Auf der Suche

Beitrag von Jürgen

Spätestens mit dem Eintritt in die Pubertät, ist der Mensch auf der Suche. 😉

Was sicherlich biologische Gründe hat. Gesteuert durch biochemische Prozesse, macht er sich auf den Weg, um seine Art zu erhalten.

Darüber hinaus ist das „Tier“ Mensch aber auch ein geistiges Wesen. Über die „Liebe“ versucht er nicht nur, sich um sein Fortbestehen zu kümmern, sondern auch, sein „Glück“ zu finden. Was unterschiedlichste Formen annehmen kann.

Im Idealfall, von Mensch zu Mensch unterschiedlichen Geschlechts, findet er es in der erotischen Liebe, die idealerweise, ein Leben lang anhält. Hat er diesen Zug, warum auch immer, verpasst, wird es allerdings schwierig. Weil, was bleibt ihm dann noch? Sich geborgen zu fühlen in einer, wie auch immer gearteten Form von Gemeinschaft, das ist sein Ziel!

Die Liebe der Mutter, des Vaters, sofern sie genossen werden konnte, helfen auch da nicht mehr weiter. Der Mensch kann und will nicht allein sein! Wie es also anstellen?

Die einen finden ihr Glück in der Arbeit; in einer Position, die zu erreichen wäre; verbunden mit entsprechendem Salär und einer gewissen gesellschaftlichen Anerkennung, die sie ihr ansonsten trostloses Dasein vergessen läßt.

Andere engagieren sich ehrenamtlich, aus der Überzeugung heraus, ihre Daseinsberechtigung aus dem Tun für andere ableiten zu können.

Eine weitere Möglichkeit ist, irgendeinem Glauben anzuhängen; wobei zwischen weltlichem und religiösem zu unterscheiden wäre. Und da, ist die Auswahl wahrlich sehr groß!

Ideologien in allen Farben sind auf dem Markt. Liberal, links, rechts, bürgerlich, konservativ, neo-… irgendwas, es gibt nichts, was es nicht gibt, wo der Mensch eine Heimat finden könnte. Sich angenommen fühlen kann, im Kreise Gleichgesinnter.

Die nach wie vor größte Anziehungskraft hat allerdings der religiöse Glaube, der, nach wie vor, die meisten Suchenden bindet. (Und für die, die da meinen, sie glauben nicht, auch „Nicht zu glauben“ ist ein Glaubensbekenntnis!) Wer sonst bietet größere Versprechen? Weltherrschaft, etliche Jungfrauen nach dem Märtyrertod oder gar „ewiges Leben“? Hat da nicht jegliche Suche ein Ende?

Nun, die einzig bedingungslose Liebe ist, in Reinform, die Mutterliebe! Sie fordert nichts, gibt aber alles! Sie nährt, pflegt, behütet, tröstet und läßt einen wachsen! Körperlich, seelisch und geistig!

Wie verhalten sich dazu unsere ganzen Substitute? Von den Bedingungen abgesehen, die sie stellen?

Was haben sie anzubieten, um die Mutter ersetzen zu können, die wir ja verlassen müssen, früher oder später? Wirklichen Trost oder gar Liebe? Nähren oder fördern sie uns?

Was bringt uns ein Frauen- oder Muttertag, Gleichstellung oder gar Religionen, die die Mütter, die ihre Anhänger geboren hat, so wenig wertschätzt? Was läuft da schief?





Wäre es da nicht wirklich besser, man betete eine Göttin an?

Nun, es hilft nicht weiter, von einem Extrem in´s andere zu verfallen. 😉 Beides hat seine Berechtigung! Und nur der kommt zur Ruhe, der beides gesucht und gefunden hat.

Das Leben ist schließlich kein Ponyhof! Es stellt halt auch Erwartungen, die zu erfüllen sind.

Es fragt sich nur, in welchem Sinne? Ein Vater, und wir haben viele Väter (!), der nur Unterordnung verlangt, sei es der leibliche, Partei oder Glaubensrichtung, wo bleibt da die Liebe?

Selbst Frau und Mann werden gegeneinander ausgespielt, in Konkurrenz zueinander gesetzt. Zu welchem Zweck, will ich jetzt nicht erörtern; aber, es ist so!

Und damit ist des Suchenden Dilemma auch hinlänglich beschrieben. Es gibt schlichtweg kein Angebot, welches beide Seiten dieser Polarität zur Zufriedenheit bedient! Keine Ideologie, kein Glauben und keine Gesellschaftsform!

Nichts, was das weibliche und männliche Prinzip, sich auf Augenhöhe begegnen lassen wollte!

Und das alles in dem Wissen, daß die Natur, überwiegend, auf eben diesen beiden Prinzipien beruht.

„Der Vater im Himmel und Mutter Erde“, schon allein dadurch sollte erkennbar sein, daß es eben beidem bedarf.

Möglicherweise findet der Suchende über die Naturgesetze den Weg zurück? Einen eventuellen Schöpfer berücksichtigend, der darum weiß und „beides in allem ist“? 🙂

Euer Jürgen

Auf der Suche
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22 Kommentare

  1. „Hat er diesen Zug, warum auch immer, verpasst, wird es allerdings schwierig.“

    Hermann Hesse:

    Es führen über die Erde
    Straßen und Wege viel,
    Aber alle haben
    Dasselbe Ziel.

