Der Brexit-Betrug: Die Demokratie steht auf der Kippe

von Mark Angelides (thecatblog)

https://www.libertynation.com/the-brexit-betrayal-democracy-on-the-brink/

Ein dunkles Grollen auf den Britischen Inseln deutet auf den Verrat der größten demokratischen Übung in der langen Geschichte des Landes hin. Sturmwolken sammeln sich in Form von elitären Politikern, die versuchen, das Vereinigte Königreich – einst eine stolze, unabhängige Nation – an das zunehmend fragmentierte Projekt der Europäischen Union zu binden. Da sich die offizielle Frist für das Verlassen dieses europäischen Superstaates ihrem Ende nähert, scheint es, dass die gewählten Mitglieder des Parlaments entschlossen sind, den Willen des britischen Volkes in einer Kapitulation aufzuheben, die das Todesurteil seiner Freiheit markieren wird.

Wird das Vereinigte Königreich für immer in einer politischen Union gefangen sein, ohne Hoffnung auf ein Entrinnen? Werden die britischen „Deplorables“ (die Erbärmlichen) auf die Straße gehen und verlangen, dass der Demokratie genüge getan wird? Und haben die Wähler noch irgendeinen Zweifel, dass die Regierung ihre eigenen Pläne hat, die in einer fortwährenden Saga aus dünnem Haferschleim serviert wird?

Wir werden jede Woche die Machenschaften und Tricks untersuchen, die die britische Politik infizieren.

Die Termine, die Entscheidungen

Am 29. März soll Britannien die Europäische Union verlassen. Gemäß Artikel 50 des Lissaboner Vertrags hat das Vereinigte Königreich die Zweijahresfrist zum Austritt eingehalten, und dieser Stichtag kommt sehr schnell näher. Man möchte vielleicht meinen, dass der Brexit eine ausgemachte Sache ist und dass dieses Land von Ladenbesitzern (so nannte Napoleon seine letztendlichen Bezwinger) mit dem Rest der Welt neue Handelsabkommen aushandeln würde. Aber nein, es sind weitere Machenschaften im Gange.

Das Referendum von 2016 hatte eine einfache Frage: Soll das Vereinigte Königreich Teil der EU bleiben? Als diese Frage in einer historischen Abstimmung beantwortet war, hätte die nächste Frage einfach lauten sollen: Wann wollen wir austreten? Diese Frage, die den britischen Wählern gestellt wurde, verwandelte sich jedoch in eine bösartige Hydra aus wie sollen wir austreten, welchen Deal soll es mit der EU geben und wie viel Macht soll in den Händen der nicht gewählten Bürokraten in Brüssel verbleiben?

Die britische Regierung hat in ihrer allzu begrenzten Weisheit beschlossen, dass ein Austritt aus der Union nach den simplen Regeln der Welthandelsorganisation (WTO) eine Giftpille für die Wirtschaft wäre. Vergesst nicht, das ist die selbe Regierung, die falsch vorausgesagt hat, dass Britannien nach einem Austrittsvotum sofort in eine Rezession stürzen würde. Die Konservative Partei unter Premierministerin Theresa May kratzt bedauernswert nach Kompromissen der unbeugsamen Fanatiker, die erklärt haben, dass Großbritannien für das Verbrechen „bestraft werden muss“, den Mut zu haben, ihren kostbaren Club zu verlassen. Wie Nigel Farage, Mr. Brexit höchstpersönlich, betont, sieht das Austrittsabkommen bisher eher wie eine Kapitulationsurkunde aus, die unter vorgehaltener Waffe von einer besiegten Nation unterzeichnet wird.

Deal oder kein Deal

Mays Minister versuchen derzeit mit wenig Glück, kleine Zugeständnisse für ein Austritttsabkommen zu erhalten, das von May ausgehandelt, aber vom Parlament abgelehnt wurde. Die oppositionelle Labourpartei hat nach drei Jahren Tändelei endlich beschlossen, dass jetzt – sehr spät – ein weiteres Referendum erforderlich ist, um sicherzustellen, dass die vermeintlich idiotischen Plebejer genau wissen, was sie zum ersten Mal gewählt haben.

Und währenddessen behaupten die widerspenstigen EU-Führer nicht nur selbstgefällig, dass es nichts zu verhandeln gibt, sondern dass diejenigen, die es gewagt haben, den Brexit zu orchestrieren, „einen besonderen Platz in der Hölle“ bekommen.

