiterhin der Fall sein. Solange das gesamte, im Ausland gelagerte Gold sich nicht auf deutschem Boden befindet, ist davon auszugehen, das es nicht mehr in Form der Originalbarren existiert.

Im Gegensatz zur Gesamtverschuldung Deutschlands sind die Goldreserven, falls es sie denn noch gibt, zwar Peanuts, aber als Reservewährung unverzichtbar. Immerhin könnte es nach einem Finanzcrash, der möglicherweise schon bald bevorstehen könnte, erneut zu goldgeckten Währungen kommen, wie es vor Bretton Woods 1971 der Fall war. Und dann?

Wie auch immer. Das deutsche Gold sollte so schnell wie möglich zurückgeholt und auf deutschem Boden gelagert werden – ohne wenn und aber! Die Bundesregierung und die Deutsche Bundesbank scheint aber kein Interesse daran zu haben.

Die mittlerweile über 16.000 Unterzeichner der Initiative „Holt unser Gold heim“ werden von der Deutschen Bundesbank und der Regierung im Stich gelassen und eiskalt abserviert. Sie vertreten nach wie vor die Interessen der westlichen Besatzungsmächte und weniger die Interessen des deutschen Volkes.

Vor kurzem traf Cashkurs*Autor Helmut Reinhardt Peter Boehringer bei einer Veranstaltung des IFAAM-Instituts in Hamburg. Im Interview geht es um die Heimholung des deutschen Goldes aus dem Ausland, die Geschichte der Bürgerinitiative „Holt unser Gold heim“, die Rolle der Bank für internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) und weitere interessante Themen.

Peter Boehringer gründete 2003 die PBVV Vermögensberatung in München und ist Gründungsvorstand der Deutschen Edelmetall-Gesellschaft. Er ist Initiator der international viel beachteten Bürgerinitiative „Holt unser Gold heim“ www.gold-action.de (seit 2011) und Autor des gleichnamigen Buches (2015).

Peter Boehringer ist Verfasser zahlreicher Fachaufsätze zu Edelmetallen und Rohstoffen sowie zu Makrothemen. Außerdem ist er Träger der „Roland-Baader-Auszeichnung“ und Mitglied der Friedrich-A.-von-Hayek-Gesellschaft.

Vor 2003 war er zehn Jahre in verschiedenen Funktionen tätig für internationale Unternehmen, u.a. für Booz & Co Inc., Technologieholding GmbH, 3i plc und für die European Telecom Holding AG. Peter Boehringer ist Diplom-Kaufmann und Diplom-Informatiker (European Business School u.a.).

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