Amazon-Imperialismus

Boykottiert die Bezos-Krake

Autor: U. Gellermann (rationalgalerie)

Das waren Zeiten: Als der Buchladen um die Ecke noch Basis-Kulturarbeit leistete. Als der Amazon-Leicht-Billig-und-Schnell-Versand sich noch auf die USA beschränkte. In grauer Vorzeit? Eher war es eine bunte Zeit, weil die vielen deutschen Buchhändler der lokalen Kulturarbeit eine eigene Farbe gaben. Mit eigenen Lesungen, mit einer Vielzahl von kleinen Veranstaltungen, mit literarisch interessierten und nicht selten sogar gebildeten, echten Menschen hinter der Theke. Jede Woche verschwinden traditionelle Buchläden. Noch existieren rund 6000 klassische Buchhandlungen in der Bundesrepublik. Doch allein 2014 gaben in Deutschland nach Angaben des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels knapp 150 Buchläden auf. Mehrheitlich verschwanden sie im unersättlichen Schlund von Amazon. Aber Amazon wird nie satt. Der Konzern will jetzt noch mehr: Private Daten. Und neue Herrschaftsfelder im Internet.

Über neun südamerikanische Staaten erstreckt sich der Amazonas. Zu ihnen gehören Brasilien, Französisch-Guayana, Surinam, Venezuela, Kolumbien, Ecuador, Peru und Bolivien. Seine Ufer bilden nahezu einen Kontinent. Schon länger will das gefrässige Unternehmen “amazon“ diesen Teil der Erde für sich beanspruchen. Nicht mit eigener Flagge oder eigenen Grenzen. Es will die Endung. Die Top-Level-Domain-Endung: „amazon“. So wie Deutschland im Internet auf „de“ endet, so will das Versand-Monster im Netz auf „amazon“ enden. Man will einen Marketing-Vorteil, kostbarer als das Gold der Azteken, Mayas und Inkas. Doch die Gier des modernen Konquistador aus Seattle/Washington ist nicht geringer als die des Hernán Cortés oder des Francisco Pizarro. Nicht so blutig, aber genauso brutal. Vor Jahren hatte die Icann (Internet Corporation for Assigned Names and Numbers) das Begehren des Monsters abgelehnt. Doch diesmal haben die mit unendlich vielen Dollars bewaffneten Rechtsanwälte des Konzerns gute Aussichten am 21. April den fetten Marketing-Happen zu ergattern. Angeblich, so die „Icann“, hat „amazon“ die Vorbedingungen für die Vergabe der kostbaren Endung erfüllt. Die ärmlichen acht Anrainerstaaten des Amazonas bringens nicht: Schlechtere Anwälte, weniger Dollars.

„Alexa, wo sind meine Unterhosen?“ Ob der Voice Service von Amazon, der stimmgesteuerte Lautsprecher, nun weiß, wo die Slips liegen, kann egal sein. Nicht egal kann dem Konsumenten die Tatsache sein, dass der Netzhändler an der Unterwäsche seiner Kunden schnüffelt: Angeblich will „amazon“ nur die Spracherkennung der Assistenzsoftware von Alexa verbessern. In Wahrheit sammelt die Krake aus Seattle private Daten der Nutzer, lässt sie von Mitarbeitern notieren. Wer glaubt, dass es sich bei der Schnüffelei um ein Versehen handelt, der glaubt auch an den Weihnachtsmann. Offiziell traut sich der Datensammler zu behaupten: „Wir versehen nur eine sehr geringe Auswahl an Alexa-Sprachaufnahmen mit Kommentaren, um das Kundenerlebnis zu verbessern.“. Was der Kunde erleben wird, das ist ein blaues Wunder: Seine unfreiwillig gelieferten Daten werden dem Käufer-Profiling dienen. Mehr Daten, mehr Verkaufen, mehr Macht ist das Ziel.

