Bauern in Berlin

Unübersehbar – Unüberhörbar

Autor: Uli Gellermann (rationalgalerie)

Alles Rechtsextreme oder was? Wer den Tausenden Bauern bei ihren Aktionen in Berlin zuhörte, wer sie sich selbst anschaute, der wußte: Das waren Bürger aus der immer wieder beschworenen Mitte der Gesellschaft. Anders als zum Beispiel die Tagesschau mit ihrer Warnung vor „Rechtsextremisten“ vorher unterstellte, waren Rechtsextreme nirgendwo zu sehen oder zu hören. Der Trick, die außerparlamentarische Opposition als „rechts“ zu diffamieren, – seit den Tagen des Corona-Regimes sattsamen bekannt – hatte nicht verfangen. Auch die beschwörenden Töne des FDP-Finanzminister Lindner, der auf der Kundgebung reden durfte, nützten nichts: Die Bauern haben die Schnauze voll.

Pakt der konservativen Landwirte mit den Parteien ist gekündigt

Aber die Bauern waren bis jüngst eine feste Bank für die rechte Politik der Ampel: Im Ergebnis einer Befragung der Forschungsgruppe Wahlen bei der Bundestagswahl 2021 kam die rechte CDU/CSU bei Landwirten auf 45 % der Stimmen; die rechte SPD erreichte 12 % der Stimmen, und die Rechts-Koalitions-Partei FDP erzielte 14 Prozent, sogar die GRÜNE Kriegspartei erreichte 5 Prozent. Der ungeschriebene Pakt der eher konservativen Landwirte mit den herrschenden Parteien ist aufgekündigt.

Solidaritäts-Sirenen von der russischen Botschaft

In Deutschland findet ein Wandel statt, der angesichts der rechten Medienmacht erstaunlich ist: Von der Demokratiebewegung gegen das Corona-Regime, die wesentlich von Normalos aller Art getragen wurde, über den jüngsten Streik der Hausärzte, die als Säulen der Rechtsparteien galten, bis zu den Bauernprotesten: Eine Mehrheit der Bundesbürger ist mit der herrschenden Politik unzufrieden und sucht nach neuen Lösungen. Dass der Protest der Bauern von der russischen Botschaft mit Solidaritäts-Sirenen unterstützt wurde, wird Stoff für die nächste Legende geben: ‚Putin lenkt deutsche Bauern‘.

Wie lange kann sich die Ampel halten?

Bei den bayerischen Landtagswahlen im Oktober 2023 musste sich die AfD mit 14,6 Prozent zufrieden geben. Die Bauern haben offenkundig begriffen, dass Wahlen kein Allheilmittel sind. Und wer in Berlin mit ihnen redete, der erfuhr, wie ihre Wut das Land ergriffen hat: Von Vorpommern bis zum Bodensee waren sie nach Berlin gekommen, und sie konnten nicht beschwichtigt werden. Wenn ihre aktuelle Stimmung über den Großkampftag in Berlin hinausreicht, wird sich die „Ampel“ nicht mehr lange halten.

Räte wüßten Rat

Hätte die außerparlamentarische Opposition ein gemeinsames Gremium der Vernetzung und des Dialogs, wäre nicht nur das Ende der Ampel abzusehen. Es könnte dann jene Zeit der direkten Demokratie anbrechen, wie sie sich in Deutschland traditionell in Räten geäußert hatte. Von der Münchner Räterepublik bis zu den Bremer Räten: Die Geschichte hält Beispiele bereit und gute Ratschläge.

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4 Kommentare

    • Was wollte man auch anderes von solch einem Typen erwarten, Lindenberg war schon immer ein Linksradikaler und damit verbundenen niederen Geistes, ewig gegen irgendwelche „Nazis“ und vor allem da, wo keine sind ?

