79,50 C/kWh, regierungsamtlicher Strompreisterror

79,50 C/kWh, regierungsamtlicher Strompreisterrorvon WiKa (qpress)

Wunderland: Wie es aussieht sind wir bei den Strompreisen längst nicht am Ende der Fahnenstange angelangt. Ein Blick auf die Strombörse offenbart den Trend. Seit Wochen kennt der Strompreis nur noch eine Richtung und die zeigt nach oben. Viel bedeutsamer allerdings ist der Umstand, dass derartige „Horror-Strompreise“ grundsätzlich nur möglich sind, weil die Politik genau das erst ermöglicht hat. Unpolitische Menschen möchten das als kriminell bezeichnen. In fast allen Lebensbereichen schiebt sich der Staat mit den irrsten Regelungen in unser Leben und ausgerechnet hier gibt sie sich machtlos? Das ist wenig glaubwürdig oder anders ausgedrückt: „grüner Aberwitz hat seinen Preis“.

Im Großen und Ganzen folgt der Strompreisverlauf den sogenannten „Vorverkäufen„. In der beigefügten Grafik (links) wunderbar als „rote Linie“ zu erkennen. So werden für den 23. August 2022 satte 795 € je MWh aufgerufen. Das sind umgerechnet die 79,50 Cent/kWh, wie in der Überschrift aufgezeigt. Nicht selten schießen die real bezahlten Preise sogar noch darüber hinaus (Kurve Intraday). Zum Situationsvergleich, rechts eine Grafik mit dem Vergleichsmonat August 2020 (zum Vergrößern bitte draufklicken). Wer sich das Spektakel näher ansehen möchte, der besuche einmal diese Seite >>> Energy-Charts.

Sicher, wir reden hier über die Strombörse, an der vorzugsweise freie Mengen gehandelt werden, die unabhängig von den vertraglich bereits gebundenen Mengen sind. Nur ist der Trend kaum zu übersehen. Der Vergleich zwischen den August-Monaten 2020 und 2022 offenbart schon einmal die Verzehnfachung der Strom-Spot(t)-Preise, also der für diese freien Mengen. Mithin sind diese Werte ein harter Indikator, in welche Richtung der Strommarkt geht und damit auch ein Mittel- und Langfrist-Preisindikator. Letztlich ist der Strompreis immer ein Mix aus den festvertraglich erzeugten Mengen und den Spitzen die benötigt werden, um das gesamte System stabil zu halten. Zum Herbst hin werden wir sicher die 1.000€-Marke pro MWh noch knacken.

Warum ist die Strompreise so sind wie sie sind?

79,50 C/kWh, regierungsamtlicher StrompreisterrorDie Kurzzusammenfassung, als Antwort auf die Frage nach der entstandenen Situation lautet: „das ist Politik„. Da kann man mal wieder sehen wer sein Handwerk wirklich versteht. Es kommen selbstverständlich weitere Faktoren hinzu, die sich bei uns preistreibend auf den Strommarkt auswirken. Dabei darf man auch einmal auf die Nachbarschaft schielen, zum Beispiel nach Frankreich. Dort werden gerade reihenweise Atomkraftwerke heruntergefahren, um sie zu reparieren oder sie müssen wegen mangelnder Kühlungsmöglichkeit (Trockenheit) heruntergefahren werden. Eine hervorragende Gelegenheit, Strom nach Frankreich zu exportieren.

Da Deutschland selbst seine Kapazitäten in Sachen Atom und Kohle bereits deutlich heruntergefahren hat, können für das schnelle Geld vorzugsweise die bestehenden Gaskraftwerke verwendet werden. Jetzt ist das Glas allerdings gerade knapp und es sollte eigentlich für den Winter gebunkert werden, aber das Stromgeschäft mit den Nachbarländern ist in diesem Fall einfach prioritär, da es sehr viel ertragreicher ist. Soweit sich die Preise in diesem Umfang halten und weiter steigern, werden die deutschen Stromproduzenten sicher gerne auch in und für Deutschland Strom produzieren, keine Frage.

Nachstehend eine knappe filmische Zusammenfassung des Debakels. Der Streifen benennt anschaulich die Faktoren, die uns zur Zeit so übel mitspielen. Das schöne an einer verfehlten Energiepolitik ist die Tatsache, dass es dafür zu jeder Zeit einen Zahlmeister gibt. man nennt ihn Verbraucher oder Konsument. Und es sind gerade nicht diejenigen, die diesen Irrsinn überhaupt erst möglich machten. Da fragt man sich ernstlich für wen da Politik gemacht wird.

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3 Kommentare

  1. Wenn wir verarmen, werden wenige GELDSÄCKE noch fetter. Warum zerstören wir das System dann nicht???
    Der mitlesende verfassungslose Verfassungs- und Landschutz ist entsetzt…

  2. Wehe wenn die Abrechnungen zum Jahresanfang kommen. Auch der Wasserverbrauch wird in die Höhe geschossen sein durch die Trockenheit. Die gesamten Umlagen und Nachzahlungen werden in ungeahnte Höhen schnellen. Man mag gar nicht wissen, welche Tragödien sich hier im Land abspielen werden.

    • Sehr wohl ! Sieht man sich die Haltung und Aussagen mancher politisch Verantwortlichen an, so kann D gar nicht schnell genug verschwinden und zurück in die „Steinzeit“ fallen.
      Wir werden arm aber glücklich sein gem. WEF. Wir gehen einer sehr ungemütlichen Zeit entgegen.

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