Bauern protestieren gegen Agrarkrise und Ökowahn

Die EU-Politik zur Bekämpfung des Klimawandels trifft die Bauern in ganz Europa hart, am 22. Oktober gab es in zahlreichen Städten Protestdemonstrationen.

Nach großen Demonstrationen in den Niederlanden in den letzten Wochen fuhren am 22. Oktober Hunderte von Bauern aus Deutschland und Frankreich ihre Traktoren vor das Europäische Parlament in Straßburg, um ihre Forderungen zur Lösung der Agrarkrise persönlich zu überreichen.

Gleichzeitig fanden in Deutschland Proteste in mindestens 17 Städten statt, u.a. in Berlin, Bonn, München, Stuttgart, Leipzig, Hannover, Freiburg, Bayreuth, Erfurt, Oldenburg, Würzburg und Görlitz. Organisiert wurden sie von der Bewegung „Land schafft Verbindung“, die Zehntausende von Bauern über Plattformen in den Sozialen Medien zusammenführte.

Nach Angaben von top agrar kamen rund 1000 Bauern mit 450 Traktoren und anderen landwirtschaftlichen Fahrzeugen aus Brandenburg nach Berlin. In Bonn, dem Hauptsitz des Landwirtschaftsministeriums, fuhren 10.000 Demonstranten mit rund 2000 Traktoren in die Innenstadt, um an einer Kundgebung teilzunehmen.

Die Demonstranten forderten Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) und Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) auf, die derzeitige Agrar- und Klimapolitik zurückzuziehen und stattdessen die Landwirte zu konsultieren. Ein besonderer Streitpunkt ist ein Anfang September eingeführtes neues Paket, das mehr Natur- und Tierschutz in der Landwirtschaft vorsieht.

Auch in Frankreich protestierten Tausende von Bauern im ganzen Land vor den Präfekturen der einzelnen Regionen und Departements. Mangelnde Achtung vor ihrer Arbeit und niedrige Preise für die Produzenten sind ein großes Problem. Infolgedessen geben viele Landwirte die Landwirtschaft auf, und es gibt unter ihnen viele Selbstmorde.

Die Zahl der französischen Betriebe ist bis heute auf 460.000 gesunken, verglichen mit 750.000 vor zwei Jahrzehnten. Ein Viertel der französischen Landwirte ist unverheiratet, doppelt soviel wie in der Bevölkerung insgesamt. Und trotz der Verdoppelung der Betriebsgrößen in den letzten zwei Jahrzehnten verdienen 40% der französischen Landwirte weniger als 4320 Euro pro Jahr in der Landwirtschaft. Ohne Subventionen aus Brüssel würden Zehntausende so hohe Verluste erleiden, daß sie die Landwirtschaft aufgeben müßten.





1979 konnte ein Landwirt in Frankreich 15 Personen ernähren, produziert heute jeder Betrieb im Schnitt genug für 60 Personen. „Wir ernähren die Menschen, aber die Landwirtschaft ernährt uns nicht“, sagte Philippe Grégoire, ein Milchbauer, der von den Medien zitiert wurde. Präsident Emmanuel Macron versprach viel, hielt aber nichts.

Einige der Faktoren, die den Ärger der Landwirte in ganz Europa erregen, sind:

1. Die Klimahysterie. Den Landwirten und der „Intensivlandwirtschaft“ wird vorgeworfen, den Klimawandel verursacht zu haben, was bei den Verbrauchern Ängste auslöst und sie zur Abkehr vom Fleisch- und Milchkonsum veranlaßt.

2. Die Pläne, den Einsatz des umstrittenen Unkrautvernichtungsmittels Glyphosat bis 2023 einzustellen und den Nitratspiegel im Grundwasser durch Beschränkung des Einsatzes bestimmter Düngemittel drastisch zu senken.

3. Freihandelsabkommen wie das mit Mercosur mit Lateinamerika oder das CETA-Abkommen mit Kanada.

4. Die Auswirkungen der Sanktionen der USA im Umfang von 7,5 Mrd.$ auf europäische Importe, wie beispielsweise Käsespezialitäten, die am 18. Oktober in Kraft traten.