      Wesentlich schlimmer empfände ich es jedoch, wenn er für die AfD wäre zumal die AfD schon genug fragwürdige Dinge vom Stapel gelassen hat, siehe das leidige Agieren beim Thema Corona-Aufarbeitung und ihrem damit verbundenen devoten Auftreten, was soll man auch von einer Partei halten, die völlig unnötig und in unverschämter Weise Selbstzensur betrieben hat und somit den Referenten aufs übelste brüskiert hat.

  1. Die Münchner oder Bayerische Räteherrschaft bzw. -diktatur (linkspropagandistisch auch aufwertend zur Münchner Räterepublik deklariert) vom 7. April bis zu ihrer Niederschlagung am 2. Mai 1919 war nach den sich überschlagenden Ereignissen der Novemberrevolution in Bayern ab dem 7. November 1918 und dem Tod des selbsternannten jüdischen Ministerpräsidenten der bayerischen Republik Kurt Eisner am 21. Februar 1919 im engeren Sinn die Bezeichnung für die zweite kommunistische Revolutionsphase in München. Sie gilt als der kurzlebige Versuch, nach dem Ende des Ersten Weltkriegs einen terroristischen sozialistischen Staat in Form einer Räterepublik in dem aus dem vormaligen Königreich Bayern entstandenen „Freistaat“ (der bayerischen Republik) zu schaffen.

    • Das verbrecherische Regime der Räterepublik, als ein nachwirkender, relativ eigenständiger Teil der das ganze Deutsche Reich umfassenden Novemberrevolte, gilt als Schandfleck der deutschen Geschichte. Nach dem bayerischen König waren auch alle weiteren Monarchen und regierenden Fürsten der deutschen Teilstaaten einschließlich des deutschen Kaisers Wilhelm II. gestürzt worden.

      Die der Novemberrevolte folgende Entwicklung führte nach bürgerkriegsähnlichen Kämpfen zwischen Vertretern des Parlamentarismus und der Räterepublik bis Mitte 1919 zur Gründung der Weimarer Republik mit parlamentarischen Strukturen im Reich und den deutschen Ländern, wobei sich Bayern in dieser ersten deutschen Republik nach dem Ende des Putsches (zuletzt der Räterepublik in München) zu einer vaterländischen Hochburg konservativ-nationalistischer Kreise und letztlich zum Hauptland der nationalsozialistischen Bewegung entwickelte.

      Ministerpräsident Hoffmann (SPD) forderte von Reichswehrminister Gustav Noske (SPD) zusätzlich zu den Freikorps Reichswehrverbände (etwa 35.000 Soldaten unter Generalleutnant Burghard von Oven, nach anderen Quellen handelte es sich dabei um Generalleutnant Ernst von Oven) zur Niederschlagung des Terrorregimes der kommunistisch-jüdischen Räterepublik aus Berlin an. In der zweiten Aprilhälfte 1919 rückten zur „Reichsexekution“ etwa 35.000 Reichswehrsoldaten gegen München vor. Noske war von der Regierung in Berlin beauftragt und zeigte sich entschlossen, dem „Karneval des Wahnsinns“ ein schnelles Ende zu bereiten. Mit dabei waren frühere bayerische Offiziere wie Franz von Epp, der bereits im Jahr 1900 bei der Niederschlagung des Boxeraufstandes im Kaiserreich China und 1904 heldenhaft in Deutsch Südwest-Afrika mit der Schutztruppe gekämpft hatte.

      Dem Freikorps „von Epp“ schloß sich auch der spätere Führer der SA Ernst Röhm an. Viele Soldaten trugen schon das Hakenkreuz am Helm, das Symbol des völkischen Geheimbunds Thule-Gesellschaft, deren etwa 250 Münchner Mitglieder in verdecktem Widerstandskampf gegen die bolschewistischen Umtriebe und der roten Gewalt aufgetreten waren. Preußische und württembergische Truppen sowie Freikorps besetzten am 20. April Augsburg und vertrieben die Kommunisten.

