„Alternative für Dummies“

Der Totentanz der Hoffnungen

von Susanne Kablitz (cafeliberte)

Ein Sprichwort aus Russland besagt, dass die Hoffnung ein Seil ist, auf dem viele Narren tanzen. In einem früheren Beitrag habe ich geschrieben, dass die Hoffnung etwas ist, das im Gegensatz zum Glauben am Ende sogar stirbt.

Bis der Tag der Wahrheit jedoch gekommen ist, vergeht in der Regel sehr viel Zeit und es wird nahezu jede auch noch so fadenscheinige und armselige Begründung aus dem Ärmel gezogen, um der Hoffnung neue Nahrung zu geben und diejenigen, die auf dem Weg sind, der Wahrheit ins ungeschminkte Gesicht zu sehen, von diesem Weg möglichst schnell und vor allem dauerhaft wieder abzubringen.

Wer sich mit der Aufrechterhaltung von Hoffnung gut auskennt, kann zweifellos als Menschenzauberer in die Geschichte eingehen. Es waren immer die Hoffnungsträger, die von Ruhm zu Ruhm geeilt sind und deren Masken erst in dem Moment vom Gesicht gezogen wurden, wo sie selbst nichts mehr zu verlieren hatten und die den Hoffnungsträgern auf den Leim Gegangenen in die Röhre guckten.

Unsere gesamte heutige Politikerkaste baut auf diesem System auf; es sind nicht die Realisten und die Verfechter der Wahrheit, die zu verdienter Anerkennung kommen. Nein, es sind die, die die Menschen auf infame Weise belügen, ausrauben, bedrohen und deren Hoffnungen, die bis zum Untergang genährt werden, in der Stunde der Wahrheit mit roher Gewalt zertreten.

Es ist absolut nachvollziehbar, dass in unserem seit vielen Jahren herrschenden Klima der „Alternativlosigkeit“, die von unseren mit Preisen überschütteten Volksverrätern mit aller Macht verteidigt wird, verzweifelt nach „Erlösern“ aus diesem Elend gesucht wird. Zweifellos sind viele Menschen zu verängstigt, wahlweise zu faul, möglicherweise auch einfach zu desinteressiert, um am bestehenden System mit offenem Protest etwas ändern zu wollen oder zu können.

In einem solchen Umfeld ist es dann umso willkommener, wenn sich – wie herbeigesehnt – Alternativ-Parteien bilden, wo man mit besserem Gewissen und dem Anschein echten Revoluzzertums, endlich sein Kreuzchen an der vermeintlich richtigen Stelle machen und sich danach bequem zurücklehnen kann.

Die Piraten waren so ein erstes Phänomen – angetreten mit dem Anspruch, der Freiheit in Deutschland wieder ein Gesicht zu geben. Nach den ersten frenetisch umjubelten Anfangszeiten folgte dann in kürzester Zeit ein ebenso schneller Abstieg. Die ehemals liberal anmutenden Piraten stecken inzwischen so dermaßen tief im Sumpf des Kollektivismus und Konformismus fest, dass man sich nur noch mit Grausen abwenden kann.

Wesentlich vielversprechender erscheint da im Moment die Alternative für Deutschland (AfD), die im Februar des letzten Jahres gegründet wurde und nur knapp (wenn man den Zahlen glauben schenkt!) den Einzug in den Bundestag verpasst hat.

Die zu Beginn Euro-skeptische AfD hat den Nerv der Menschen getroffen; ein sympathischer Mann an der Spitze – überdurchschnittlich gut gebildet, eloquent in der Sprache, souverän im Auftreten, in der Wirkung bescheiden und bürgernah. Eben so ganz anders als die, die wir aus dem Affenzirkus bereits kennen und die wir in ihrer unerträglichen Arroganz kaum noch ertragen können und wollen.

Es ist kein Wunder, dass die AfD einen enormen Zulauf hatte und diesen laut eigener Aussage täglich ausbaut.

Der Euro wird bei vielen Menschen inzwischen als die Wurzel allen Übels angesehen. Wer dagegen ist, hat gute Chancen, als echte Alternative wahrgenommen und entsprechend honoriert zu werden. Es ist daher leider umso bedauerlicher, feststellen zu müssen, dass die Menschen schon wieder und diesmal mit dem schlauen Namen „ Alternative für Deutschland“ im Gepäck in den Abgrund laufen.

