Assange: Folter und Tod

Ein Fest der Solidarität für Julian in Berlin

Autor: Uli Gellermann (rationalgalerie)

Der Journalist Julian Assange ist in Folterhaft und vom Tod bedroht, weil er Kriegsverbrechen der USA aufgedeckt hat. Die von ihm veröffentlichten Dokumente offenbarten Menschenrechtsverletzungen und Kriegsverbrechen der USA im Irak und dass unter den hunderttausenden Kriegsopfern rund 60 Prozent Zivilisten waren. Darunter befand sich auch ein Video von der Bordkamera eines US-amerikanischen Kampfhubschraubers, das später unter dem Titel „Collateral Murder“ veröffentlicht werden sollte. Es zeigt die Tötung von Zivilisten und Journalisten durch US-Soldaten. Die „Gitmo-Files“ gaben später Einblick in das System des US-Gefangenenlagers Guantanamo auf Kuba, wo Afghanen und Pakistaner gefoltert und willkürlich inhaftiert wurden.

Damit der Fall Assange nicht in Vergessenheit gerät, damit der Kampf um Demokratie weitergeht, präsentieren „apolut“ und „Protestnoten“ am 3.6.22 ein Solidaritätskonzert für Julian Assange. Um 19:00 Uhr in der Berliner Musikbrauerei (Greifswalder Str. 23A, 10405). Der Journalist und WIKILEAKS-Gründer ist neben Edward Snowden wohl das prominenteste Opfer schwindender Pressefreiheit westlicher „Vorzeigedemokratien“. In den letzten zwei Jahren mussten viele seiner Kollegen ähnliche Erfahrungen machen. Das „Immunsystem der Demokratie“, die unabhängige Berichterstattung, ist akut gefährdet.

Jetzt soll Julian Assange, der seit Jahren in Einzelhaft sitzt und psychischer Folter ausgesetzt ist, in die USA abgeschoben werden, wo ihn mindestens eine Haftstrafe von 175 Jahren erwartet, dafür, dass er Kriegsverbrechen aufgedeckt und veröffentlicht hat. Ganz offensichtlich sollen Journalisten am Beispiel des Falles Assange eingeschüchtert werden.

Auf dieses Verbrechen wollen die Künstler an diesem Abend aufmerksam machen. Uli Gellermann, der schon das erste Assange Konzert 2021 ins Leben gerufen hat, wird den Abend moderieren. Jens Fischer Rodrian, Initiator der Protestnoten, hat das Programm zusammengestellt und begleitet einige der Künstler.

Dabei sind:
Alexa Rodrian (Lyrikerin/Songwriterin), Nikolai Binner (Comedian), Philine Conrad (Schriftstellerin und Schauspielerin), Marta Murvai (Violinistin), Jakob Heymann (Liedermacher), Zulia & Lui Koray (Singer/Songwriter Rapper), Lou Rodrian (Slam Poetin), Attila Benkö (Tubist), Isi Reicht (Liedermacherin), Jens Fischer Rodrian (Slam Poet) und die 25 köpfige BBB – Band.

Programn & Preise: : https://protestnoten.de

Vorbestellung unter: info@protestnoten.de

Die Einnahmen des Abends gehen an Stella Morris, Ehefrau und Anwältin von Julian.

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