Der Dollar frisst den Euro

Von Michael Hudson (free21)

Inzwischen ist klar: Die heutige Eskalation des neuen Kalten Krieges wurde schon vor über einem Jahr geplant. Amerikas Plan, Nord Stream 2 zu blockieren, war in Wirklichkeit Teil seiner Strategie, Westeuropa („NATO“) daran zu hindern, durch gemeinsamen Handel und Investitionen mit China und Russland Wohlstand zu erlangen.Dieser Text wurde zuerst am 07.04.2022 auf www.michael-hudson.com unter der URL <https://michael-hudson.com/2022/04/the-dollar-devours-the-euro/> veröffentlicht. Lizenz: Michael Hudson, CC BY-NC-SA 3.0

Symbolbild. USA und China prallen aufeinander. Gemeinfrei.

Wie Präsident Biden und die nationalen Sicherheitsberichte der USA verkündeten, wird China als der Hauptfeind betrachtet. Und das, obwohl China für amerikanische Konzerne sehr nützlich war, um die Löhne ihrer Arbeiter zu drücken, indem sie die US-Wirtschaft deindustrialisierten zugunsten einer chinesischen Industrialisierung. Chinas Wachstum wurde hingegen als das ultimative Schreckgespenst erkannt: Wohlstand durch Sozialismus. Die sozialistische Industrialisierung wurde immer als der große Feind der Rentier-Ökonomie [1] angesehen, die im Jahrhundert seit Ende des Ersten Weltkriegs und insbesondere seit den 1980er Jahren von den meisten Nationen übernommen wurde. Als Ergebnis sehen wir heute ein Aufeinanderprallen der Wirtschaftssysteme: sozialistische Industrialisierung versus neoliberaler Finanzkapitalismus.

Das macht den neuen Kalten Krieg gegen China implizit zum Auftakt dessen, was zu einem langwierigen Dritten Weltkrieg führen könnte. Die Strategie der USA besteht darin, China seine wahrscheinlichsten wirtschaftlichen Verbündeten – insbesondere Russland, Zentralasien sowie Süd- und Ostasien – zu entreißen. Die Frage war nur, wo man mit der Zerstückelung und Isolierung beginnen sollte.

Die größte Chance sah man demzufolge darin, mit der Isolierung Russland zu beginnen, sowohl von China als auch von der NATO-Eurozone. Es wurde eine Reihe von immer schärferen – und, so die Hoffnung, tödlichen – Sanktionen gegen Russland ausgearbeitet, um den Handel der NATO mit Russland zu blockieren. Alles, was noch fehlte, um das geopolitische Erdbeben auszulösen, war ein Casus Belli.

Dieser ließ sich ziemlich einfach arrangieren. Der eskalierende neue Kalte Krieg hätte im Nahen Osten beginnen können – wegen des Widerstands gegen Amerikas Aneignung irakischer Ölfelder, oder gegen den Iran und diejenigen Länder, die ihm dabei helfen, wirtschaftlich zu überleben, oder in Ostafrika. Für alle diese Regionen wurden Pläne für Putsche, farbige Revolutionen und Regimechanges ausgearbeitet. Dazu wurde Amerikas afrikanische Armee in den letzten ein bis zwei Jahren besonders schnell aufgebaut. Aber die Ukraine, die seit dem Maidan-Putsch von 2014 acht Jahre lang einem von den USA angeheizten Bürgerkrieg ausgesetzt war, bot die Chance auf den ersten großen Sieg in der Konfrontation mit China, Russland und ihren Verbündeten.

So wurden die russischsprachigen Regionen Donezk und Lugansk mit zunehmender Heftigkeit beschossen. Und als Russland immer noch nicht reagierte, schmiedete man – Berichten zufolge – Pläne für den großen Showdown. Ende Februar sollte er beginnen, ausgehend von einem durch US-Berater organisierten und von der NATO bewaffneten Blitzangriff durch die Westukraine.

Russlands präventive Verteidigung der beiden ostukrainischen Provinzen und die anschließende militärische Zerstörung von ukrainischer Armee, Marine und Luftwaffe in den letzten zwei Monaten durch Russland wurde als Vorwand für die Verhängung des von den USA konzipierten Sanktionsprogramms genutzt, wie es sich uns heute darstellt. Pflichtbewusst hat Westeuropa mitgemacht. Anstatt russisches Gas, Öl und Nahrungsmittel zu kaufen, wird es diese von den Vereinigten Staaten beziehen – zusammen mit stark erhöhten Waffenimporten.