Man sollte meinen, mit einem Umsatz von 233 Mrd. US-Dollar müsste der Gierschlund „amazon“ langsam ins Würgen kommen. Auch sein Inhaber Jeff Bezos sollte mit einem Vermögen von 72,8 Milliarden US-Dollar eigentlich den Hals voll kriegen. Weit gefehlt: Solche Profit-Maschinen können nur mehr, mehr und noch mehr fordern. Darin jenem politischen Gebilde ähnlich, das deren Macht militärisch durchsetzt: Dem Imperialismus. Auf der Bezos-Finanzebene hält man sich Regierungen. Doch der Amazon-Chef Jeff Bezos hatte sich sogar mal als Präsidentschaftskandidat aufstellen lassen: „Ich bin fest davon überzeugt, dass Online-Händler bessere Politik machen. Sie kümmern sich mehr“, sagte der Republikaner-Kandidat Bezos damals. Zwar wurde es dann nix mit dem Amt, aber die Macht, die im Geld liegt, ist ihm geblieben: Diese läppischen Latino-Staaten, die ihm bei der Top-Level-Domain-Endung im Wege stehen, die legt er einfach juristisch um. Und auf die NSA muss ein Mann wie Bezos nicht warten: Er hat ja Alexa.

In einer Zeit, in der die Zahl antikapitalistischer Organisationen gering ist und deren Kraft noch geringer, bleibt denen da unten nur der Boykott. Gehen Sie selbst zum Buchladen, das ist gut für die Gesundheit. Denken Sie selbst darüber nach, wo Sie ihre Unterhosen gelassen haben. Das trainiert das Gehirn. Zwar ist damit allein der Imperialismus nicht zu bekämpfen. Aber eine seiner starken Stützen kann man treffen. Da wo es weh tut. Mit einem Tritt in Bezos edelstes Teil: Den Geldsack.

Abrüsten statt Aufrüsten!
Die Welt braucht Frieden statt Kriegsbündnisse

Ostermarsch 2019 in Berlin

Auftaktkundgebung: 13 Uhr, Rosa-Luxemburg-Platz
Dann Demo durch die Innenstadt
Zurück zur Abschlußkundgebung 
15 Uhr, Rosa-Luxemburg-Platz

Amazon-Imperialismus
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49 Kommentare

  1. Na ja!

     Und welche Literatur wurde uns vom Buchladen "um die Ecke" angeboten? Haben wir nur ein Anbieterproblem oder sollte man auch mal über die angebotenen Inhalte reden?

    • Amazon fing mit Büchern an. Heute kann man dort 50kg Katzenstreu und Holzkohle ordern. Das Geschäftsmodell ist schon genial, muß man sagen. Natürlich nur zum Wohle des Herrn Bezos.

      Jetzt gibt es ja auch diese ganzen Kleinhändler auf dem virtuellen Marktplatz, d.h. Amazon muß den Kram nicht mal mehr selbst lagern, sondern verdient ohne einen Handschlag zu tun an den anderen "einfachen Händlern" einfach mit, nur weil die dort platziert sein dürfen.  Gelddruckmaschine.

      Wie in den USA üblich, kann jeder der Knete hat sich den Präsidenten-Titel kaufen.
      Für uns Euro´s auch völlig unverständlich, oder? The American Dream.

      Alexa, wo ist meine Unterhose? "Auf Deinem Kopf Du Seppel." Ach so.
      Wir sind noch nicht so weit, sagt sie.

    • Du lügst. Echt nicht? Wie hast Du denn bisher überlebt? Mit´m Otto-Versand?

      Spaß! Finde ich gut, Angsthase. Boykottiere auch alles Amerikanische. Doch so ein paar Mal hab ich dort, ähem, doch bestellt. Es war einfach der leichteste Weg. EBAY muß ich ja auch benutzen, für seltene VW-Bus-Teile…ist leider so. Wo soll ich die sonst finden? Durch die ganze Republik tingeln? Das meinte ich ja mit, das Geschäftsmodell ist genial.

      Katzenstreu, Batterien und Kohlebriketts kauft man natürlich vor Ort. Logo.

      • "…ist leider so". Ja, Du sagst es. Gibt es keine Schrottplätze mehr?

        Vor etwa 40 Jahren habe ich die Ersatzteile für meinen Bully auf Schrottplätzen gefunden. Tja, was waren das noch für Zeiten! enlightened

        • Du hattest auch mal einen Bus, Dieter? Cool!
          Was für ein Modell hattest Du denn?

          Nein, auf Schrottplätzen findet man gar nix mehr dafür.
          Nur auf Treffen, evtl. Oldtimer-Märkten, im Bus-Forum…oder halt im Internetz.