Doch was ist es, was die britische Öffentlichkeit eigentlich will? In einer aktuellen Umfrage von Politico wurde gefragt, welches Szenario die Befragten bevorzugen würden. Die Optionen und die Antworten waren:

— Ein Aufschub des Austritts aus der EU, um einen anderen Deal auszuhandeln: 15,6%

— Ein Verbleib in der EU: 31,5%

— Ein Austritt aus der EU ohne einen Deal der Regierung: 16,4%

— Ein Austritt aus der EU ohne jeden Deal: 21,6%

Auf den ersten Blick sieht das so aus als hätte ein Verbleib in der EU die meiste Unterstützung. Bis man erkennt, dass es eine gewichtete Frage ist: Man sieht, obwohl 31,5% der Menschen den Verbleib im EU-Projekt unterstützen (weniger als die 48% der Wähler im Jahr 2016), so unterstützen die anderen drei Optionen alle einen Austritt. Eigentlich wollen 53,6% der Befragten einen Austritt auf die eine oder andere Weise. (Die anderen Befragten antworteten mit „weiß nicht“.)





Warum die Trennung?

In einer repräsentativen Demokratie sollten die gewählten Politiker doch vernünftige Schritte unternehmen, um die Mehrheitsentscheidung der Wähler umzusetzen, insbesondere wenn die oben genannten Politiker in einem Parlamentsbeschluss zugestimmt hatten, den Willen des Volkes zu erfüllen.

Warum also stellt es sich als so schwierig heraus, den Brexit tatsächlich zu erreichen? Es könnte sein, weil die Remain-Fraktion im Parlaments behauptet, dass der Austritt einfach viel zu kompliziert und eine unmögliche Aufgabe ist. Wenn dies der Fall ist, wäre es sinnvoll, jetzt den Stecker zu ziehen, während ein Austritt noch möglich ist, anstatt in einem schmerzhaften Austrittsverfahren stecken zu bleiben, während das gesamte (EU) Projekt zusammenbricht (wie viele Ökonomen jetzt voraussagen).

https://www.capitalandconflict.com/end-of-europe/page/1

Oder ist es womöglich so, dass von den 650 Abgeordneten, die die 650 Wahlkreise des Vereinigten Königreichs vertreten, die Mehrheit von denen persönlich dafür ist zu bleiben und daher das ignorieren, was ihre Wähler gefordert haben? Wie sich herausstellt, haben nur 156 Abgeordnete öffentlich einen Austritt aus der EU unterstützt, jedoch haben mehr als 400 Wahlkreise so abgestimmt. Dies zeigt, dass eine große Mehrheit der Abgeordneten die Stimme ihrer eigenen Wählerschaft nicht respektiert.

Wenn es jemals ein Argument für ein britisches Wahlkollegium geben sollte, dann ist es das. Die Abstimmung über den Austritt aus der Europäischen Union wurde in Bezug auf die Gesamtstimmen mit einem knappen Vorsprung gewonnen, aber nach Gebieten und Wahlkreisen war es ein riesiges „und Tschüss“ aus fast allen Teilen des Landes — außer London, der Hauptstadt. Dass die schiere Anzahl der Menschen, die auf einem kleinen Gebiet Großbritanniens leben, die entscheidende Bedeutung für die Richtung und das Leben derjenigen hat, von denen sie so weit entfernt sind, zeigt uns, dass das gegenwärtige System zutiefst fehlerhaft ist.

Die Wut in Großbritannien ist am Siedepunkt. Immer mehr Demonstranten gehen auf die Straße. Der Glaube an den Wert einer Wahl wird Tag für Tag untergraben, und die gemurmelte Unterhaltung in Hinterzimmern und Bars in der ganzen Nation ist eine aus Ekel und rechtschaffener Empörung. Wenn der Wandel nicht durch die Wahlurne kommt, wird die Nation im Chaos versinken, und der Gesellschaftsvertrag könnte irreparabel geschädigt werden.

*****

Und was sagt uns das? Wahlen in einer von der anglo-amerikanischen Hochfinanz diktierten Demokratie werden erst dann akzeptiert, wenn das Ergebnis den Finanzhaien und den Lenkern der Polit-Marionetten passt. Dafür gibt es genügend Beispiele.