Der abzusehende Fall des Euro-/Dollar-Kurses

Untersuchen wir deshalb, wie sich dies auf die Zahlungsbilanz Westeuropas und damit auf den Wechselkurs des Euro gegenüber dem Dollar auswirken wird.

Der europäische Handel und die Investitionen vor dem Sanktionskrieg versprachen einen steigenden beiderseitigen Wohlstand zwischen Deutschland, Frankreich und anderen NATO-Ländern gegenüber Russland und China. Russland lieferte reichlich Energie zu einem wettbewerbsfähigen Preis, und Nord Stream 2 sollte hier einen weiteren Quantensprung bringen.

Die Devisen für diesen steigenden Importhandel von Energie sollte Europa durch die Kombination aus Industrie-Exporten nach Russland und Kapitalinvestitionen in die Entwicklung der russischen Wirtschaft verdienen, z. B. durch Investitionen deutscher Automobilunternehmen und Finanzinvestitionen. Dieser bilaterale Handel und die Investitionen sind nun gestoppt – und werden noch viele, viele Jahre gestoppt bleiben. Die NATO hat Russlands Devisenreserven, die in Euro und britischen Pfund gehalten werden, beschlagnahmt. Und die Russophobie in Europa wird durch US-Propagandamedien angefacht.

Stattdessen werden die NATO-Länder US-amerikanisches Flüssiggas kaufen – aber zunächst müssen sie erstmal Milliarden von Dollar für den Aufbau ausreichender Hafenkapazitäten ausgeben, was vielleicht bis 2024 dauern kann (viel Glück bis dahin).

Die Energieknappheit wird die Weltmarktpreise für Gas und Öl drastisch ansteigen lassen. Ebenso werden die NATO-Länder ihre Waffenkäufe beim militärisch-industriellen Komplex der USA verstärken. Ihre geradezu panischen Käufe werden den Preis für Waffen in die Höhe treiben. Genauso werden auch die Lebensmittelpreise steigen, da ein dramatischer Mangel an Getreide zu erwarten ist: einerseits durch den Wegfall der Importe aus Russland und der Ukraine, andererseits aus Mangel an Ammoniakdünger, der aus Gas hergestellt wird.

All diese drei Entwicklungen werden den Dollar gegenüber dem Euro stärken. Die Frage ist, wie Europa seine internationalen Zahlungen mit den Vereinigten Staaten ausgleichen wird. Was hat es zu exportieren, das die US-Wirtschaft akzeptiert, während deren eigener protektionistischer Einfluss wächst – jetzt, da der globale Freihandel rasant stirbt?

Die Antwort lautet: nicht viel. Was wird Europa also tun?

Ich könnte einen bescheidenen Vorschlag machen. Jetzt, da Europa immer weniger ein politisch unabhängiger Staat ist, sieht es zunehmend mehr wie Panama und Liberia aus – Offshore-Bankenzentren unter „Billigflaggen“, die keine echten „Staaten“ sind, weil sie keine eigene Währung ausgeben, sondern den US-Dollar verwenden. Da der Eurozone monetäre Handschellen angelegt wurden, die ihre Fähigkeit zur Geldschöpfung auf 3 Prozent des BIP beschränken – warum nicht einfach finanztechnisch das Handtuch werfen und den US-Dollar einführen? So wie Ecuador, Somalia oder die Turks- und Caicosinseln?

Ausländischen Investoren würde das Sicherheit bringen gegen eine Währungsabwertung in ihrem zunehmenden Handel mit Europa und dessen Exportfinanzierung.

Die Alternative für Europa besteht darin, dass die Dollar-Kosten seiner Auslandsschulden, die es zur Finanzierung seines wachsenden Handelsdefizits mit den Vereinigten Staaten für Öl, Waffen und Lebensmittel aufgenommen hat, explodieren werden.

Die Kosten in Euro werden sogar noch höher sein, da die Währung gegenüber dem Dollar fällt. Die Zinssätze werden steigen, was die Investitionen bremst und Europa noch abhängiger von Importen macht. Die Eurozone wird wirtschaftlich zu einer toten Zone.