          Mein erstes Moped bestand aus 3 Fahrzeugen. Das erste Auto, ein Polo, den hab ich auch aus Schrottplatz-Teilen zusammengebaut. 🙂 Ja, das waren wirklich noch Zeiten…

          • Modell? Keine Ahnung. Muss etwa BJ 1975 gewesen sein. Kurz ausgebaut mit 3 Schlafplätzen und ab ging's durch Süd/West Europa. Der Norden hat mich nie interessiert. Ich brauch Sonne und mit der südeuropäischen Mentalität kann ich sehr gut umgehen. Von Holland südwärts bis Spanien, Italien, Jugoslawien, GR und wieder hoch war ich überall – außer in Portugal.

            Was waren das noch für Zeiten! Heute im zarten Alter von 64 zerre ich von diesen Erlebnissen. Eine schöne, unvergängliche Zeit, an die ich mich oft und gerne erinnere.

             

            • Dann war´s bestimmt ein T2. Schadstoffstark und Leistungsarm. 🙂

              Bullifahren ist schon toll, gell. Entschleunigt total, und das merkst Du den Leuten auch an. Busfahrer grüßen sich untereinander. So wie Du es beschreibst ist es auch: Wunderschöne Erlebnisse!
              Pauschalurlaub? Nein danke.

                • Wie Jürgen…hoscht´ scho Feierabend? Panele fertig? 😛

                  Cool! Stimmt…den Motor hoab i auch in der DoKa. Schöner Klang, oder?
                  Fast wie V8. Den Knatter-TD mit 69PS im Camper. Das ist etwas mau, aber doch bissel sparsamer und verläßlicher…ist aber auch egal. Reisen statt rasen. Fahre selten über 90km/h. Hauptsache man behindert die LKW´s nicht. Hab ja die großen Reifen, diverse Anbauteile & Kardanwelle (Syncro)…da hörst Du eh nix mehr.

                  Hättet ihr Eure Busse mal aufbewahrt, Leute! Wisst ihr was allein die Teile heute wert sind? Früher gab es sie wie Sand am Meer, ja. Aber heute kann selbst VW nicht nachliefern was Bleche, Steuergeräte, Einspritzdüsen oder so angeht. Teures Hobby, WENN man natürlich so einen Pflegefall erwischt hat.

                  • Diese Woche habe ich Schonzeit!  🙂

                    Am Wochenende geht es weiter mit Boden legen.

                    Da die KInder groß und die Schwiegermutter das Zeitliche gesegnet hatte, brauchten wir den 9-Sitzer nicht mehr.

                    Die Mittelbank war eh meist draußen… habe da etliche UMzüge mit unterstützt. Die Unterhaltskosten waren halt schon deftig, für überwiegend Stadtverkehr!

                    Heute, zu zweit, fahren wir Cuore L7. Auspuff kostet da, in der Bucht, ab Kat komplett 65€ … Thyssen-Krupp-Stahl!

                    • Daihatsu Cuore, haha! Der Elefantenrollschuh. 🙂

                      Die Karre wollte ich schon immer gerne mal fahren! Aber so ralleymäßig. Klingt wie mein Corsa A-City-Cat…auch ne Rakete, jedenfalls in der Stadt. Ist aber so. Man will doch nur von A nach B. Was braucht man dafür? Klar, keinen 9-Sitzer. Blödsinn.

                      Solch kleine und leichte Speedster machen zudem noch Spaß.

                      Bei mir sind die Busse halt in aller erster Linie Freude am Basteln (da kann ich richtig abschalten), dann zum Urlauben, und nicht zuletzt auch eine Wertanlage. Über einen befreundeten Schrauber bin ich halt auf die Wertigkeit der Einzelteile aufmerksam geworden.

                      Er macht das ganze mit ausschließlich alten 190´er Benz. 20 Stück hat er davon. Die kauft er für teilweise nur 400Euro (kurz über Verschrottungswert), wobei ein Steuergerät allein 1000€ bei Mercedes kostet!

                      Ja, und das vertickt er dann alles in Einzelteilen über Ebay. WELTWEIT! Die Sachen gehen überall hin. Der Rubel rollt sagt er. Er hat 9/11 auch 1000ende Gasmasken in die USA versendet, die bei uns auf dem BW-Müll lagen, wegen halt…Verfallsdatum.

