Das Ziel ist klar: Weltherrschaft

Die Europäer haben schon lange den Verstand verloren und in der Nachkriegszeit nicht bemerkt wie sie von den Amerikanern unterwandert wurden

Zeichung: Saeed

von Franz Krummbein (berlin-athen)

„Teile und herrsche“

In seiner Außenpolitik scheint Washington nicht auf die alte, bewährte Regel „teile und herrsche“ erzichten zu wollen. Man gewinnt den Eindruck, als beabsichtigten die amerikanischen Behörden, möglichst viele „Gefahrenherde“ entstehen zu lassen, wobei sie sich von dem Mittelpunkt des Geschehens fernhalten und die destruktiven Prozesse in einem einschlägigen Land bzw. in der Region fernsteuern.
Natürlich geschieht es um des eigenen wirtschaftlichen und geopolitischen Nutzens willen. Höchstwahrscheinlich geht es um die globale geostrategische Linie der USA auf die Unterwerfung der Länder, welche wichtige strategische Positionen einnehmen, durch die Ölleitungen verlaufen bzw. in denen Öl gefördert wird.

Dies trifft auf den Irak, Syrien, Libyen zu. Auch im Fall der Ukraine ist das Ziel ziemlich klar: Die Ukraine soll in den Einflussbereich der Nato einbezogen werden, die Allianz der russischen Grenze näher rücken und ein mächtiges Werkzeug zum Druck auf Russland geschaffen werden. Dies hat nicht geklappt, darum griffen die USA zu Sanktionen und Drohungen gegen Moskau.

Jedoch erreicht Washington nicht immer und nicht überall sein Ziel, alle und alles zu kontrollieren. Er führt trotzdem das Projekt mit dem Codenamen „globaler Maidan“ weiterhin fort. Als Ergebnis der Unterstützung der Kiewer EU-Integratoren wurde das Land in den Abgrund des Bürgerkrieges gestürzt, ihm droht endgültiger Zerfall. 2008 haben die amerikanischen gescheiterten Strategen den georgischen Präsidenten Michail Saakaschwili aktiv zu einem „kleinen siegreichen Krieg“ ermuntert.

Als Ergebnis verlor Georgien für immer Abchasien und Südossetien. Libyen ist dank den USA in autonome Stammesgebiete und Regionen zerfallen, die von Terroristengruppierungen kontrolliert werden. Der Irak existiert faktisch nicht als einheitlicher Staat. Nun unterstützt Washington dazu noch die Kurden, die ihren eigenen Staat gründen wollen. Daraus können für die Türkei, wo Millionen Kurden wohnen, kolossale Probleme resultieren.

Die Region wird dadurch an den Rand eines neuen großen Konflikts gebracht. Sie wollen auch Syrien aufsplitten, indem sie ihre Anstrengungen zur Stürzung seines Präsidenten Baschar al-Assad wieder verstärken, der bei den jüngsten Wahlen von dem Volk unterstützt wurde.

Es liegt auch auf der Hand, dass diese totale Kontrolle sich in instabilen, in Chaos versunkenen Gebieten leichter verwirklichen lässt. Dort kann man mit Zuckerbrot und Peitsche herrschen, sowohl über die Behörden selbst, als auch über ihre Schützlinge. Im Grunde genommen passt es ganz gut zu der Logik eines „globalen Maidans“.

Neuer Schritt zu großem amerikanischen Ziel

Der Ex-Präsident Georgiens, Michail Saakaschwili, wird die westlichen Waffenlieferungen an die Ukraine koordinieren, berichtet der ukrainische Fernsehsender „Espreso.TV.“ Ihm zufolge wird er wahrscheinlich ein Büro in der ukrainischen Präsidialverwaltung haben.

Das Thema der Waffenlieferungen an Ukraine wird in vielen Ländern stark diskutiert. Großbritannien, Deutschland, Frankreich, Italien, die Niederlande, Tschechien, die Slowakei, Ungarn und Estland haben Waffenlieferungen an Kiew abgelehnt. Polen gab bekannt, es sei bereit, je nach den finanziellen Möglichkeiten Kiews Waffensysteme an die Ukraine zu liefern. Kanada liefert bereits nicht-tödliche Waffen an Kiew.

Die Falken in Washington setzen das Weiße Haus immer mehr unter Druck und drängen US-Präsidenten Barack Obama zu Waffenlieferungen an die Ukraine. Eine Gruppe von US-Experten haben das Weiße Haus aufgefordert, Kiew direkte militärische Hilfe zu erweisen.

Der US-Kongress hat einen Gesetzentwurf über Waffenlieferungen im Wert von einer Milliarde US-Dollar an die Ukraine konzipiert. In dem Gesetzentwurf sind zudem die Lieferung von Kampfmonturen und Ausbildungsprogramme für die ukrainischen Streitkräfte bis September 2017 vorgesehen.