Für die Vereinigten Staaten ist dies eine Dollar-Hegemonie auf Pump – zumindest gegenüber Europa. Der Kontinent würde zu einer etwas größeren Version von Puerto Rico werden.

Der Dollar im Vergleich zu den Währungen des Globalen Südens

Die letzte Konsequenz ist ein neuer Kalter Krieg, der sich – ausgelöst durch den „Ukraine-Krieg“ – in die Eröffnungssalve des Dritten Weltkriegs verwandelt. Und er wird wahrscheinlich mindestens ein Jahrzehnt, vielleicht zwei, dauern, da die USA den Kampf zwischen Neoliberalismus und Sozialismus zu einem weltweiten Konflikt ausweiten. Abgesehen von der wirtschaftlichen Eroberung Europas durch die USA versuchen ihre Strategen gleichzeitig, afrikanische, südamerikanische und asiatische Länder auf ähnliche Weise zu vereinnahmen, wie sie es für Europa geplant haben.

Der starke Anstieg der Energie- und Lebensmittelpreise wird die Volkswirtschaften mit Nahrungsmittel- und Ölknappheit hart treffen – zur gleichen Zeit, in der ihre auf Dollar lautenden Auslandsschulden bei Anleihegläubigern und Banken fällig werden und der Dollarkurs gegenüber ihrer eigenen Währung steigt. Viele afrikanische und lateinamerikanische Länder – vor allem in Nordafrika – stehen vor der Wahl, entweder zu hungern, ihren Benzin- und Stromverbrauch zu drosseln oder sich die Dollars zu leihen, um ihre Abhängigkeit vom US-geprägten Handel zu decken.

Es ist die Rede davon, dass der IWF neue Sonderziehungsrechte ausgibt, um die steigenden Handels- und Zahlungsdefizite zu finanzieren. Aber solche Kredite sind immer mit Bedingungen verbunden. Der IWF hat seine eigenen Methoden, um Länder zu sanktionieren, die nicht der US-Politik gehorchen. Die erste Forderung der USA wird sein, dass diese Länder Russland, China und deren aufstrebende Handels- und Währungsselbsthilfeallianz boykottieren. „Warum sollten wir euch Sonderziehungsrechte geben oder neue Dollarkredite gewähren, wenn ihr diese einfach in Russland, China und anderen Ländern ausgebt, die wir zu Feinden erklärt haben?“, werden die US-Beamten fragen.

Das ist zumindest der Plan.

Es würde mich nicht überraschen, wenn irgendein afrikanisches Land zur „nächsten Ukraine“ würde, mit US-Stellvertretern (es gibt immer noch viele Wahabi-Anhänger und Söldner), die gegen Armeen und Bevölkerungen von Ländern kämpfen, die sich mit Getreide von russischen Farmen ernähren und ihre Wirtschaft mit Öl oder Gas aus russischen Quellen versorgen wollen – ganz zu schweigen von der Teilnahme an Chinas neuer Seidenstraßeninitiative, die ja der Auslöser für Amerikas neuen Krieg um die globale neoliberale Hegemonie war.

Die Weltwirtschaft steht in Flammen, und die Vereinigten Staaten haben sich auf eine militärische Reaktion und den Einsatz des eigenen Öl- und Agrarexports als Waffe sowie auf den Waffenhandel vorbereitet. Jetzt fordern sie die Länder auf, sich zu entscheiden, auf welcher Seite des neuen Eisernen Vorhangs sie stehen wollen.

Und was hat Europa davon? Die griechischen Gewerkschaften demonstrieren bereits gegen die verhängten Sanktionen. Und in Ungarn hat Ministerpräsident Viktor Orbán gerade die Wahl mit einer im Grunde EU- und US-feindlichen Weltanschauung gewonnen, angefangen mit der Bezahlung von russischem Gas in Rubel. Wie viele weitere Länder werden aus der Reihe tanzen – und wie lange wird es dauern?

Was bedeutet das für die Länder des Globalen Südens, die unter Druck gesetzt werden? Das sind nicht einfach „Kollateralschäden“ aufgrund drastischer Verknappung und steigender Preise für Energie und Lebensmittel, sondern es ist das eigentliche Ziel der US-Strategie, die damit die große Spaltung der Weltwirtschaft in zwei Teile einleitet. Indien hat US-Diplomaten bereits erklärt, dass seine Wirtschaft natürlich mit der Russlands und Chinas verbunden ist.