    Du kannst reiten und fahren
    Zu zweien und zu drein,
    Den letzten Schritt mußt du
    Gehen allein.

    Drum ist kein Wissen
    Noch Können so gut,
    Als daß man alles Schwere
    Alleine tut.

    „Wäre es da nicht wirklich besser, man betete eine Göttin an?“

    Shakespearein „Was ihr wollt“: „Die Gräfin kommt, der Himmel geht auf Erden, Du aber Mensch, Mensch Deine Red‘ ist Wahnsinn.“

    Virgil: Vera incessu patuit dea. Die wahre Göttin offenbarte sich in ihrem Schritt.

    Am besten verehrt man die holden weiblichen Wesen in abstracto; wie Petrarch die Laura und Dante seine Beatrice; denn bei näherer Bekanntschaft könnte man bös desillusioniert werden.

    „Nun, die einzig bedingungslose Liebe ist, in Reinform, die Mutterliebe! Sie fordert nichts, gibt aber alles!“ Was soll Zxyz und ich dazu sagen?

    „Möglicherweise findet der Suchende über die Naturgesetze den Weg zurück? Einen eventuellen Schöpfer berücksichtigend, der darum weiß und „beides in allem ist“?“

    Also statt dem gekreuzigten Märtyrer Pantheismus a la Goethe und Baruch de Spinoza? Goethe fand den Gekreuzigten unästhetisch.

    • „Also statt dem gekreuzigten Märtyrer Pantheismus a la Goethe und Baruch de Spinoza? Goethe fand den Gekreuzigten unästhetisch.

      Ich bin mir noch nicht wirklich im Klaren darüber, wie Du zu so einer Aussage kommst, aber, das hat mit dem von Dir Zitierten was zu tun?

      Du hast zwei Kinder, warst oder bist noch immer verheiratet. War da keine Ergänzung? Keine Augenhöhe?

  2. Ich glaube, es wird jetzt wirklich Zeit, daß die katholische Kirche den Zölibat aufgibt und so dubiose Gestalten wie den Kardinal Marx entsorgt. Denn das sind alles keine normale Männer, deswegen auch für die christliche Predigt ungeeignet.

    https://www.rt.com/news/453490-duterte-penis-stupid-priests/

    ‘God gave him a penis!’ Duterte tells women to avoid ‘stupid’ priests who can’t suppress instincts

    „God created penises and vaginas, and all those stupid priests who arrogantly think they can suppress their basic instincts are a threat to women, the Philippines President claimed, in his latest tirade against the Catholic church.

    God gave him a penis. What will they do with that? Will they slap it against the door every morning?
    (Gott gab ihm ein Geschlechtsteil. Was sollen sie damit machen? Sollen sie es jeden Morgen gegen die Tür schlagen?)

    Women should stay away from priests, Rodrigo Duterte advised, claiming that most clergymen are more than willing to use their God-given ‘gift’ to act on their suppressed tendencies. “When you are near him, he will just smell the scent of your body…[and] he will court you… because he is a man,” Duterte added, noting that only “stupid” men enter the priesthood.

    In Deutschland scheinen wir überwiegend katholische Priester nur noch als Gastarbeiter aus Entwicklungsländern zu haben. Das ist doch kein Zustand für eine Religion, wenn der Beruf nur noch für Männer aus Entwicklungsländern attraktiv ist.

    • You are right! Women should stay away from priests. Why not other way round??
      And: Men should take care of their „God-given‘- gift‘ It’s not- of course not – the only thing they have, for they loose their brain sometimes without it!

      • Als Mann müßten Sie das eigentlich verstehen. Die Herren der Schöpfung sind eben angetan vom Odem des weiblichen Körpers (he will just smell the scent of your body) so ähnlich wie die Hirsche, ob es Ihnen nun einmal paßt oder auch nichtt; deswegen kann er sich auch nicht von diesem Körper fernhalten, so ähnlich wie bei den Hirschen. So peinlich die Sache auch ist, ergibt sich doch daraus das Wunder der Schöpfung, das neugeborene kleine Menschenkind, was die Frauen gerne ausnutzen.

        Man beachte die unendlichen Verwicklungen die daraus entstehen:

        https://de.wikipedia.org/wiki/Petrus_Abaelardus

    • Nun Gilade,
      der Mann, zumindest in jungen Jahren, ist durchaus gesteuert von Hormonen oder Pheromonen. Ob als Hirsch bezeichnet oder auch nicht, so ist er zunächst auch nur „Tier“. Was ich persönlich überhaupt nicht als abwertend betrachte! Da hilft auch alle „ratio“ nicht weiter! 🙂
      Wir sind eben beides! Körper und Geist!
      Allerdings, da stimme ich Dir zu, es ist nicht überall gleichmäßig verteilt!
      Es scheint eher das eine oder andere Extrem zu geben …
      Dessen unbenommen, gibt es sehr wohl Frauen, die „ausnutzen“. Dies mag welchen Gründen auch immer entspringen, aber, es gibt es! Wie es auch Männer gibt, die „ausnutzen“! Man braucht sich darüber nicht aufzuregen, dazu bedarf es keiner Quote! 😉

  3. Warum sollte das Sexualverhalten des Menschen nicht so ähnlich sein wie das der Tiere? Und nutzen die Frauen die sexuellen Schwächen der Männer nicht gerne aus? Es kann nicht eben jeder Mann, wie Ignatius von Loyola, seine sexuelle Energie in religiösen Fanatismus transferieren.