In den letzten Wochen gingen im Weißen Haus mehrere Anträge aus beiden Kongresskammern zur Billigung von Waffenlieferungen an Kiew ein. Dazu gehören die Anti-Panzer-Raketen Javelin, Radare und Aufklärungsdrohnen. Sowohl die Demokraten als auch die Republikaner unterstützen dieses Vorhaben.

Im Dezember initiierten die Kongressmitglieder die Verabschiedung eines Gesetzes, das Präsident Obama ermöglicht, die ukrainische Regierung mit Waffen und Militärtechnik zu beliefern, darunter Panzerabwehr-, panzerbrechende und Schusswaffen sowie Munition. Zu diesem Zweck sollen 350 Millionen Dollar 2015 bereitgestellt werden. Dennoch hat Obama bislang noch keinen Beschluss gefasst.

Das Weiße Haus hatte in der Vergangenheit stets die Lieferung von tödlichen Waffen ausgeschlossen. Nach einem Gespräch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel in Washington teilte Obama mit, dass er zwar keine Entscheidung über Waffenlieferungen getroffen habe, sich diese Option jedoch offenhalte.

Nur wenige Stunden vor Beginn der gestrigen Gespräche in der weißrussischen Hauptstadt Minsk erklärte der Kommandeur der NATO-Bodentruppen in Europa (LANDCOM), Generalleutnant Ben Hodges, die amerikanischen Streitkräfte würden ab März ukrainische Kampftruppen für die Kämpfe gegen die Separatisten in der Ostukraine ausbilden. Dazu soll ein amerikanisches Bataillon drei ukrainische Bataillone unterstützen.

»Wir werden sie in Sicherungsaufgaben und medizinischer Versorgung ausbilden, und darin, wie man in einer Umgebung operiert, in der die Russen die [Kommunikation] stören und wie sie sich selbst vor russischem und separatistischem Artilleriefeuer schützen können«, wird Hodges von der Nachrichtenagentur Reuters zitiert.

Bereits im Januar hatte Hodges in Kiew eine ähnliche Ankündigung geäußert. Damals vermied er aber konkrete Angaben zur Zahl der beteiligten amerikanischen Soldaten. Aus dem Pentagon hieß es, an dem amerikanischen Ausbildungsprogramm würden von ukrainischer Seite etwa 600 Mitglieder der Nationalgarde teilnehmen, berichtete die Washington Post.

Pentagon-Sprecherin Oberstleutnant Vanessa Hillman erklärte, die gegenwärtig im Nordosten Italiens stationierte 173. US-Luftlandebrigade werde im Rahmen dieser Unterstützung in die Ukraine verlegt.

Ziel der Ausbildung sei es, den Aufbau und die Kampfkraft der Nationalgarde, die die Regierung in Kiew erst kurz nach ihrer Machtergreifung im Februar 2014 aufgebaut hatte, zu verstärken. Eine Delegation amerikanischer Militärausbilder ist bereits in Kiew eingetroffen, um Einzelheiten des Programms mit ukrainischen Militärvertretern zu erörtern und den Truppenübungsplatz zu besichtigen.

Die Ausbildung soll ab März auf dem etwa 380 Quadratkilometer großen Truppenübungsplatz Jaworiw in der Nähe der ukrainisch-polnischen Grenze beginnen. Jaworiw ist der größte militärische Schießplatz in Europa und befindet sich in der Nähe der ukrainischen Stadt Lwiw. Das Freiwilligen-Bataillon Donbass soll nach den Worten seines Kommandeurs Semjon Sementschenko, zu den Ersten gehören, die eine amerikanische Ausbildung erhalten.

Die Truppen der Nationalgarde würden »entlang der Richtlinien und Vorgaben des regulären amerikanischen Ausbildungssystems der [Spezialeinheiten] Navy SEALS und der Delta Force« üben, verkündete Sementschenko über soziale Medien weiter. Seit Beginn der Kampfhandlungen im Südosten der Ukraine werden der Nationalgarde wiederholt Kriegsverbrechen, wie etwa der absichtliche Beschuss von Wohngebieten in den Regionen Donezk und Lugansk sowie die Blockade humanitärer Hilfe für die Region, zur Last gelegt.

Die ukrainischen Rechtsradikalen nehmen zunehmend mehr Einfluss auf die Politik und wollen quasi ihre eigene Armee bilden, schreibt die „Nesawissimaja Gaseta“. Zugleich erinnerte sie daran, dass viele Freiwilligen-Bataillone auf Initiative und mit finanzieller Unterstützung des Gouverneurs des Gebietes Dnepropetrowsk und Oligarchen Igor Kolomoiski gebildet worden seien. In letzter Zeit sehen wir, dass sein Team und das Umfeld des Präsidenten unterschiedliche Ansichten zur Situation im Donezbecken und zu vielen Prozessen im Land haben. Im Grunde ist Poroschenko eine Art ‚Taube‘ und Kolomoiski eine Art ‚Falke‘.