Aus amerikanischer Sicht stellt sich nur die Frage: „Was springt für die lokalen Politiker und Oligarchien heraus, die wir für die Auslieferung ihrer Länder an uns belohnen?“

Das macht den heraufziehenden Dritten Weltkrieg zu einem regelrechten Krieg der Wirtschaftssysteme. Für welche Seite werden sich die Länder entscheiden: für ihre eigenen wirtschaftlichen Interessen und ihren sozialen Zusammenhalt, oder für die US-Diplomatie, die in den Händen ihrer politischen Führer liegt?

Mit Blick auf die Einmischung der USA in Form der 5 Milliarden Dollar, die sie vor acht Jahren in ukrainische Neonazi-Parteien investierten, um die Kämpfe zu initiieren, die den heutigen Krieg auslösten – wie die stellvertretende US-Außenministerin Victoria Nuland prahlte – wäre einiges zu bedenken.

Wie lange wird es angesichts all dieser politischen Einmischungen und Medienpropaganda dauern, bis der Rest der Welt begreift, dass ein globaler Krieg im Gange ist, der sich zum Dritten Weltkrieg ausweitet?

Das eigentliche Problem besteht darin, dass bis zu dem Zeitpunkt, da die Welt begriffen hat, was vor sich geht, Russland, China und Eurasien aufgrund des globalen Zerfalls bereits in der Lage sein werden, eine echte Alternative zur neoliberalen Neuen Weltordnung zu schaffen, die keine NATO-Länder mehr brauchen wird. Diese haben das Vertrauen und die Hoffnung auf gegenseitige wirtschaftliche Vorteile verloren.

Das militärische Schlachtfeld wird mit wirtschaftlichen Leichen übersät sein.

Quellen:

[1] Michael Hudson, „R is for Rentier“, am 05.04.2014, <https://michael-hudson.com/2014/04/r-is-for-rentier/>

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Der Dollar frisst den Euro
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18 Kommentare

  1. Der Plan den Euro kaputtzumachen , d. h. im Wert abstürzen zu lassen im Vergleich zum US Dollar. Diesen Plan hatten die US Amerikaner schon vor über 12 Jahren!
    Im ersten Anlauf (Eurokrise) ist das aber nicht so Recht gelungen, weil die EU Politiker noch nicht so richtig nach der US Pfeife tanzen wollten!

  2. Kernaussage ist wohl: China ist der eigentliche Feind, der die weltweite Hegemonie der USA gefährden könnte. Ich finde, da ist ein Think Tank ziemlich spät draufgekommen. Denn schon der letzte deutsche Kaiser sah die Eventualität der „gelben Gefahr“. Und sollen wir uns jetzt ruckartig zu China umorietieren, nachdem der anglo-zionistische Westen jetzt folgendes erkannt hat: Machtgelüste sind ihm doch wichtiger als Kostenersparnisse, die durch die Schädigung der eigenen Arbeitnehmerschaft erzielt werden konnte.

    Und wieder wird die Strategie gegen China indirekt organisiert, wie weiland gegen den böhmischen Gefreiten und seine Ideologie. Man bricht mit Rußland aus der Krone Chinas einen Zacken, um China immer mehr zu isolieren. Und um Rußland aus der Allianz mit China zu holen, benutzte man seit 2014 die Ukraine als Bauernopfer. Dabei hat man keine Hemmungen bei der Zusammenarbeit mit rechtsradikalen Gruppen, den nützlichen Idioten, wie in Syrien mit dem IS. Später wird man sich von den rechtsradikalen Gruppen wieder trennen, wie auch von Wernher von Braun, nachdem man ihn ausgelutscht hatte, plötzlich bemerkte, in Peenemünde hätte er Zwangsarbeiter beschäftigt, so daß er in seine alte Heimat fliehen mußte.

    Es bleibt abzuwarten, ob diese Projektion erfolgreich sein wird. Wenn man jetzt versucht, in Rußland eine Revolte gegen Putin durch Sanktionen hervorzurufen, hätte umgekehrt Putin eventuell auch das Potential, in Westeuropa den Sturz der Regierungen zu verursachen durch Energieknappheit, Lebensmittelknappheit, Düngemittelembargo.

    Warten wir es ab.

    • Ich glaube nicht, dass eine Wirtschaftskrise den Sturz der Regierung zu folge hätte.

