Der alte Traum vom neuen Land

In Berlin am 29. August – eine Ahnung von Deutschland

Autor: Uli Gellermann (rationalgalerie)

Gedränge war angesagt: Was in Corona-Zeiten doch so verboten ist, die Schultern der Nachbarn zu berühren, ihre Nähe zu spüren, das war das Gebot der Stunde auf dem großen Fest der Freiheit zwischen Bahnhof Friedrichstraße und dem Großen Stern. Ausgerechnet der kleinkarierte Berliner Senat, eine Verlegenheitslösung von ROT und GRÜN und ROT, ließ seine Polizei zum Geburtshelfer des neuen Gefühls werden: Die kesselte die Menschen aus Eberswalde, aus Nürnberg, dem Rheinischen und dem Schwäbischen so lange ein, bis alle Infektionsschutzdämme brachen und der Körperkontakt von der erzwungenen Notwendigkeit zur fröhlichen Normalität wurde. Was aussah wie ein Trick: Einkesselung bis der Hygienevorwand als Grund zur Auflösung der Groß-Demonstration reichte, verkehrte sich in sein Gegenteil. Denn wer gestern noch fremd war, der war heute verwandt mit seinem Nächsten und auch mit denen, die es geschafft hatten, aus dem Gewühl heraus wieder in Bewegung zu geraten.

Alles Antisemitisch – oder was?

Alles Antisemitisch oder was? Felix, der mit der Israel-Flagge, war schon seit Stunden unterwegs: Keiner habe ihn dumm angemacht, keiner der von den Medien so fest versprochenen Rechtsradikalen und Antisemiten habe ihn ausgegrenzt. Was er denn auf einer Demo gegen das Corona-Regime zu suchen habe? Er möge nun mal Israel, so ein Mögen habe doch auch seinen Platz unter den Hunderttausenden, die für ein besseres Land zusammengekommen seien. –

So ein geschundenes Land

So ein armes, geschundenes Land sei dieses Palästina, gerührt wußte das der, der sich fest in seine Palästinenser-Fahne eingewickelt hatte, zu berichten. Er wolle mal klar machen, wie sehr wir alle mit den Unterdrückten solidarisch sein müssten. – Mögen und Wollen: Alles hatte seinen Platz auf der großen Bewegungs-Party, dem Fest des Körperkontaktes und der Zuneigung und der schwärmerischen Intelligenz.

Das Reich ist arm

Das schnarrte nur so und schrie sich heiser: Direkt vor dem Reichstag hatte ein schlechter Hitler-Imitator ein prima Mikro in der Hand und versuchte phonetisch die Entfernung bis zum Brandenburger zu überbrücken. Schwarzweissrote Tücher umwehten die ideologische Wagenburg, als könne das verblichene Reich durch viele Tücher eine Auferstehung erleben. Ja, das Gebrüll schwoll hinüber zu denen, die sich neu gefunden hatten, wohl Unter den Linden und anderswo in Berlin, auf Straßen und Plätzen und auch in den Bahnen, um den Kessel zu umfahren, doch das arme Gekrächze erreichte nicht jene, die für ein besseres Deutschland unterwegs waren. Ein Land, dass man erst noch gewinnen will, wie die Holländer einst neues Land aus dem Wasser gewonnen hatten. Denn die waren auch da: VREIHEIJD!! klang es aus ihren Reihen, aus Rotterdam waren sie nach Berlin gefahren, der Stadt, die von der deutschen Luftwaffe im Mai 1940 zum Auftakt des „Westfeldzuges“ zerbombt worden war. Und sie sangen, die Niederländer, sie sangen, hörte ich „Hup Holland Hup“, das Lied der Oranje-Fußball-Fans?





Die LINKE hat sich ein anderes Volk gewählt

Reden gab es auch auf der Hauptbühne am Großen Stern. Und wer nicht gerade mit der Entdeckung seiner neuen Nachbarn beschäftigt war, der wird wird sogar zugehört haben. Vielleicht jenem GRÜNEN Bundestagsabgeordneten, der davon erzählte, dass ihn seine Fraktion wie einen Verrückten behandelt hatte, weil er Zweifel an der offiziellen Corona-Legende äußerte. Ein linker Abgeordneter war nicht zu hören. Die Parlamentarische LINKE hatte sich schon vor Monaten ein anderes Volk gewählt als jenes, das nun auf den Straßen Wirklichkeit lebte. Die LINKE hat sich für ein keimfreies Volk entschieden, eines ohne jeden Virus, aber auch ohne soziale Kontakte. Sie wird das wirkliche Volk nur wiederfinden, wenn sie sich die Hände schmutzig macht, so wie das beim Arbeiten üblich ist.

Parallele-Medien-Welten

Thorsten hat mehr als 70 Filme für ARD, ZDF, arte und andere gemacht. Bis er keine Lust mehr hatte. Wegen der vielen falschen Welten, die in den öffentlich-rechtlichen Medien produziert werden. Er atmet auf der Straße des 17. Juni wirkliche Wirklichkeit. Es tut ihm ersichtlich gut. In den öffentlich-rechtlichen Medien und auch aus den Privaten kann man danach vom „Sturm auf den Reichstag“ erfahren. Die Polizei hatte dort erst eine bequeme Lücke für „Reichsbürger“ gelassen. Wie verabredet wurde die dann genutzt, man holperte die Treppen hoch. Sogar echtes Reizgas soll zum Einsatz gekommen sein. Der braune Furz wird später von den Mehrheitsmedien zum Sturm aufgeblasen und zur zentralen Meldung gemacht. In dieser parallelen Welt verschwinden die echten Teilnehmer-Zahlen, dahinter verschwinden die Grundrechte, dahinter verschwinden die echten Menschen. Es ist fraglich, wie lange diese Medien-Parallel-Welten ihren Konsumenten noch diese Disney-Nachrichten-World erfolgreich verkaufen kann. Hier wir der Hebel zur Veränderung angesetzt werden müssen.

Was Nun?

Nur wenige Kilometer weiter, beim Edel-Türken in Charlottenburg, ist alles so wie immer: Lecker und edel eben. Die große Stadt schluckt die Massen zwischen Brandenburger Tor wie das Eis zum Nachtisch. Nun war es in Berlin gewesen, das Volk, das einen alten Traum neu träumt. Ein Volk, dass sich nicht hinter Masken wegsperren lassen will. Ein Volk, das vor Monaten noch mit ein paar Festnahmen am Rosa-Luxemburg-Platz zu bändigen war. Wird es in die Geschichtslosigkeit zurückkehren? Nach dem 29. August 2020 nicht so schnell. Denn der Kampf um Freiheit ist alt und zäh. Der stirbt nicht wegen korrupter Medien einfach aus. Der neue Kampf um Freiheit hat erst angefangen.

Zweite Rede von Robert Kennedy Jr.

KennEdy jr. erschien erneut und sprach zur Menge. Er musste seine Rede unterbrechen und laut einiger Stimmen von Querdenken evakuiert werden, da man eine Festnahme des Redners befürchten musste.

OFFENKUNDG WAR DIE DEMO FÜR DEN ROT-ROT-GRÜNEN-SENAT ZU FRIEDLICH

 

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