Die Kolonialregierung der BRD

Man kann die Schlussfolgerung ziehen, dass sie alles tun können, nur um ihren Chefs aus Washington zu gefallen und ihre 30 Silbergroschen für die Vernichtung der russischsprachigen Bevölkerung, der Orthodoxie, der Geschichte und der Ukraine selbst zu erhalten. Der Westen ist wie Schafe, die von dem Hammel zum Schlachthof geführt werden, blöken und verstehen, dass es dort nach Blut riecht und dass man sie vernichten wird. Deshalb will man keine Sanktionen verhängen, deshalb dreht man sich, deshalb versucht man etwas Deutliches zu finden. Aber man geht sowieso mit gesenktem Kopf, weil sie von dem Einfluss Washingtons und zweifellos von der Leitung des Nato-Hauptquartiers sehr stark abhängen. Die Europäer wollen von dem blutigen Gemetzel, der dort dauert, nichts wissen. Sie verschließen schamhaft die Augen und erwarten, dass alles von selbst zurückgehen wird wie eine Schwangerschaft im achten Monat.

Das Rauschen im medialen Blätterwald dient nur der alltäglichen Verwirrung der breiten Öffentlichkeit. Das Ziel der Hegemonialmacht USA ist klar: Weltherrschaft. Albright, ehemalige US-Außenministerin (sie sagte von den 500.000 Kindern, die – noch vor dem Krieg – durch das gegen den Irak verhängte Embargo getötet worden waren), nannte das Ziel der antirussischen Geostrategie sehr deutlich: Der Reichtum an Bodenschätzen in Sibirien sei zu groß, als dass er nur Russland gehören sollte. Und Breszinski nimmt auch kaum ein Blatt vor den Mund: Amerika muss seinen Einfluss über die beiden euraischen Brückköpfe im Osten (Japan, Südkorea, die Philippinen, Taiwan) und im Westen (Europa) auf den eurasischen Kontinent ausweiten.

Das Kalte Krieg, begonnen (worauf Chomsky hinweist) im Jahre 1918, dann nach einer vergleichsweise kurzen Unterbrechung (2. Weltkrieg) fortgesetzt und mit einem Sieg beendet, der sich in der Nach-Jelzin-Ära nur als Teilsieg herausstellte, wird nun noch einmal fortgesetzt. Ziel ist nun (nach dem Zusammenbruch und der Auflösung der Sowjetunion) der Kollaps Russlands. Alles, was die USA diesem Ziel näher bringt, ist ihnen recht. Nur hat man aus den kostspieligen letzten Kriegen (Irak, Afghanistan) die Konsequenz gezogen, das ökonomische Kalkül dieser Geostrategie zu ändern: Es soll nun eine resourcenschonendere Vorgehensweise präferiert werden (das heißt: Kosten und Lasten sollen nun auf andere abgewälzt werden – sie sollen „Verantwortung“ übernehmen).

Die Europäer haben schon lange den Verstand verloren und in der Nachkriegszeit nicht bemerkt wie sie von den Amerikanern unterwandert wurden. Wir haben jeden Mist, der von drüben kam, in jedem Bereich: Banken, Filme, Videos, Kriminalität, Egoismus, usw. angenommen. Die Krönung war, die Abhörung der Kanzlerin. Dabei wurde zuvor schon das ganze Volk abgehört. Wir lassen uns das alles gefallen. Solange sich die Europäer nicht von den Amerikanern frei machen können, besteht immer Kriegsgefahr. Mittlerweile kommt schön langsam eine Stimmung auf, die merkt was rundherum passiert. Hoffentlich ist es nicht zu spät. Anstatt mit dem Osten gute Geschäftsbeziehungen zu unterhalten und damit dem eigenen Land einen Wohlstand zu sichern, lassen sich die europäischen Politiker zu Sanktionen hinreißen und verteidigen diese Strategie auch noch.

Trotz Friedensgespräche in Minsk: England liefert der Ukraine Militärausrüstung für zwei Millionen Dollar:
http://www.rtdeutsch.com/11674/international/gentleman-attituede-friedensverhandlungen-in-minsk-und-grossbritannien-liefert-der-ukraine-militaerausruestung-fuer-zwei-millionen-us-dollar /

Ukrainische Armee nutzt mobile deutsche Krematorien: Video: https://www.youtube.com/watch?v=WLM_vFnUSx8

Wohnhäuser in Donezk mit Granaten aus deutscher Produktion beschossen: http://www.rtdeutsch.com/11009/international/wohnhaeuser-in-donezk-mit-granaten-aus-deutscher-produktion-beschossen/

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