      Das System ist so aufgebaut, dass es egal ist, wer regiert. Selbst wenn dann die AfD dran käme, stehen die doch auch für das FIAT Geldsystem und vertreten das Kapital = die Anglozionistische Mafia… Goldman Sachser an der Spitze und überall Zionisten in der AfD…

      Es gibt keine wichtige Opposition im Land, die nicht vom System selbst geführt wird oder wie im Falle der Linken, von erpressbaren Personen geführt wird.

      Ehe es bei uns kleine spontane Aufstände gibt, ist längst ein blutiger Bürgerkrieg in Frankreich oder Spanien im vollen Gange.

      Eigentlich müsste es ja schon jetzt einen Generalstreik geben, wenn die da nur die Rente mit 70 als Plan erwähnen. Denn das ist ja nichts anderes als eine Rentekürzung für alle, denn dann wird ja einfach die Rente um 70/65 = 7,7 Prozent für die allermeisten gekürzt, die eben nicht bis 70 durchhalten. Und bei den jetzt schon unterirdischen Renten im Umlageverfahren bei explodierenden Preisen und gewollt explodierenden Energiepreisen werden die Löhne nicht vollständig mitsteigen…

      Was auch immer kommt, der Wohlstand der arbeitenden und nicht auf Vermögen sitzenden Menschen wird schrumpfen… Schneller als er in den letzten 30 Jahren schon geschrumpft ist.

      Gleichzeitig werden die anderen ihren Wohlstand weiter vermehren.

      Ich habe heute zufällig gesehen, dass jetzt bundesweit 18% und in vielen Großstädten ca. 50% der Wohnungen möbliert vermietet werden, weil sich so die Mietpreisbremse umgehen lässt und die Mieter nicht so lange bleiben, so dass die Mieten schneller erhöht werden können…

      Eigentlich müsste es auch in den Großstädten schon heute Aufstände wegen der Mieten geben… Passiert aber nicht… Und wird auch wahrscheinlich in Deutschland nicht passieren…

        • Am Tag nach der Bundestagswahl 2017 bekräftigte Alexander Gauland, ein Extremzionist, abermals das „Eintreten für Israel“ als zum Kern des Handlungsauftrags der politischen BRD-Verwaltung „Staatsräson“ gehörig, aber als bei weitem noch zu schwach. Im Bundestag und bei anderen Gelegenheiten gibt Gauland, Fraktionsvorsitzender der AfD im Bundestag, eine Ergebenheit für Israel zu erkennen, die weit radikaler ist als das, was Vertreter der Blockparteien jemals von sich gegeben haben. Er fordert nichts Geringeres, als für Israel im „Ernstfall“ deutsches Blut zu vergießen und für den Judenstaat zu sterben.

          So sagte er in einem Redebeitrag im Bundestag:

          „Das [Existenzrecht Israels zum Teil der deutschen Staatsraison zu erklären] war und ist moralisch richtig, enthält aber eine über das bloße Bekenntnis hinausgehende Verpflichtung – ich habe es an dieser Stelle schon einmal betont –: im Ernstfall einer existentiellen Bedrohung Israels an dessen Seite zu kämpfen und zu sterben.“

          Unter anderem der AfD-Bundestagsabgeordnete Markus Frohnmaier setzte sich dafür ein, daß die BRD es Trump nachtun und Jerusalem als Hauptstadt Israels anerkennen solle.

          Nach ihrem Einzug in den Bundestag 2017 bestellte die AfD-Fraktion eine eigene Antisemitismusbeauftragte. Es ist die stellvertretende Parteivorsitzende Beatrix von Storch. Sie hat die Funktion noch heute inne.