Denn hier wird gar nichts verändert – nichts, nada, gar nix! Wenn in der AfD wirklich etwas geändert werden sollte, dann müssten die Herrschaften endlich den Mut haben, die Wahrheit zu sagen. Die ganze Wahrheit, die reine Wahrheit und nichts als die Wahrheit und nicht dieses weichgespülte Gewäsch, das niemanden verschrecken soll – außer natürlich die Rechtspopulisten!

Die AfD spricht keines der Ursachen unserer Probleme aufrichtig an – er hält eine Rede, die von vielen Menschen als „grandios“ bezeichnet wird. Da kann man mal sehen, wie gering unsere Ansprüche inzwischen schon geworden sind. Was hat er denn gesagt? Dass der Euro SO nicht tragbar ist, dass er die Wahlplakate der anderen Parteien doof findet und dass die AfD im Europawahlkampf offen angegriffen werden wird.

Ach was Herr Lucke, Sie werden nicht angegriffen, nicht wirklich. Sie sprechen weder unser zerstörerisches Falschgeldsystem an noch wollen Sie der EU ans Leder, die nur mit diesem Betrugsgeld finanzierbar ist. Sie wollen doch im Kern gar nichts ändern – würden Sie dies wollen, müssten Sie den Menschen sagen, dass mit dem Euro auch das ganze Projekt EU scheitern wird. Dass mit diesem Scheitern zunächst grausame finanzielle Verwerfungen über Deutschland hereinbrechen und dass es für die Menschen für eine gewisse Zeit enorm unbequem werden wird.

Genau das tun Sie aber nicht! Sie verschleiern die ganze Situation genauso wie das die bekannten Blockparteien tun. Sie sorgen dafür, dass die Fallhöhe noch größer wird. Sie sind nicht gewillt, die Dinge beim Namen zu nennen, Sie prangern nicht die dreisten grundsätzlichen Rechtsverstöße an, die seit Jahren an der Tagesordnung sind.

Ihr Problem – Herr Lucke – ist, dass auch Sie im Einheitsbrei untergehen werden. Letztlich systemtreue Mitläufer haben wir in Hülle und Fülle sowohl in Deutschland als auch in Brüssel. Was wir brauchen, ist ein zweiter Nigel Farage; einen Menschen von Format und Unerschrockenheit, der die unschöne aber unumgängliche Wahrheit ausspricht und die Menschen dazu auffordert,  sich nichts vormachen zu lassen sondern eigenverantwortlich und autark gegen jegliche Aufoktroyierung ihrer Lebensverhältnisse durch selbsternannte Kommissare “von oben” mutig aufzubegehren.

Dass Sie und Ihre AfD davon meilenweit entfernt sind, haben Sie in erhabener Weise auch optisch überaus anschaulich präsentiert.

Meinen Glückwunsch zu dieser Meisterleistung – wer jetzt noch nicht aufwacht, dem ist nicht mehr zu helfen!

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Lucke und Co. wollen doch nur an die fetten Fleischtöpfe in Brüssel. Statt sich für die EU-Bevölkerung einzusetzen, schieben die Eurokratten in Brüssel eine ruhige Kugel und unternehmen alles, um die Lobby zufriedenzustellen. Zum Glück erkennt das Wahlvolk immer mehr, wie es von diesen Lobby-Marionetten ausgeraubt und für dumm verkauft wird. Das dumme Gefasel von diesem Martin Schulz (SPD) gegen die EZB ist nichts anderes als Wahlpropaganda.

Nach der EU-Wahl geht alles genauso weiter wie bisher. Ich habe es schon mal gesagt, die „Alternative für Dummies“ (AfD) ist nichts anderes als ein Haufen frustrierter ehemaliger CDUler und FDPler. Frau Kablitz, Sie haben vollkommen Recht, die AfD spricht „…weder unser zerstörerisches Falschgeldsystem an noch wollen Sie der EU ans Leder, die nur mit diesem Betrugsgeld finanzierbar ist.“
Sollte die AfD in das EU-Parlament einziehen, wird Hans-Olaf Henkel, ehemaliger BDI-Präsident, schon dafür sorgen, dass die Lobby mit Hilfe der AfD in Brüssel nicht zu kurz kommt.

 

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