                      Manchmal liegt das Geld eben auf der Straße. Damals mit der Abwrackprämie haben die Leute ihren ganzen schönen & soliden Auto´s weggeschmissen. Audi 80 B3? Golf 2? Top Auto´s! Kein Rost. Vollverzinkt. Heute eine Seltenheit, fahren aber immer noch.

                      Mir geht es aber nicht um das Geld. Mir geht es um die Historie, das etwas urige Fahrgefühl, zu wissen & zu spüren wie das Auto funktioniert, die Technik dahinter, verstehst Du? Und jederzeit dementsprechend fähig sein auch selbst handeln zu können.

                      Das könnte man bei einem neuen/modernen Auto ja nicht.

                    •  Na ja, mit dem Rutscherle ist es auf der Autobahn auch ganz entspannt zu Fahren!  Laster packt man noch, ansonsten, gemütlich mitrollen.

                       Sparsamer und günstiger geht es kaum! 58 Ps auf 700 kg! Rechne das mal um auf heutige Fahrzeuge … Die Rückbank haben wir ausgebaut; Platz wie im Kombi!

                       Und wie Du es sagst, "einfache" Technik! Habe noch einen zweiten als Schlachter stehen.

                    • Coolio! Joah…immer schön im Windschatten.
                      Soliden Motor und 4 Räder. Was braucht man mehr?
                      Ganzen Schnick-Schnack da…braucht doch kein Mensch!
                      Gut, bevor das hier noch zum Benzingesprächs-Forum ausartet…
                      Allzeit Gute & sichere Fahrt, Jürgen! 🙂

                    • 4 Türen? Kurbeldach? Du Nobelschröder! cheeky

                      Hahaha, Angsthase…brings zum Jürgen. Der macht daraus Decken- und Fußbodenbeläge.

                    • Zulu, wo war denn der Golf 2 vollverzinkt? Der Audi 80 ja, den hatte ich selbst mal ganz neu in der Sportvariante, als er rauskam. Das war ein tolles Auto.

                    • Tja Jürgen,
                      ich komme eben aus der Automobilbranche cheeky
                      Und mein Männe könnte Zulu einiges über VW Busse erzählen.

                    • Wenn Frauen die Ahnung haben mitreden!!! Vom Golf kenne ich eigentlich nur die 2E-Motoren. Hatte noch nie einen, außer zum zerlegen. Meine Eltern, ja…aber gut, dann habe ich wohl Mist erzählt.
                      Tschuldige Angsthase und meine aufrichtige Anerkennung.
                      Dann laß das "voll" bitte weg. Aber er war teil-verzinkt. Nicht so wie der rostige Golf 1 oder Golf 3, nee, die haben bei VW hauptsächlich Wachs benutzt. Spritze ich heute auch in meine Busse. Hohlraumkonservierung.

                    • Zulu, er war teilverzinkt, aber nicht feuerverzinkt. Und diese andere Art, weiß jetzt nicht wie man das nennt, hat im Schutz mit der Zeit nachgelassen.

            • Armer Kerl!

              Am Norden hast aber die schönsten Landschaften Europas verpasst und die ruhigen, zurückhaltenden Menschen, die dort leben.

              Ganz anders, als die geschäftstüchtigen Marktschreier und Abzocker im gesamten Süden.

              Ich war wirklich überall.

              Vom Süden habe ich die Schnauze gestrichen voll.

              Mir sind die ehrlichen Leute im Norden viel lieber.

              Die haben mich noch nie beklaut.

               

  2. " Tja Jürgen, ich komme eben aus der Automobilbranche cheeky"

    Wie schön für Dich! Was auch immer Du da getan hast? Was gibt es langweiligeres, wie Audi zu fahren?

    Das riecht ja förmlich nach establishment! Papa läßt grüßen …

    • Ich habe schon einige Autos gefahren, nicht nur Audi. Die Anderen waren allerdings immer Gebrauchtwagen. Mercedes, Mustang, Audi 80 Lenkradschaltung, Golf, Polo, Ford Capri. Zu der Zeit hatte ich immer "geschrottelt" auf Automärkten. War lustig und lukrativ. Günstig in der Firma eingekauft, bißchen "aufgemöbelt und dann verkauft. Ich bin zwar kein richtiger Schrauber, aber ein paar Dinge kann ich schon. Mit den heutigen Autos ist es nicht mehr so einfach, weil man nicht mehr überall dran kommt.