          Im Mai 2021, als die Corona-Diktatur einen Höhepunkt erreicht hatte, forderte die AfD-Bundestagsfraktion in einem mehrseitigen Antrag ein Maßnahmenpaket gegen „Antisemitismus“. Der Begründung läßt sich entnehmen, daß die Funktionäre der Meinung sind, die Deutschen einschließlich der AfD-Unterstützer bedürften dringend solcherart Maßnahmen. Unter anderem sollte an allen Schulen eine Meldepflicht für „antisemitische Vorfälle“ eingeführt werden und es sollten staatlicherseits mehr Professuren für „Antisemitismusforschung“ errichtet werden. Die Übernahme der „Arbeitsdefinition“ unter Nr. 2 zielt auf nichts anderes als auf das Mundtotmachen und die erleichterte Liquidierung von sich irgendwie verdächtig machenden Bürgern mittels Diskriminierung, Rufmord und auf dem Justizweg. Aufgrund des AfD-Antrags vom 12. Mai 2021 sollte der Bundestag die Bundesregierung u. a. (S. 5) auffordern,

          „1. eine Ermessungsgrundlage für die Bekämpfung des Antisemitismus unter Kindern und Jugendlichen zu schaffen und dafür die Einführung einer Meldepflicht für antisemitische Vorfälle an den Schulen in allen Bundesländern, in denen solche Meldepflicht noch nicht gesetzlich verankert ist, anzuregen. […]

          2. die Übernahme der Arbeitsdefinition „Antisemitismus“ der International Holocaust Remembrance Alliance (IHRA) als Orientierungsgrundlage für die Erfassung von antisemitischen Ereignissen im Schulkontext zu fördern […]

          5. bessere Rahmenbedingungen für eine tiefere Auseinandersetzung mit allen Facetten des Themas Antisemitismus im Laufe der Hochschulausbildung der Studenten des Lehramts zu schaffen, indem unter anderem mehr Professuren für Antisemitismusforschung eröffnet und mehr fach- und epochenübergreifende Lehrveranstaltungen angeboten werden, sodass dieses komplexe Thema nicht nur als Teil der NS-Geschichte behandelt und unterrichtet wird.“

          Die Netzpräsenz der AfD-Bundestagsfraktion enthielt im Frühjahr 2022 sechs Unterseiten voller Nachweise über ihren Kampf gegen „Antisemitismus“.

          Quelle: Metapedia

  3. „Das eigentliche Problem besteht darin, dass bis zu dem Zeitpunkt, da die Welt begriffen hat, was vor sich geht, Russland, China und Eurasien aufgrund des globalen Zerfalls bereits in der Lage sein werden, eine echte Alternative zur neoliberalen Neuen Weltordnung zu schaffen, die keine NATO-Länder mehr brauchen wird. Diese haben das Vertrauen und die Hoffnung auf gegenseitige wirtschaftliche Vorteile verloren.“
    .
    .
    Auch hier wieder (wie ich meine) ein sehr wichtiger Aspekt:

    Glauben denn „unsere“ Politiker wirklich, daß wir das verlorene Vertrauen Russlands einfach so wieder zurückbekommen ???

    Die Politiker der BRD haben Russland auf Befehl von Uncle Sam so heftig vor das Schienbein getreten, so daß das russische Schmerzgedächtnis in den nächsten Jahrzehnten nicht unter Demenz leiden dürfte

    Langfristige Verträge, gewaltige Investitionen (Stichwort Nord Stream 2), alles wurde gecancelt (neudeutsch), meinen die wirklich, Russland sagt in ein paar Jahren, Schwamm drüber, alles halb so schlimm ???

    Viele Pfosten-Schildkröten in „unserem“ Land sind mittlerweile zu Vollpfosten-Schildkröten mutiert … Finis Europa !!!

    • @Stahlfront
      Absolute Zustimmung bis allerdings auf die Gedanken unserer sogenannten Politiker. Die sind, wie ich denke, so korrupt und egoistisch, daß die zu 99% sicher sind, daß ihre fetten Bestechungsgelder, äääh pardon Diäten, doch doch bis ans jeweilige Lebensende reichen. Ja und die Menschen, die sind diesem Gesochs doch völlig egal.