    • Genau so ist es: Brunftverhalten der Hirsche?? – Gott sei Dank hat uns die Schöpfung die Ratio mitgegeben. Obwohl ich die auf dem afrikan. Kontinent vermisse – bei der Geburtenexplosion. (Wo diese bleibt? Unerklärlich. Vielleicht doch der Hirsch…..) Aber dort fehlt einfach der VERSTAND!! (Übrigens ist Deutschland gerade dabei, das AUSZUBADEN……………..) Leider! Da wir wohl nicht die Kondome bezahlen, geht es eifrig weiter so! Wenn zudem Antibaby-Pillen über den Türeingsng genagelt werden, sagt das auch alles!!“Wachset und mehret euch“ – klappt doch prima!
      Mindestens für eine Generation oder länger : jedem Mann der Schwanz ab!
      Schockiert? Nein – NOTLÖSUNG, nur brutaler als in China. Nebenerfolg: es gäbe längst nicht so viele Brutalitäten und Kriege auf der Welt!!!

      • Oh je! Sie sind doch eine Frau! So etwas sagt man nicht, schon gar nicht als Frau über des Knaben Wunderhorn!!! Bäh! Am besten bitten Sie den Dieter den Beitrag zu löschen!!!

        Rubáiyát des Omar Khayyám

        “The Moving Finger writes; and, having writ,
        Moves on: nor all thy Piety nor Wit
        Shall lure it back to cancel half a Line,
        Nor all thy Tears wash out a Word of it.”

        Also eine männermordende Megäre, ein Femme fatale, eine kalte Schönheit, eine Salome, die das Haupt des Johannes fordert (Matthäus 14), die Judith das Haupt des Holofernes.

        https://de.wikipedia.org/wiki/Judith_und_Holofernes_(Sujet)

        Ich befürchte, Ihre Geschlechtsgenossinnen würden Sie für diesen Vorschlag steinigen; denn was können die mit Kastraten anfangen? Als castrato tenor vorsingen lassen? Schon der Angsthase dürfte nicht begeistert sein; denn sie hat einen Sohn Anfang 20.

        Solche Gedanken in Dieters heiligen Hallen?! Im übrigen bin ich weder sauer noch verwundert; denn ich mag perverse Frauen.

        • Ein widerlicher und völlig undurchdachter Kommentar – auf den ich nicht einzugehen gedenke! Einfache perverse Kommunikation, die ich ablehne! Was soll’s. Nur weiter so…. Non si fa……………..
          Im übrigen: sollten „FRAUEN“ den Mund halten? DAS hätten Sie wohl gerne!
          Kastraten? Herangezüchtete Eunuchen, – und es schüttelt mich-…..wieso PERVERS?? – Weil ich die Wahrheit sage?

    • Mensch Angsthase! Du hast einen guten Instinkt! Meine Mutter hatte auch einen Raubtierinstinkt, wenn was unecht war. Du hast das feine Empfinden des Gretchens!

      http://gutenberg.spiegel.de/buch/faust-eine-tragodie-3664/28

      „Heinrich! Mir graut’s vor dir.“

      Verbindet mich mit gilade womöglich gar eine Haßliebe??? Oder auch nicht??? Who knows?

      Ich wasch‘ in Unschuld meine Händ‘,
      Als einer, der die Sach nit kennt!
      Jedermann

      Nur Helios vermag’s zu sagen, der alles Irdische bescheint.

    • Lieber Angsthase!

      Leider habe ich Dir gestern das falsche Faust-Zitat geschickt.
      Hier das richtige über den Instinkt:

      http://gutenberg.spiegel.de/buch/faust-eine-tragodie-3664/19

      Gretchen über Mephisto:

      Wollte nicht mit seinesgleichen leben!
      Kommt er einmal zur Tür herein,
      Sieht er immer so spöttisch drein
      Und halb ergrimmt;
      Man sieht, daß er an nichts keinen Anteil nimmt;
      Es steht ihm an der Stirn geschrieben,
      Daß er nicht mag eine Seele lieben.
      Mir wird’s so wohl in deinem Arm,
      So frei, so hingegeben warm,
      Und seine Gegenwart schnürt mir das Innre zu.

      Faust:

      Du ahnungsvoller Engel du!

      Margarete:

      Das übermannt mich so sehr,
      Daß, wo er nur mag zu uns treten,
      Mein ich sogar, ich liebte dich nicht mehr.
      Auch, wenn er da ist, könnt ich nimmer beten,
      Und das frißt mir ins Herz hinein;
      Dir, Heinrich, muß es auch so sein.

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