      Zum Einsatz der bayerischen Reiterei bei der Befreiung Münchens 1919:

      „Inzwischen hatte die Reichsregierung am 6. März 1919 das Gesetz zur Bildung einer ‚vorläufigen Reichswehr‘ erlassen. Nach ihm hatten die beiden Rittmeister Freiherr von Perfall und Freiherr von Speidel, beide aus dem 1. Schweren Reiterregiment in München, aus den Resten ihres und des 2. Schweren Reiterregiments eine Freiwilligen-Eskadron und eine MG-Abteilung aufgestellt, die noch im gleichen Jahr zum neu aufgestellten ‚Kavallerie-Regiment 21‘ in Straubing stießen. Dort aber kamen sie nicht gleich an. Zunächst gingen die beiden schneidigen Rittmeister mit ihren Reitern und ihren Maschinengewehr-Schützen nach München, stellten sich unter das Kommando des Freikorps ‚Epp‘ und kämpften die bayerische Landeshauptstadt frei. Dabei fiel am 2. Mai 1919 Leutnant Schöttl von den ehemaligen 2. Schweren Reitern, Sohn eines früheren Regimentskommandeurs, und es gab auch sonst erhebliche Verluste. In Bamberg hatte sich bei den Ersten Ulanen eine Eskadron unter Rittmeister Freiherr von Schaetzler gebildet. Noch ehe sie als Stammtruppe das Kavallerie-Regiment 23 in Bamberg aufstellte, zog sie ebenfalls nach München, nach dem sie zunächst zwei Wochen lang die in die Stadt geflohene freigewählte bayerische Regierung Hoffmann gesichert hatte. Nun kämpften schon drei bayerische Rittmeister mit ihren Männern um die Freiheit der Landeshauptstadt. Als vierter stieß Freiherr von Leoprechting aus Ansbach mit seinen Zweiten Ulanen dazu, und er brachte sogar ein eigene Trompeter-Corps auf Schimmeln mit, um, wie er sagte, ‚den Roten anständig den Marsch zu blasen‘. Das tat er dann auch. Am 2. Mai 1919 stürmten Bayern, Württemberger und Preußen die Stadt und drangen siegreich zum Odeonsplatz durch. Der Rätespuk war vorüber. ‚Das Trompetercorps aus Ansbach spielte als erste Militärkapelle nach der Befreiung Münchens vor der Feldherrnhalle, bejubelt von den befreiten Münchner Bürgern‘, berichtet eine zeitgenössische Chronik.“

      Am 30. April 1919 im Münchner Luitpold-Gymnasium an der Müllerstraße (heute Albert-Einstein-Gymnasium) wurden zehn Menschen als Geiseln genommen und von Kommunisten barbarisch ermordet, darunter sieben Mitglieder der deutschnationalen Thule-Gesellschaft. Mit den sieben Thule-Mitgliedern – darunter eine Frau – starben auch zwei entführte Regierungssoldaten der elitären Garde-Kavallerie-Schützen-Division und der jüdische Kunstprofessor Ernst Berger, Mitglied einer antikommunistischen, deutschnationalen Bürgerwehr identifiziert. Dieser feige Münchener Geiselmord war der Auslöser für die Entscheidung, jedwede Verhandlungen mit den Tätern einzustellen und die bayerische Hauptstadt zu befreien.

      Am 1. Mai 1919 schloß die „weiße“ Armee München ein und eroberte die Stadt bis zum darauffolgenden Tag vollständig. Damit endete die letzte Räteregierung sowohl in Bayern als auch in ganz Deutschland. Der Widerstand der übriggebliebenen etwa 2.000 Angehörigen der Verbrecherbanden war angesichts einer organisierten Gegenwehr schwach, feige und blieb auf einige wenige Stellen beschränkt, die aber auch schnell vom Garde-Kavallerie-Schützen-Korps (darunter die verwegene Marine-Division (mit den kampferprobten Freikorps-Marine-Brigaden) von Paul von Lettow-Vorbeck) bereinigt wurden.

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