Brexit-Berichterstattung: Hetzpropaganda vom allerfeinsten

von Michael Werner (freitum)

Für den Brexit haben vor allem Provinzler, Alte, Transferleistungsempfänger und Ungebildete gestimmt, wenn man einem n-tv-Beitrag glauben darf. Ich erlaube mir eine Gegenüberstellung der unterschwellig unterstellten Negativ-Eigenschaften der Brexit-Befürworter mit einer alternativen Betrachtungsweise:

Provinzler: Im besagten Beitrag wird mal eben pauschal behauptet, dass in den Großstädten die geistigen Überflieger und Oberchecker leben, auf dem Land dagegen nur tumbe Vollidioten. Kann es nicht genauso gut zutreffen, dass in den Großstädten vornehmlich sozial verwahrloste, neurotische Urban-Wracks vor sich hin vegetieren, deren kranken Köpfen so hirnrissiger Schwachsinn wie Gender Mainstreaming entspringt, wohingegen auf dem Land psychisch gesunde und stabile Menschen leben, die die Dinge mit einem ideologisch unverstellten Blick so sehen, wie sie wirklich sind?

Alte: Hier abfällig als unflexible Ewiggestrige mit Angst vor Veränderungen gemeint. Man könnte sie genauso gut als Menschen mit Lebenserfahrung und Altersweisheit bezeichnen, für die – wenn es opportun ist – sonst gerne mal aufgrund exakt dieser Eigenschaften Respekt und Gehör eingefordert wird.

Bezieher staatlicher Leistung: Sozialhilfeempfänger und Rentner. Rentner sind – wohlgemerkt! – Menschen, die ihr Leben lang gearbeitet haben. Eine enorm große Gruppe von Beziehern staatlicher Leistungen ist einfach ausgeklammert worden, nämlich Politiker, Beamte und Angestellte des öffentlichen Dienstes. Die werden mehrheitlich gegen den Brexit gestimmt haben. Insofern ist diese Behauptung womöglich gar unwahr.

Ungebildete: Je höher der Bildungsabschluss, desto klarer gegen den Brexit. Ich sehe es so: Je länger jemand den staatlichen Gehirnwäsche- und Verblödungsanstalten ausgesetzt war, desto anfälliger ist er für Staatspropaganda.

Brexit-Berichterstattung: Hetzpropaganda vom allerfeinsten
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