Bargeldlos ein Hirngespinst?

Wäre das Leben ohne Bargeld nicht viel einfacher und sicherer? Es klingt alles so leicht und einfach. Mit der Plastikkarte im Geldbeutel steht die Welt für den Konsum offen. Zahlen wir nicht ohnehin schon meistens bargeldlos? Ist das Zahlen mit Kreditkarte nicht viel angenehmer, wenn man für das, was man heute kauft erst zum nächsten Lohntag bezahlt?

Schwarzarbeit ist nicht mehr möglich, denn alles muß letztlich über ein Konto laufen. Es gibt sogar Hygieneargumente. Wer weiß, wer alles die verschmutzen Geldscheine schon angefasst hat? Geldkoffer in Steueroasen bringen? – nicht mehr möglich. Werden Drogenhändler mit der Plastikkarte bezahlen? Kaum. Kriminalität wird also auch eingedämmt. Vorteile über Vorteile?
Auf den ersten Blick sieht es so aus, und in den Medien werden immer häufiger Gefahrenszenarien beschworen, welchen man, in unserer modernen Gesellschaft ohne Bargeld angeblich viel besser zu Leibe rücken kann.

Diese scheinbar sinnvollen Argumente sind allerdings nur Geplänkel angesichts der eigentlichen Gründe für die Bankeninitiative zur Bargeldabschaffung. Um diese eigentlichen Gründe zu verstehen, muß man einen Blick auf unser Geldsystem werfen.

Unser Geld ist als gesetzliches Zahlungsmittel definiert, d.h. es wird vom Staat als das allein gültige Mittel für den gesamten Geldverkehr zugelassen. Demzufolge kann jeder darauf bestehen, alle Geldbewegungen bar abzuwickeln und nicht per Kreditkarten oder Schecks. Dann hätten die Banken ein großes Problem, weil das gesamte umlaufende Geld, also einschließlich der Beträge, die per Karten oder Schecks abgewickelt werden, in der Summe gar nicht in Form von Scheinen oder Münzen vorhanden ist.

Tatsächlich besteht 90% des umlaufenden Geldes als Giralgeld. Dieses Geld „schöpfen“ die Banken im Kreditsektor. Mit jedem Kredit wird Geld geschaffen, das lediglich auf Kontoauszügen existiert und durch Kreditkartenzahlungen weitergereicht wird. Sobald von diesem Giralgeld zu viel als Bargeld ausgezahlt werden muß, weil eben – aus welchen Gründen auch immer – gerade eine große Nachfrage nach Bargeld besteht, kommen die Banken in die Bredouille.

Das Grundproblem des Geldsystems wird in dem Buch, „Steht und das Schlimmste noch bevor?“ in Kapitel 13, leicht verständlich beschrieben. Hier ein bedeutender Auszug, wie der Staat mit Steuergeld um sich wirft:

>> Als nach der Lehmann-Pleite im Herbst 2008 viele Banken in Schieflage gerieten, sprang der Staat ein und rettete etliche Banken vor der Pleite. Das nötige Geld zur Rettung der Banken musste sich der Staat bei den Banken leihen, um es gleichzeitig an die maroden Banken wieder zurück zu geben, damit die ihre Löcher in den Bilanzen stopfen konnten.
Nicht nur das die Steuerzahler für die Kreditsummen der Bankenrettungen haften, nein, obendrauf kommen auch noch die fetten Zinsen hinzu. Banken sind systemrelevant und dürfen nicht pleitegehen, so die einhellige Meinung der Polit-Darsteller.

In Wirklichkeit waren es aber nicht die Banken allein, die mit Steuergeldern gerettet wurden, sondern die Großkunden (Millionäre und Milliardäre) und die Eigentümer (Aktionäre) der Banken.
Um den ganzen Wahnsinn des betrügerischen Falschgeldsystems in einem Satz zusammenzufassen:

Unsere Polit-Darsteller sorgen dafür, dass mit dem Geld der Steuerzahler Reiche immer reicher werden!

Dieses verlogene, sowie betrügerische Polit- und Falschgeldsystem hat ein Verfallsdatum, das nicht exakt datiert werden kann. Der Kollaps ist aber nicht mehr aufzuhalten. Ein Krieg könnte für die Elite ein geeigneter Anlass sein, um das Falschgeldsystem zum Einsturz zu bringen, um dann behaupten zu können, dass es dafür einen Schuldigen gibt.
Das Volk wird zwar von den Polit-Darstellern für dumm verkauft, aber in der Bevölkerung regt sich immer mehr Widerstand gegen das korrupte Polit-System, das von der Finanzmafia gesteuert wird. <<

2008 nach der Pleite der US-Bank Lehman-Brothers hatten wir genau diese Situation, und sie wäre auch in der Bundesrepublik zu einer Kettenreaktion von Bankpleiten eskaliert, hätten Frau Merkel und Herr Steinbrück nicht laut ins Land posaunt, der Staat würde sämtliche Sparguthaben garantieren, wäre es ganz sicher zu einem Bankrun gekommen und das Finanzsystem wäre zusammengebrochen.