    • Schmerzgedächnis? wegen was? Der Verrat Stalins am Hitler-Stalin Pakt ist unlöschbar im Schmerzgedächtnis der Deutschen verhaftet. Stalin trägt die ewige Verantwortung für die Zerstörung Deutschlands und Europas. In Königsberg hatten die roten Verbrecher Stalins wie die Irren gewütet. In Königsberg brannte sogar der Asphalt. Der rote Mob jagte den Flüchtlingen nach um Frauen und Mädchen erst zu vergewaltigen und dann nach Sibirien als Sklaven zu verschleppen. Wer sich nicht vergewaltigen lassen wollte, der wurde von den roten Mördern ein Messer in die Scheide gesteckt und aus dem fahrenden Zug geworfen. Alle Gefangenen mussten unterschreiben dass sie Nazis waren und Schuld am Krieg hatten. Jungen und alte Männer wurden ermordet. Stalins Verrat war der Auftakt zum 2. Weltkrieg. Wenn Stalin und sein zionistischer Mob Hitler nicht in den Rücken gefallen wäre, gäbe es kein Ukraine Problem. Wenn Stalin nicht Finnland überfallen hätte und seine roten Mörderbanden unter Begin nicht die Massenmorde in den Balten begangen hätten, würde Finnland und Schweden nicht aus Angst in die Nato getrieben. Jetzt kriegt Russland unter Putin die Quittung für seinen Verrat und seine Jahrzehnte langen strategischen Fehler. Putin hat es in der Hand, den Verrat Stalins wieder gut zu machen und Reparationen an Deutschland zu zahlen.. Er sollte, anstatt dumme Paraden zu arrangieren, für Frieden in Europa sorgen und Stalins Schuld eingestehen, anstatt von einer neuen Sowjetunion zu träumen..

      • “ Stalin trägt die ewige Verantwortung für die Zerstörung Deutschlands und Europas.“

        Wer hatte denn hauptsächlich die Großstädte Deutschlands bombardiert und Dresden nahezu vernichtet im 2 WK?
        Etwa Stalin?
        Nein das waren die Alliierten.
        Churchill gab den Befehl Dresden udn alle deutschen Flüchtlinge in Dresden zu töten. Die Angelsachsen beschlossen schon beim Freimaurer-Kongress im Jahre 1899 die totale Zerstörung des Deutschen reiches.
        Lesen Sie einfach mal die britischen Zeitungen , die Anfang des 20-sten Jahrhunderts publiziert wurden. Was dort an Hassartikeln gegen das Deutsche Reich geschrieben stand. Es war alles kein Zufall…

  4. „Die heutige Eskalation des neuen Kalten Krieges wurde schon vor über einem Jahr geplant. Amerikas Plan, Nord Stream 2 zu blockieren, war in Wirklichkeit Teil seiner Strategie, Westeuropa („NATO“) daran zu hindern, durch gemeinsamen Handel und Investitionen mit China und Russland Wohlstand zu erlangen.“

    Jede abweichende Ansicht kann nur vollkommener Blödsinn sein, denn die Evidenz dieser Aussage sollte selbst dem Unterbelichtetsten einleuchten, schöne „Freunde“ nicht wahr ihr verkommenen Pfosten-Schildkröten.

    • Ich habe vor einiger Zeit mal eine Rede von Putin gehört.
      Da hat mich ein Satz ganz besonders aufhorchen lassen!
      Er sagt: Auf russischem Boden wird es nie wieder Krieg geben! Jeder der noch eine funktionierende Hirnzelle hat, sollte es sich einmal durch den Kopf gehen lassen, was er damit gemeint hat!
      Für mich ist es sicher, das wenn irgendein Schwachsinniger meint, er müsse den Russen den Krieg ins Haus bringen, er dann mit einer A-Bombe zur Staub gemacht wird!
      Putin ist nicht mit diesen devoten und korrupten westlichen Politikern zu vergleichen. Diese funktionieren über Erpressung und Bedrohungen und er nicht!

      • Egal wie jemand zu Putin steht bzw. ihn beurteilt, eines läßt sich nicht wegdiskutieren, wenn man schaut, im welchem Zustand er das Land vom versoffenen Jelzin übernommen hat, und wie es heute „da steht“, kann man nur mit Respekt und Anerkennung reagieren, zumindest wenn man aufrichtig ist.

      • Putin ist genau ein getriebener wie andere Politiker auch. Keiner steht alleine in einer solchen Position. Hitler nicht. Putin nicht, Biden nicht. Keiner.

        • Einer allein gegen den Rest der Welt?….? Kaum. Müssen schon sehr viele da zusammenarbeiten………Sollte man nur vorsichtig sein, daß man sich nicht überschätzt……Kommt dann ein Ende…ist es vielleicht für immer.,,,.Schön,? wenn manche Möglichkeiten haben, solche Katastrophen hinter sich zu lassen. Hinter mir die Sintflut…….Die dran schuld sind, können sich dann sicher vertschüßen. Humans, der Egoismus und die Machtgier…..eine ewige Geschichte. Wird nie enden.

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