  3. " Hahaha, Angsthase…brings zum Jürgen. Der macht daraus Decken- und Fußbodenbeläge. "

    Mein Lieber, da täusch Dich mal nicht! Der Jürgen ist der Mann, der alles kann! Und, Unmögliches wird sofort erledigt! smiley

  4. Hi Zulu,

    ja, der A1 ist klasse. Für mich ist Audi so, reinsetzen und sich wohl fühlen. Da passt alles zu meiner Körpergröße. Der Polo geht auch noch. Für mich ist wichtig, das man beim Fahren sich nicht ständig irgendwo hinbeugen muß. Und da ich ziemlich weit hinten bin mit meinem Sitz, mußte ich mich bei anderen Autos immer etwas  nach vorne beugen, um zu schalten. Oder die Armablage an der Tür passte nicht. Zu weit unten, zu weit oben. Und noch andere Dinge. Und da ich es sportlich liebe, möchte ich kein Auto haben, in dem man sitzt wie ein Affe auf dem Schleifstein . In meiner Sturm und Drangzeit wollte ich sogar mal Ralley fahren. War mir aber zu teuer. Oje, was bastelt Ihr jetzt für ein Bild von mirindecision.

    • Geil! Ralley schaue ich gerne! Wenn ich die im TV sehe…woah, glaub´ in Echt hätt i zuviel Schiss. Aber dafür gibt es ja Computerspiele. Kein Thema, Angsthase. Passt schon. 🙂 In der DTM sind ja bis neulich auch 2 Frauen mitgefahren (weiß gar nicht wo die aktuell sind?). Wenn man mit Auto´s oder Ähnlichem aufwächst liegt es Nahe irgendwas damit anzustellen. Zwei Töchter von meinem Kollegen sind in der Speedway-Szene top-plaziert. Vaddi baut und transportiert…die Mädels fahren die Siege heim.

      Hatte als Jungspund auch mal einen getunten Polo G40…mit hinten nix drin, aber 140PS. Mehr Spaß kann man gar nicht haben…Affe auf´m Schleifstein, genau! Heute bin ich aber lieber der Ruhige und Entschleunigte und kraxele lieber langsam & vorsichtig durch´s Gelände. 🙂 Muß man halt alles mal ausprobieren. Man lebt nur einmal.

      Ja…sonst bereut man hinterher es vielleicht doch nicht getan zu haben.

      Aber, die völlig Verrückten sterben nicht aus…schau Dir das mal an! Alto Belli. Sowas hab ich noch nicht gesehen. Starten auf´m Flugzeugträger ist bestimmt langweilig dagegen!

      LG Zulu

      • 300 km/h im Golf? Hat der Bleiplatten drin oder was?  Ich muß da immer an die alten GTI`s denken, die aus der Kurve geflogen sind, weil sie zu leicht waren. Nicht umsonst durfte man die erst mit 21 fahren. Ist glaube ich heute noch so mit solchen Autos, oder? Aber, was der da im Video macht ist brandgefährlich. Eine falsche Lenkbewegung, dann braucht er nicht mehr die Sekunden zählen, sondern die Überschläge. Jedem das Seine.

        • GTI-Klausel, von der Regel hab ich ja noch nie gehört? Meinst Du bei Versicherungen? Bei meiner (Oldtimer) muß man z.B. 25+ sein. Ansonsten kann man sich mit 18 doch nen Ferrari holen, oder? Lässt man den eben über die Eltern zu. Hmm. Dunno.

          Ja, der Typ ist völlig bekloppt. Hat nicht mal nen Überrollkäfig drinne! Irgendwann reißt´s ihm bestimmt die ganze Front ab…er sitzt da auf seinem Hocker mit´m Lenkrad in der Hand und hat immer noch 250 Sachen drauf. cheeky  Oh nee…danke.

          Trotzdem sieht man, wie sinnvoll der Vierradantrieb ist. Möchte es jedenfalls nicht mehr missen. Fahren wie auf Schienen, selbst im Sand, auf Eis oder Tiefschnee. Die Ralley-Auto´s haben ja auch 4WD/AWD. Kein Auto mehr ohne Allrad. Feine Sache!