>>Im Oktober 2008 traten die Bundeskanzlerin Frau Merkel und der damalige Finanzminister Peer Steinbrück vor’s Mikrofon und verkündeten:
„Wir sagen den Sparerinnen und Sparern, dass ihre Einlagen sicher sind. Auch dafür steht die Bundesregierung ein.“
Dies ist eine Lüge wie viele andere auch, die unsere Polit-Darsteller unter’s Volk bringen, um es zu beruhigen. Die Bundesregierung haftet schon mal gar nicht, sondern der Einlagensicherungsfond der Banken. Eine Garantie gibt es aber nicht, so ein Urteil des Landgerichts Berlin. „In Wirklichkeit handelt es sich um eine unverbindliche Hoffnung “, denn…

„Die viel zitierte Einlagensicherung, die sowieso auf rechtlich mehr als fragwürdiger Grundlage steht, gibt es in der Realität nicht. Wenn Banken, wie auf Zypern, ins Schlingern geraten “wird unsere Antwort nicht mehr automatisch sein, dass wir kommen und ihr Problem erledigen”, versicherte Klaas Knot der Presse, „ich stimme in der Sache völlig mit Dijsselbloem überein”. Der hatte, kurz vor einem halben Dementi Ähnliches von sich gegeben. Der niederländische EZB-Mann ist dagegen direkter und nimmt kein Blatt vor den Mund: „Wir werden zuerst Bond- und Shareholdern auffordern, zur Rekapitalisierung der Bank beizutragen, und wenn nötig auch auf die unversicherten Spareinlagen zugreifen.”(Quelle, Seite 63)<<

Daß das Versprechen der Politik fadenscheinig und erlogen war, hat Peer Steinbrück später zugegeben.

Halten wir fest: Nur etwa 10% des umlaufenden Geldes ist physisch in Form von Münzen und Scheinen vorhanden. Die restlichen 90% sind Giralgeld, daß in den Bilanzen der Banken nur virtuell existiert. Solange die Menschen vertrauen, daß dieses System noch lange gut geht, ist alles in Ordnung. So wie aber eine Bank bei einem Kreditkunden sofort auf Rückzahlung des Kredites besteht, wenn die Bonität des Kunden angezweifelt wird, so werden die Sparkunden auf Auszahlung ihrer Einlagen bestehen, wenn das Vertrauen in die Bonität ihrer Bank oder der Banken schwindet. Schon wenn 7% aller Sparer ihre Ersparnisse komplett abheben würden, wäre die Kernschmelze des Systems eingeläutet. Es wäre der Todesstoß für das Finanzsystem.

Der eigentliche Grund für die Abschaffung des Bargeldes liegt also im Bemühen, das bestehende Finanzsystem vor seinem Crash zu bewahren. Eben darum wird uns erklärt, Bargeld sei in unserer modernen Welt nur noch etwas für Ganoven und Kriminelle. Ohne Bargeld würden wir sicherer leben.

Dahinter steht eine unheimliche Entrechtung der Menschen und die Einschränkung ihrer Freiheit.

Geld verdienen wir durch eigene Arbeit oder – im Falle von Erbschaft – durch die Arbeit unserer Vorgänger. Hinter jedem Geldbetrag steht ein Stück Lebenszeit. Wer uns das Bargeld wegnimmt, verfügt über das Resultat unserer Arbeit, unserer Lebenszeit.

Die Bargeldlos-Befürworter denken bereits weiter und planen, jedem Bürger vom Kind bis zum Greis einen RFID-Chip einzupflanzen, etwa in einem Finger, so daß durch Berührung eines Scanners ein Zahlvorgang ausgelöst werden kann. Der Umfang des Guthabens würde auf Veranlassung der Bank auf dem Chip gespeichert. Jede Zahlung würde unmittelbar bei der Bank registriert. Das könnte bei jedem Einzelnen so lange funktionieren, so lange dieser im System integriert bliebe.

Jede Bank, der Staat und womöglich auch andere staatliche Dienste hätten jedoch die Möglichkeit, einen unliebsamen Bürger aus dem System abzuschalten. Das wäre ebenso einfach wie die Abschaltung einer Handynummer durch den Provider. Mit einem gesperrten Handy-Chip kann man nicht mehr telefonieren. Mit einem gesperrten RFID-Chip kann man nicht mehr bezahlen. Nach drei Tagen dürfte der Hunger nagen. Nach 14 Tagen dürfte man zu Grabe getragen werden.

Ist diese Konsequenz erst einmal allen bewußt, braucht es keine Überwachung mehr, um Political correctness auf breitester Ebene zu erreichen. Das Endstadium von big brother ist watching you wäre damit erreicht. Der Plan zur Einführung der Bargeldlosigkeit sieht das Jahr 2018 vor. Es könnte auch schneller kommen.

Der frühere Bundesbank-/EZB-Chefökonom Ottmar Issing nennt Bargeld „geprägte Freiheit“.

Bargeld sichert Anonymität in einer Welt, in der der Bürger nicht darauf vertrauen kann, daß seine Daten nicht insgeheim, etwa von ausländischen Nachrichtendiensten, abgeschöpft werden. Wer in unserer obskuren Welt Datensicherheit hinterfragt, wird schnell als Verschwörungstheoretiker abgetan. Wer auf Bargeld nicht verzichte ein Weg, einer gefürchteten Datenkrake zu entgehen. Wer diesen Weg wählen will, sollte weder automatisch kriminalisiert noch auf andere Weise benachteiligt werden.

Siehe dazu ergänzend Alpenparlament mit Andreas Popp über Bargelabschaffung.

Holen Sie Ihr Geld von der Bank, sofern dort noch etwas vorhanden ist. Die Letzten beissen die Hunde. Der frühe Vogel fängt den Wurm. Der Crash kommt. Wer sich rechtzeitig darauf vorbereitet, wird das bevorstehende Finanzchaos möglicherweise überstehen. Der richtig große Crash wird alle bisherigen Krisen weit in den Schatten stellen.

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