Aktientipps

Von Björn Christensen und Sören Christensen (wirtschaftlichefreiheit)

Aktientipps werden heute in zahlreichen Anlegermagazinen publiziert und nicht seltenwerden die Tipps reißerisch vermarktet. So verwundert es nicht, dass ein großes Anlegermagazin kürzlich einen bekannten Aktienexperten mit den Worten „Meine 100% Aktien“ auf der Titelseite zitierte. Nur stellt man sich vielleicht die Frage, was „Meine 100%Aktien“ eigentlich bedeuten soll – 100 Prozent Rendite oder doch eher 100 Prozent Risiko? Der Text im Anlegermagazin gibt darüber keine Aufschlüsse. Dort werden seitens des vermeintlichen Experten einzelne Aktien benannt, bei denen nach seiner Meinung ein erhebliches Kurspotenzial vorliegt. Begründet wird dies damit, dass die Aktien stark unterbewertet seien.

Natürlich lässt sich dieses nicht ausschließen, allerdings sollte man vielleicht folgende Überlegung anstellen: Stellen wir uns ein geplantes Pferderennen vor und nehmen ein Pferd, das nicht als Favorit gilt, in den Fokus. Bei einer Wette auf dieses Pferd würde man bei einem unerwarteten Sieg dieses Pferdes eine hohe Gewinnquote einstreichen. Würde hingegen im Vorwege des Rennens durch pferdekompetente Fachleute dieses Pferd doch zum Favoriten erklärt werden, so würde die Gewinnquote deutlich sinken, da ein Sieg erwartet wird. Man hätte also deutlich geringere Chancen, mit dem Tipp auf dieses Pferd einen hohen Gewinn zu erzielen.

Ähnlich kann man es sich am Aktienmarkt vorstellen: Wenn die Anleger zu großen Teilen davon ausgehen, dass ein Aktientitel unterbewertet ist, werden immer mehr Anleger auf diesen Aktientitel setzen, der Preis wird steigen und es ließe sich kaum noch Rendite mit dem Einstieg in diese Aktien erzielen. Es stellt sich also die Frage, warum ein vermeintlicher Aktienexperte seine Tipps gerade in einem Anlegermagazin verraten sollte. Entweder hat er tatsächlich „geheime Tipps“, dann würde er diese besser nicht verraten und würde selber versuchen, mit den Tipps Geld zu verdienen. Oder die Tipps sind doch nicht so gut, dann kann er sie auch dem Leser mitteilen. Bücher mit reißerischen Titeln wie „Mit Aktien zur ersten Million“ und ähnlich sollten also entsprechend kritisch hinterfragt werden – wozu sollte ein erfolgreicher Anleger seine wertvollen Tipps mit anderen teilen? Es sei denn, er investiert doch nicht so erfolgreich und versucht stattdessen von Buchverkäufen zu leben.

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Aktienempfehlungen sind immer eine heikle Sache. Jeder Kleinanleger sollte sich stets die Frage stellen, warum gewisse „Gurus“ oder angebliche „Experten“ Investmentempfehlungen verlautbaren. Diese sogennanten „Experten“ haben bei ihren Empfehlungen nur eines im Sinn. Unwissende Menschen dazu zu bewegen, in empfohlende Investments zu investieren, um kurz danach die steigenden Kursgewinne zu nutzen, um Kasse zu machen. Hierfür gibt es etliche Beispiele. Dieses Prinzip funktioniert seit anno dazumal und basiert auf der Theorie der Massenpsychologie, der sich auch die Politkaste mit Hilfe ihrer System-Medien bedienen.

 

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