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Der Brexit-Betrug: Die Demokratie steht auf der Kippe
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8 Kommentare

  1. Für mich sieht das alles nach wie vor wie eine Inszenierung aus, die da läuft, auch das Referendum.
    Man nehme einen gewichtigen Staat der EU und lasse die Bevölkerung „demokratisch“ abstimmen. Dann mache man daraus ein knappes Ergebnis pro Brexit. Die Bevölkerung ist gespalten. Jetzt hat man 2 Jahre Zeit, um anderen Mitgliedsstaaten der EU aufzuzeigen, wie schlimm sich ein Austritt aus der EU auswirken würde. Nach dem Motto: seht her, Nachahmung nicht empfohlen (bestrafe Einen, erziehe Hunderte). Jetzt naht der D-Day am 29. März. Man munkelt über eine Verschiebung, oder evtl. ein neues Referendum. Ich tippe auf Letzteres und es würde gegen den Brexit „ausgehen“. Dann kann man sich hinstellen und behaupten, die Wähler hätten jetzt gesehen, wie schwierig das wird und sich eines besseren besonnen. Alles bleibt wie gehabt. Und das Ergebnis der Geschichte ist: jedes andere Land, das mit einem Austritt liebäugelt, überlegt sich das dreimal. Mission erfüllt.

    • Gute Analyse & Zustimmung, Angsthase. Alles Taktik. Nix zufällig. Wahlen kann man fälschen, Bevölkerungen lenken. NOCH! Aber irgendwann fliegt diese miese Scharade auf, weil alle nur noch „Häh?“ fragen werden. „So hoab i aber net gewettet!“
      Alles wird gut Bunny…und dann gehen wir alle schön nen Bembel heben. 🙂

      Die Schwachköppe zerlegen sich rechtzeitig selbst. Sie sind zumindest emsig dabei, siehe Macron. Braucht schon extra einen Fluchthubschrauber im Garten. Miss Piggy sieht man (in bekannter Manier) überhaupt nicht mehr. Wo ist die denn plötzlich hin? Vielleicht mit Bubi´s Heli heimlich nach Neuseeland voraus geflattert?

      Man erkennt in allen Politiker-Aussagen (auch innenpolitisch) wie ihnen der Arsch auf Grundeis der Glaubwürdigkeit geht. Wie sie mit Phrasen um sich schlagen wie ein Ertrinkender/Ertrinkende/Ertrinkendes im Wasser. Das hält doch niemand mehr lange aus.

      • Zulu, sagte ich doch, die zerlegen sich alle selbst. Denn auffällig wird langsam, dass es so aussieht, als wären sie den ganzen Dingen nicht mehr gewachsen. Und je länger die rummurkseln, umsomehr Menschen werden wach. 🙂

        PS.: Bembel? Bitte nicht. Von dem Zeugs habe ich schon mal unter dem Tisch gelegen und war danach 3 Tage nicht mehr zu gebrauchen. 🙂

        • Drei Tage ohne Dich? Das wäre aber schlimm! Trotzdem, das ist doch Euer Regional-Gebräu? Haha…nach 2 Liter-Stück litt ich auch an Magenkrämpfen. Es schmeckt ganz gut, aber die Nebenwirkungen stehen leider nicht auf der Verpackung, in der Tat. Halten wir lieber etwas UNVERGORENEN Apfelsaft zum Anstoßen zurück.

          Dauert nicht mehr lange…nei, nei, glaube ich auch nicht. Dachte so in 2007, der Umbruch geschieht nun schneller, aber erst jetzt geht´s richtig los. Verkalkuliert. War leider zu früh dran.

          Anyway…keep your head up high and the Bembel in the trunk.
          For any emergencies…you´ll never know! 🙂

          LG Zulu

    • 10.03.2019

      Lieber Angsthase, Du bringst manchmal die Undurchsichtigkeit der Politik zum Ausdruck, wer das macht und wo das hinführt. Du befindest Dich vermutlich in der Gesellschaft der größten Geister der Menschheit: Scio me nescire. Ich weiß, daß ich nichts weiß.

      Wir unterliegen einer gut funktionierenden zionistischen Verschwörung, die von dem Scharlatan Einstein bis zur modernen Kunst reicht, die niemand versteht, wir aber bewundern sollen wie des nackten Kaisers Kleider.

      Diese Zionisten beherrschen im Hintergrund unsere Welt wie im Altertum die anonyme Moira, d. h. das Schicksal, das zugreift ohne daß wir es erkennen oder abwenden könnten.

      Die Protagonisten dieses Welttheaters sind einzuteilen in willige wie unwillige.

      Frau Merkel ist ein williger Agent, der auch nicht wußte, wohin der ausgeführte Auftrag führen wird und der deswegen bei der Ausführung der Masseneinwanderung wie ein trotziges Kind sagte: „Jetzt sind sie eben da“, oder „Wir schaffen das“.