5. Unfaire Preise: Die Supermärkte drücken die Erzeugerpreise der Bauern.

6. Das Auslaufen der garantierten Agrarpreise, die einst im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) der EU seit den 1990er Jahren angeboten wurden, hat sich durch den Brexit verschärft. Wenn Großbritannien die EU verläßt, wird Brüssel weniger Einkommen haben und die Agrarsubventionen senken. Die Europäische Kommission hat im vergangenen Jahr angekündigt, daß sie nach dem Ausstieg der Briten den GAP-Haushalt ab 2021 um 5% kürzen muß.

Diese Entwicklungen treiben die Bauern auf die Straße. Tatsächlich waren hohe Agrarpreise früher ein allgemein akzeptiertes Mittel, um eine Nation gleichmäßig und flächendeckend zu entwickeln. Das Landleben war damals noch besser organisiert und strukturiert. Auch heute könnten höhere Erzeugerpreise zur Stabilisierung der Wirtschaft beitragen. Die Exportländer der Dritten Welt müßten bei höheren Agrarpreisen weniger Nahrungsmittel exportieren, hätten aber trotzdem mehr Geld, um Produkte aus den Industrienationen zu importieren. Gleichzeitig wäre der Importdruck in die Gemeinschaft verringert, was wiederum die Preisstruktur in der EU verbessert.

Aber damit die Proteste der Bauern Aussicht auf Erfolg haben, muß der Schwindel hinter der künstlich geschürten Umwelt- und Klimahysterie angeprangert werden, die die Regierungen zu einer Politik treibt, die die Demontage der modernen Landwirtschaft bewirkt. Aktivisten des Schiller-Instituts und der Bürgerrechtsbewegung Solidarität waren daher in mehreren Städten bei den Kundgebungen präsent und verteilten dort Flugblätter und Informationsmaterial über die Machenschaften der „Klimawahn AG“.

Quelle: solidaritaet

Wandere aus, solange es noch geht!

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4 Kommentare

  1. Hmm. Kenne mich jetzt nicht wirklich gut aus, aber vielleicht sollten die Bauern auch selbst umdenken? Die Politik wird sie nicht retten, genau so wenig wie jeden von uns. Ich glaube schon, daß Leute bereit sind für Qualität statt Quantität auch mehr zu bezahlen. Man könnte Aktionstage auch ohne Demo machen, z.B. Trecker fahren, Blumen pflücken, selber säen & ernten für jederman/Parzellen vermieten, Erntedankfest oder Osterfeuer mit Spende, Streichelzoo, Hofladen. Wir haben als Kinder oft auf dem Bauernhof Urlaub gemacht, ob im Allgäu oder daheim. Das war großartig!
    Dort wo meine Busse stehen ist ja auch ein ehemaliger Schweinestall. Keine Sau mehr da. Er macht nur noch Monokultur und jammert rum. Die Wohnmobil-Stellplätze sind sein Haupteinkommen; von den Viechern konnte er nicht leben. Aber dann muß man doch kreativ werden! Wir kennen uns noch nicht so lange, mal sehen…

  2.  Alles schön und gut; blendet aber völlig den Handel aus! Die Molkereien drücken die Bauern. Die Vermarkter drücken die Molkereien!
     Und wenn man dann noch berücksichtigt, was weggekippt wird und was liegenbleibt …

    •  Macht es wirklich Sinn, alles dem "freien Markt" zu überlassen? Wo er doch, einerseits, subventioniert, also eh schon gesteuert wird? Was für eine Logik!

      • Die Katz beisst sich eben schon zu lange in den Schwanz. Der Schwanz ist abgenagt und es muss eine neue Katz her.

        Wie das nun mal in der Evolution so ist: Die alte Katz (EU und BRD ( als Treuhandverwaltung auf einem Teil des Gebietes Deutschlands * ) )  wird sterben und der neuen Katz das Feld überlassen.

