
von Peter Pilz (ansage)
Warum hat Friedrich Merz ein so starkes Interesse daran, dass die 90 Milliarden Euro an die Ukraine zeitnah ausgezahlt werden? Im deutschen Interesse und so wie er seinen Amtseid geschworen hat ist es jedenfalls nicht; dies nur mal so am Rande erwähnt. Was könnte also sonst dahinterstecken? Dazu nachfolgend eine nützliche Fakten. Merz hatte bekanntlich – neben einer Vielzahl weiterer einträglicher Aktivitäten und Positionen – zwischen 2016 und 2020 den Vorsitz der BlackRock Asset Management Deutschland inne. BlackRocks indirekte Interessen in der Ukraine sind vielfältiger Art – auch wenn sich der Konzern offiziell 2025 “aus der Ukraine zurückgezogen” hat.
Der wichtigste und am klarsten belegte Zusammenhang zwischen BlackRock und dem Kriegsland besteht weiterhin in Sachen ukrainische Staatsanleihen: BlackRock hält zusammen mit vier anderen Unternehmen rund 20 Prozent ukrainischer Wertpapiere, für die die Ukraine jährliche Zinszahlungen schuldet. Der Schuldendruck wurde allerdings durch eine Umschuldungsvereinbarung gelindert, die eine 75-prozentige Reduzierung der fälligen Zahlungen bis 2023 ergab. BlackRock ist also als Gläubiger des ukrainischen Staates engagiert — über Anleihepositionen in seinen Fonds, nicht als direkter Eigentümer –, weshalb die Sicherstellung und Aufrechterhaltung der ukrainischen Zahlungsfähigkeit von höchster Priorität für den Konzern ist.
BlackRock-Kunden trotz Rückzug mit weiterhin massiver Ukraine-Präsenz
Des Weiteren weist Black indirekte Beteiligungen an Agrarkonzernen mit massiver Präsenz in der Ukraine auf: Als weltgrößter Vermögensverwalter ist BlackRock vor allem über seine passiven Index-ETFs und aktiven Fonds Großaktionär bei folgenden Konzernen:
- Cargill – nicht börsennotiert, daher kein direkter ETF-Zugang, sehr wohl aber trifft dies auf Cargill-Tochtergesellschaften und abhängige Unternehmen zu;
- Bunge Limited – börsennotiert, BlackRock hält typischerweise 5 bis 8 Prozent als größter institutioneller Aktionär;
- ADM (Archer-Daniels-Midland) — börsennotiert, BlackRock ist regelmäßig unter den Top-3-Aktionären gelistet.
Mehrere in der Ukraine stark involvierte große Agrarkonzerne haben sich für westliche Banken und Investmentfonds geöffnet — darunter Vanguard und BNP — die nun Teile ihrer Anteile kontrollieren. Die meisten großen Landhalter sind bei westlichen Institutionen, insbesondere der EBRD und der Weltbank, erheblich verschuldet. Und auch in der Rüstungsindustrie als maßgeblichem Kriegsprofiteur ist BlackRock stark investiert: Der Konzern hält als Indexfonds-Verwalter signifikante Anteile an allen großen US-Rüstungskonzernen, vor allem Northrop Grumman, Raytheon, General Dynamics, Boeing und Lockheed Martin — und sie allesamt sind direkte Profiteure der erhöhten Rüstungsausgaben infolge des Ukraine-Krieges.
Auch beim kommenden Wiederaufbau involviert
Nicht zu vergessen natürlich die Wiederaufbau-Perspektive, wo auch BlackRock und seine Fondspositionen im Hoch- und Tiefbausektor prächtige Gewinne erwarten und potenzielle zukünftige Interessen zu wahren haben. Der US-Sondergesandte Steve Witkoff berichtete im Januar 2026, dass sich eine “Vereinbarung über wirtschaftlichen Wohlstand” in der künftigen Nachkriegs-Ukraine, die BlackRock ausdrücklich einbezieht, in der Abschlussphase der Genehmigung befinde. Das bedeutet: BlackRock bleibt trotz seines formalen Rückzugs von 2025 ein potenzieller Akteur beim ukrainischen Wiederaufbau — zwar sobald politische und Sicherheitsbedingungen es erlauben.
Das eigentliche Geschäftsmodell von BlackRock ist kein direktes Eigentum — es ist die Kontrolle durch Stimmrechte. Als weltgrößter Indexfonds-Verwalter mit 11,6 Billionen Dollar Assets under Management (AUM) hält BlackRock automatisch Anteile an nahezu jedem börsennotierten Unternehmen mit Ukraine-Exposure: Agrarkonzernen, Energieunternehmen, Rüstungsunternehmen, Banken mit Ukraine-Krediten. Natürlich ist es ein reiner Zufall und hat rein gar nichts zu bedeuten, wenn der einstige Aufsichtsratschef der BlackRock-Deutschland-Niederlassung in seiner heutigen Rolle als Bundeskanzler seine “whatever-it-takes-”Politik zugunsten Kiews mit Hochdruck betreibt und alle finanziellen Wünsche Selenskyjs prompt erfüllt.
„Der Krieg ist ein besseres Geschäft als der Friede. Ich habe noch niemanden gekannt, der sich zur Stillung seiner Geldgier auf Erhaltung und Förderung des Friedens geworfen hätte.
Die beutegierige Canaille hat von eh und je auf Krieg spekuliert.“ (Carl von Ossietzky in der Weltbühne vom 8. Dezember 1931)
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„Da schweigt des Sängers Höflichkeit“, weil die Gründe des Herrn Merz für die Ukraine so klar wie Kloßbrühe sind, sich aber in keiner Weise mit der der deutschen Bevölkerung decken, die jedoch deswegen, koste es was es wolle, um ihren Wohlstand gebracht wird, weil sie weiter mit ihren „Verbündeten“, USA und Ukraine, gegen Rußland kämpfen müssen, die ihnen das billige russische Gas durch Sprengung des Ostseeröhren stahlen. Leider haben nur 5 % der Bevölkerung Durchblick, während die 95 % Schafe die Täuschungen der Politik nicht durchschauen, weil ein derartiger Verrat ihren Horizont einfach überschreitet.
Die Schafe sclafen ruhig weiter den Schlaf des Gerechten; denn wer aus Dummheit die Unmoral nicht erkennen kann, ist unschuldig und man kann ihm keinen Vorwurf machen!