          • Die Empfehlung mit den 21 Jahren beim GTI war/ist werksseitig. Ich weiß aber, dass das Autohaus, wo ich beschäftigt war, keine GTI`s an unter 21 Jährige verkauft hat. Sie mußten immer den Führerschein vorlegen.

          • Da darf ich als langjähriger Allradfahrer dem Zulu eine Empfehlung abgeben:

            Das Beste, was es gibt, Mercedes GD 250/290/300 Diesel,

            W 461.

            Gleichwertig, aber wesentlich günstiger zu bekommen, Pajero 2800 TD und nur der.

            T3 Syncro ist auch recht gut.

            Natürlich noch der Toyota Landcruiser.

            Mein Pajero 2800 TD American Dream aus 96 ist Automatic und immer noch rostlos glücklich, da gut gepflegt.

            Super Select Getriebe, sowas gibts vergleichbar nur noch im Mercedes G.

            100 % Sperre hinten und Mitteldifferenzial, den hält nix auf.

             

             

             

  5. Joah, die Guguk-Klasse ist natürlich super. Vor allem der Motor. Mein Bekannter hat einen "Wolf" von der Bundeswehr, den schont er auch nicht. Eigentlich benutzt er ihn nur…macht dem nix aus. Unverwüstlich. War mir damals aber zu klein und zu teuer.

    Jedenfalls, alles Gute kommt von Steyer-Puch aus Graz, das ist richtig. Vor 4 oder 5 Jahren war ich fast so weit, da wollte ich mir einen Pinzgauer holen, haha! Das Angebot war so verlockend! Hab tagelang gegrübelt. Aber dann hat wehmütig leider die Vernunft gesiegt. Nicht noch ein Auto. Vielleicht irgendwann mal…die sind unternrum aus Alu und verrosten ja nicht. Aber ich glaub, mit dem kommst Du garantiert auch überall durch.

    Ist halt die Frage was man will. Die Busse sind eher so´n Zwitter. Klar schaffen die kein extremes Gelände; würde ich auch nicht mit reinfahren. Aber…man könnte es versuchen? Jedenfalls hab ich schon so Manchen vom Strand oder im Schnee rausgeschleppt. Gute Versicherung…die haben schon was drauf! Sind ja schließlich auch von Puch. 🙂

    LG Zulu

    • Hej Zulu,

       

      oder gleich den "einzig echten" Geländewagen?

      Einen MB-Trac!

      Habe ich einen 900er Turbo aus 1981.

      Ich schwöre bei Gott in der Höhe: Nix und nochmalnienix hält den auf und der hält ewig, wenn er kein Streusalz sieht.

      So mit einem Odltimerkennzeichen im Sommer zum rumtuckeln, die Sau geht glatte fuffzich.

      Wenn ich nur wüsste, wie ich den nach Schweden bringe……..

      • Haha! Ja, der hat natürlich was! Stark! Bei mir in der neuen Scheune stehen auch Schlepper neben, boah…da ist ein Rad bald höher als mein Popel-Bulli. Wahrscheinlich auch schwerer? Habe mal die hydraulischen Sauer-Danfoss-Motoren für solche Teile gebaut und bin sie auch gefahren. Voll krass. Ist Deiner auch ein Hybrid oder reiner Diesel-Antrieb?

        Naja Guguk, mit 50km/h nach Schweden…mach das doch. Hast doch ein halbes Jahr Zeit. Gab doch auch diesen Opa, der mit´m Fendt nach Mallorca ist. Wohnwagen hinten ran und los. Zurück nimmst Du denn ein Mietwagen. Oder den ADAC.

        Einer meiner absoluten Lieblingsfilme ist "The Straight Story"…da besucht ein Opa seinen krebskranken Bruder; fährt quer durch die USA…auf nem John Deere Aufsitzrasenmäher. 🙂

        Geht Alles!

      • Ach so…ganz vergessen zu fragen, guguk: Wie machst Du das eigentlich überhaupt, Deinen Benz ein halbes Jahr lang in Schweden zu fahren? Gehört zwar zur EU, aber selbst in Italien drohen nach mehr als 2 Monaten satte Strafen, wenn das Fahrzeug nicht umgemeldet wurde. Das ist ja mein großes Problem mit Norwegen (wegen dem Zoll). Hast Du da evtl. einen Tipp?

        LG Zulu

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