        Ob das nun ´ne Schwarze oder Weisse ist, wird sich zeigen.

         

        * vgl. Begriffsdefinition des geographischen Begriffes "Deutschland" ( wie Amerika – besteht aus Staaten USA, Kanada, Paraguay etc  oder England mit den Staaten GB, Wales etc.) im amtierend gültigen SHAEF-Militärgesetz.  Gesetz Nr 52, Artikel 7, Absatz e    —  http://www.flegel-g.de/PDF/SHAEF52.pdf

        Schon interessand, was die Alliierten per Definition mit Deutschland gleichgesetzt haben.

        Zitat: " "Deutschland" bedeutet das Gebiet des Deutschen Reiches, wie es am 31.12.1937 bestanden hat"

        Zitat Ende:

        Man beachte die Anführungszeichen, die in der Deutschen Sprache ebenfalls definierte bedeutung haben.

        Oder im Original Englisch:

        Zitat:

        " "Germany"  shall mean the area …. "

        Zitat Ende:

        Im Original wird es durch das Wort "shall" noch deutlicher. "Soll bedeuten". Hier wurde also ein neuer Name eingeführt, um im allgemeinen Sprachgebrauch den Staatsbegriff  Deutsches Reich durch Deutschland völkerrechtlich wirksam zu ersetzen.

        Das ist wichtig, denn seit 1918 liegt das Deutsche Reich unter Treuhandverwaltung – erst Weimarer Republik, dann occupiert durch das Dritte Reich und bis 1990 BRD, ab da (BUND) – ist also existent ( alle Nachkriegsgerichte und Restitutonsgrichte haben das bestätigt ) aber nicht handlungsfähig ( und hat auch keinen dieser schrecklichen Wirtschaftsknebelvertrage ( ESM etc.) unterschrieben.

        Die völkerrechtlich korrekte Wiederbelebung des DR, die ausschließlich durch die RuStaG-Deutschen ( ursprünglicher gelber Schein ) in ausreichender Zahl geschehen kann ( sie werden als Reichsbürger gedisst ), stellt die ultimativ neue Katz dar, die vollkommen frei ohne jegliche Vertragsbindung ein wirklich freies Wirtschaftssystem ( goldbasiert ) aufbauen könnte. Alleine diese hätte Anrecht auf Zugriff auf das deutsche Gold und überhaupt erst die völkerrechtliche Möglichkeit, einen Friedensvertrag zu fordern, denn nur dieses Deutschland trat in den ersten WK ein. Völkerrechtlich ist das DR nämlich nicht verantwortlich zu machen für die Taten eines Occuppanden namens Hitler.

        Hierdurch wird auch erklärbar, warum von internationalen Behörden die Souveränität von Bundesrepublik Deutschland ( BRD ) und Deutschland eben unterschiedlich beschieden wird.

        Wer will, kann sich diesem Thema ja mal intensiv nähern. Sehr sachlich und für den Neuling einen ersten roten Faden bildend, empfehle ich folgendes Buch:

        Die "BRD"-GmbH oder zur völkerrechtlichen Situation in Deutschland und den sich daraus ergebenden Chancen für ein neues Deutschland

        Taschenbuch – Ungekürzte Ausgabe, 1. Oktober 2016

        von Dr. Klaus Maurer

         

        https://www.amazon.de/v%C3%B6lkerrechtlichen-Situation-Deutschland-ergebenden-Chancen/dp/3000537058/ref=sr_1_2?adgrpid=70791824853&gclid=Cj0KCQjw9fntBRCGARIsAGjFq5HAusmmQrdWuas32W0V5rca8uUrxVAxeHKZdcP-6cYhvcZgt7lK0BwaAlOSEALw_wcB&hvadid=352815745389&hvdev=c&hvlocphy=9041770&hvnetw=g&hvpos=1t1&hvqmt=b&hvrand=7314143919995868774&hvtargid=kwd-301686124501&hydadcr=22146_1726344&keywords=dr+klaus+maurer&qid=1572774470&sr=8-2

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