amazon? Nein Danke!

6,5 Milliarden Euro hat der Internetgigant amazon 2012 in Deutschland umgesetzt, mehr als je zuvor. Die Arbeit machen aber nur wenige Festangestellte. Den Hauptteil erledigen Leiharbeiter und Saisonkräfte.

10.000 Arbeitskräfte zusätzlich brauchte der Internethändler bundesweit vor Weihnachten. Alle hofften auf die Jobmaschine amazon. Doch nur wenige haben das Glück, übernommen zu werden.

Die ARD-Reporteri Diana Löbl und Peter Omneken haben sich rund um den Konstanzer Ableger von amazon umgesehen. Dort arbeiten 3.300 Menschen, 3.100 von ihnen befristet. Der Vorarbeiter erzählt, dass die Belegschaft sich nicht traut, etwas zu sagen, nicht einmal unter Kollegen. Und dass jeder hoffe, dass der Vertrag so weiterlaufe. Das ist aber nicht einmal bei jedem Fünften der Fall.

Auch der Umgang mit den Leiharbeitern steht in der Kritik. Mit versteckter Kamera drehen die Reporter in einer Unterkunft. In kleinen Hütten sind die Arbeiter untergebracht. Angst haben viele vor dem Sicherheitsdienst, von dem sie sich ständig kontrolliert fühlen. Während der Dreharbeiten werden die Reporter bedrängt, schließlich sogar hinausgeworfen.

Amazon macht von Jahr zu Jahr mehr Gewinn – offenbar auch auf Kosten der Beschäftigten.

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Gestern Abend strahlte die ARD eine Doku aus. Hier ein kurzer Bericht dazu im SPIEGEL:

ARD-Dokumentation: Wie Amazon Leiharbeiter kaserniert

Wer für Sklavenarbeit ist, soll nur weiterhin dort einkaufen.
Und natürlich auch die Blockparteien wieder wählen, die solche Missstände erst ermöglicht haben.

 

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