      Zu den unwilligen Agenten gehörte der Verfemte, der auch das Schicksal ausführte und sich am 19. Juli 1940 vor dem Reichstag wie folgt äußerte:

      http://gruenguertel.kremser.info/wp-content/uploads/HitlerReden_1940_1941.pdf

      „Wer die auslösenden Momente dieser geschichtlichen Auseinandersetzung in Vergleich bringt zum Umfang, der Größe und Tragweite der militärischen Ereignisse, dem muß die Erkenntnis werden, daß Vorgänge und Opfer dieses Kampfes in keinem Verhältnis stehen zu den behaupteten Anlässen, es sei denn, daß diese Anlässe selbst nur Vorwände waren für verborgen liegende Absichten.“

      Der Verfemte spricht hier die Vermutung aus, daß der Anlaß „Polen“ nur ein Vorwand noch tiefer liegender Absichten war, nämlich die Deutschen und ihr Reich zu zerstören.

      Wir sehen jetzt die unbegreiflichen Vorgänge in Syrien und Venezuela, auch die der Nato in der Ukraine, den Brexit; Vorgänge, denen wir auf jeden Fall, weil schon bisher unschuldig bestraft, verweigern sollten.

  2. Die EU Politschranzen regieren und herrschen, und das Volk ist entmündigt, paralysiert und schweigt! Brüssel befiehl,
    wir folgen! EU Demokratie? Lachanfall!!!!
    Plündern, morden, rauben nennen sie mit falschem Namen „Union“ und wo sie eine Wüste schaffen nennen sie es
    Frieden.(Nach Tacitus)

  3. 08.03.2019

    Nachdem die Briten innerhalb eins Vierteljahrs nicht ausgetreten waren, war mir klar, daß der Austritt so künstlich erschwert wird, daß er de facto nie kommen wird, vermutlich steht hinter diesem Täuschungsmanöver die City of London. Wie konnte Frau May davon ausgehen, daß England dieselbe Geldmenge in den Gemeinschaftstopf EU einzahlt ohne irgenwelche Rechte in der EU zu haben? Natürlich mußte sie wissen, daß das Unterhaus ihren Deal ablehnt, den sie mit der EU-Führung vorsätzlich so eingefädelt hat. Es lohnt sich nicht, sich in die Spitzfindigkeiten einzuarbeiten, durch die der Brexit zu Fall gebracht wird und den Frau May als unumstößlich verkauft. Der Brexit ist schon längst gestorben!!! Die Demokratie hat in England noch nie existiert!

    Und es war nicht der erste Betrug, durch den die engllische Regierung ihr Volk betrogen hat. Am 4. August 1914 sagte Sir Edward Grey im Unterhaus, der Schaden für Großbritannien sei größer, wenn es neutral bliebe anstatt gegen uns Krieg zu führen. Quatsch!!! Arnold Toynbee jammert in seinen Memoiren mehrfach, daß fast alle seine Klassenkameraden in Flandern ins Gras gebissen haben!

    Und dieser Unhold in Menschengestalt namens Churchill, dem die Geheimloge erst vor einigen Jahren in Paris wieder ein Denkmal errichtet hat, wurde vom Verfemten mehrfach gewarnt, Großbritannien könnte sein Imperium verlieren, wenn es erneut zum Krieg gegen uns kommt, und schon war 1947 Indien wieder selbständig! Die Holländer verloren Indonesien, die Franzosen Cochinchina. Alles Unabhängigkeit, die diese Kolonialländer dem Krieg gegen uns verdanken.

    Die grenzenlose Gemeinheit, mit der England den Burenkrieg begann und die Bevölkerung der Buren in Konzentrationslagern nur wegen des Goldes verhungern ließ, auch Dresden, erfordert von uns höchste Vorsicht, weil wir gegenüber der britischen Verlogenheit und Gemeinheit schlichtweg nicht aufkommen werden. Wir sind ihnen eben nicht gewachsen!!! Man bedenke, daß Großbritannien jetzt wieder eine Festlandsdegen gegenüber Rußland braucht, und wie gemein sie unbeweisbare Dinge im Fall Scripal verbreiten.

  4. Wahlen sind unglaublich einfach zu fälschen: Gebt mir das Programm bei der Erfassung der Wählerstimmen, sagt, wie das Ergebnis und der Demokratie darstellende Zählverlauf in der Öfrfentlichkeit aussehen soll, dazu 2 Tage und das Ding macht, was ihr „befohlen“ habt.

    Mal ist der vorne, mal jener. Dann gibt es in einem gewünschten Gebiet einen großen Ruck, worauf die anderen wieder langsam aufholen – Kasperle, sonst nichts.

    Eher passt (um ein altes Klischee aufzuwärmen) eine Elefant durch ein Nadelöhr, als dass Wahlergebnisse der Wahrheit entsprechen.

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